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Kristensen gewinnt zum achten Mal in Le Mans

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24 Stunden von Le Mans  

Kristensen gewinnt zum achten Mal in Le Mans

12.02.2010, 23:09 Uhr | sid, dpa

Der Seriensieger von Le Mans: Tom Kristensen (Foto: AFP)Der Seriensieger von Le Mans: Tom Kristensen (Foto: AFP) Der Däne Tom Kristensen hat seinen achten Erfolg beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans gefeiert. Zusammen mit seinen Audi-Teamkollegen Rinaldo Capello aus Italien und Allan McNish aus Schottland gewann der Le-Mans-Rekordsieger vor dem Peugeot-Trio Marc Gené, Nicolas Minassian und Jacques Villeneuve (Spanien/Frankreich/Kanada). Rang drei belegten Christian Klien, Franck Montagny und Ricardo Zonta (Österreich/Frankreich/Brasilien) in einem weiteren Peugeot. Die beiden weiteren Audi-Teams kamen auf die Plätze vier und sechs.

Kristensen: "Ein fantastischer Moment"

"Das war ein grandioser Zweikampf mit Peugeot. Wir mussten bis zur letzten Runde zittern", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich und lobte die Fahrer: "Das Tempo war unglaublich hoch. Bei diesen schwierigen Bedingungen die Nerven zu behalten, ist beeindruckend." Auch der Audi-Vorstandsvorsitzende Rupert Stadler fieberte in der Box mit und drückte die Daumen: "Es war das spannendste Rennen, an das ich mich erinnern kann." Dominator Kristensen kämpfte mit den Tränen: "Das war ein echter Audi-Tag. Es ist ein fantastischer Moment, den ich noch lange genießen werde."

Villeneuve muss sich mit Rang zwei begnügen

Für die Ingolstädter war es der fünfte Sieg in Folge und der achte insgesamt beim wichtigsten 24-Stunden-Rennen der Welt - und das in nur neun Jahren. Das Audi-Trio hatte nach 381 Runden einen Vorsprung von 4:31 Minuten auf den ehemaligen Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve aus Kanada, den Franzosen Nicolas Minassian und Marc Gene aus Spanien, die im Peugeot 908 HDI den zweiten Rang belegten.

Kollision sorgt für Aufregung

Doch bis Ullrich und sein Team jubeln durften, vergingen aufregende Minuten. Zwei Stunden vor dem Rennende hing der Sieg plötzlich am seidenen Faden, nachdem ausgerechnet Kristensen beim Überrunden mit einem langsameren Konkurrenten kollidierte und sich drehte. Der Däne blieb aber cool und beruhigte sein Team über Funk: "Alles okay, das Auto fährt noch, es ist wohl nichts beschädigt." Damit war kein zusätzlicher Boxenstopp nötig, dennoch war die Schlussphase absolut nichts für schwache Nerven. Ullrich: "Bei so einer Kollision weiß man ja nie. Es hätte jederzeit etwas am Auto kaputtgehen können. Da kann nur hoffen und beten." Den bislang knappsten Einlauf hatte es 1966 in Le Mans gegeben, da hatten die beiden Neuseeländer Bruce McLaren und Chris Amon in ihrem Ford GT40 nach 360 Runden nur 20 Meter Vorsprung auf die Zweitplatzierten.

Regen spielt Audi in die Karten

Audi und Peugeot setzten bei der 76. Auflage des Rennens jeweils drei 700 PS starke Diesel-Sportwagen ein. Peugeot belegte noch die Plätze drei und fünf, der deutsche Rivale folgte auf den Positionen vier und sechs. Der Peugeot war zwar wie erwartet das schnellste Auto im Feld, doch mit einsetzendem Regen am frühen Sonntagmorgen wurde der Audi nach vorne gespült. Dabei beeindruckte Kristensen, der Villeneuve gegen 5.00 Uhr von der Spitze verdrängte. Dessen Teamkollege Christian Klien aus Österreich, in der Formel 1 als Testfahrer bei BMW-Sauber unter Vertrag, hatte in einem weiteren Peugeot mit dem Franzosen Frank Montagny und Ricardo Zonta aus Brasilien auf Rang drei einen Rückstand von zwei Runden.

Bis zum Regen schnellstes Rennen der Geschichte

Die beiden weiteren Audi-Trios Lucas Luhr/Alexandre Premat/Mike Rockenfeller (Koblenz/Frankreich/Neuwied) und Frank Biela/Emanuele Pirro/Marco Werner (Neuss/Italien/Ermatingen) belegten mit sieben und 14 Runden Rückstand die Gesamtränge vier und sechs. Mit permanenten Bestzeiten an der Spitze war der Klassiker bis zum einsetzenden Regen das schnellste Rennen in der Geschichte seit der ersten Austragung 1923. Der Rundenrekord wurde von Peugeot-Pilot Stephane Sarrazin um gleich 7,782 Sekunden unterboten.

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