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Favoritensterben auf dem Nürburgring

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24-Stunden-Rennen  

Favoritensterben auf dem Nürburgring

12.02.2010, 23:08 Uhr | dpa

Der Porsche von Marcel Tiemann (Foto: imago)Der Porsche von Marcel Tiemann (Foto: imago) Das Team Manthey Racing hat beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring den Hattrick geschafft. Das Fahrer-Quartett Timo Bernhard, Marc Lieb, Romain Dumas und Marcel Tiemann entschied in einem Porsche 911 GTR RSR diesen Klassiker in der Eifel vor 220.000 Zuschauern für sich. Ihre Markenkollegen Armin Hahne (Monaco), Christian Haarmann (Aachen), Jochen Krumbach (Eschweiler) und Pierre Kaffer (Salenstein) machten den Doppelerfolg des Rennstalls perfekt. Während des Rennens waren fast alle Favoriten ausgefallen.

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Familien-Team überrascht auf Rang drei

Sabine Schmitz kam als schnellste Frau im privat eingesetzten Frikadelli-Porsche auf Rang drei. "Wir sind eher ein kleines Familienunternehmen und wollten eigentlich nur ankommen", sagte Schmitz nach ihrem Coup selbst überrascht. Das Team ORMS mit Marko Hartung belegte in einem BMW Z4 als bester Nicht-Porsche den vierten Platz.

Spannung kurz vor Rennende

Der siegreiche Manthey-Porsche schockte die Fans gleich zweimal: Direkt nach dem Start am Samstag zwang ein loser Wasserschlauch das Team schon in der ersten Runde in die Box. In den folgenden Stunden fuhren die Piloten vom letzten auf den ersten Platz vor. Der zweite Schreck kam 40 Minuten vor Schluss, als der Rennwagen erneut in die Garage abbog und die Mechaniker an der Hinterachse arbeiteten. "Der Stopp war geplant, da wir genug Vorsprung hatten und das Auto nochmals checken wollten", sagte Dumas nach der Zielüberquerung. Erst 16 Minuten vor Rennende war er weitergefahren.

Stuck wieder vom Bazillus befallen

Rallye-Weltmeister Carlos Sainz aus Spanien kam mit dem früheren Formel-1-Piloten und Sportwagen-Weltmeister Hans-Joachim Stuck im Volkswagen Scirocco auf den zweiten Platz der 2l-Turbo- Klasse. "Eigentlich wollte ich keine Rennen mehr fahren, aber der Bazillus hat mich immer noch befallen", sagte Stuck, der diesen Langstrecken-Klassiker schon dreimal gewonnen hat.

Viele Ausfälle bei den Topteams

Zu den ausgefallenen Favoriten gehörten der Schubert-BMW Z4 mit Claudia Hürtgen, die Dodge-Viper des Teams Zakspeed mit Sascha Bert und Tom Coronel aus den Niederlanden sowie der Porsche von HISAQ Competition mit Emmanuel Collard (Frankreich) und Frank Stippler. Sie schieden jeweils nach Unfällen aus. Jürgen Alzen, Christian Abt und Christian Menzel mussten ihren Porsche nach mehreren technischen Defekten vorzeitig abstellen. Am Sonntagfrüh um sieben waren von den ursprünglichen Anwärtern auf den Gesamtsieg nur noch die beiden Manthey-Porsche im Rennen.

Frentzens Mannschaft im Pech

Auch der Hybrid-Apollo um Teamchef Heinz-Harald Frentzen stand in der Nacht mit Getriebeschaden stundenlang in der Box, bis die nötigen Ersatzteile vor Ort waren. Erst wenige Stunden vor Schluss fuhr er auf die Strecke zurück.

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