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Rallye-WM: Sébastien Loeb gewinnt zum siebten Mal die Rallye Deutschland

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Rallye-WM  

Deutschland kennt nur einen Sieger: Sébastien Loeb

10.02.2010, 11:32 Uhr | sid

Sébastien Loeb bei seiner Siegfahrt (Foto: Reuters)Sébastien Loeb bei seiner Siegfahrt (Foto: Reuters) Mit einer Triumphfahrt im Circus Maximus hat Sébastien Loeb zum siebten Mal die Deutschland-Rallye gewonnen und damit auch die WM-Führung zurückerobert. Seit der Aufnahme der Rallye in den WM-Zirkus 2002 duldet der Rallye-Imperator keinen anderen Namen in der Siegerliste.

Diesmal verwies der flotte Franzose seinen spanischen Citroen-Teamkollegen Dani Sordo souverän mit 47,7 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Der bisherige WM-Spitzenreiter Mikko Hirvonen aus Finnland kam beim 10. von 15 WM-Läufen in seinem Ford Focus nicht über Platz vier (1:30,1 Minuten zurück) hinaus und hat in der Gesamtwertung jetzt vier Zähler Rückstand auf Loeb (72: 76).

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Reifenschaden bei Hirvonen

"Es war eine perfekte Rallye für mich, aber Mikko ist auf Asphalt viel stärker geworden. Eine Vorentscheidung ist das noch nicht", sagte Loeb nach der letzten Prüfung rund um die Porta Nigra im Herzen von Trier, die erstmals live im Fernsehen übertragen wurde. Hirvonen hatte durch einen Reifenschaden auf der letzten Prüfung am Samstag Rang drei an den Belgier Francois Duval verloren, der im Ford Focus des Stobart-Teams nach Platz zwei im Vorjahr erneut auf dem Podium stand (1:20,0).

Loeb kann Geschichte schreiben

Sollte Loeb am Ende des Jahres zum fünften Mal in Folge den WM-Titel holen, wäre er auch in dieser Wertung alleiniger Rekordhalter. Auf vier Titel kommen bislang noch die beiden Finnen Juha Kankkunen (1986, 1987, 1991, 1993) und Tommi Mäkinen (1996 bis 1999). Sein siebter Erfolg in Deutschland war insgesamt bereits der 43. seiner einzigartigen Karriere. Sein Citroen-Team feierte Erfolg Nummer 49 und liegt damit jetzt vor der Konzernschwester Peugeot (48) allein auf Platz drei der ewigen Bestenliste.

"Ich sterbe 1000 Tode"

Bis er am Sonntag ein wenig Tempo herausnahm, dominierte Loeb seine Lieblingsrallye erneut nach Belieben und holte sich die ersten 13 Bestzeiten am Stück. "Ich sterbe jedes Mal 1000 Tode neben ihm", sagte Co-Pilot Daniel Elana mit einem Schmunzeln. "Ich wollte von Anfang an zeigen, wer Herr im Hause ist. Seit es den deutschen WM-Lauf gibt, hat ihn noch nie jemand anderes gewonnen als ich. Und das sollte gefälligst auch so bleiben", sagte Loeb.

Tomczyk: "Eine Bilderbuch-Rallye"

Dass seine Dominanz für Langeweile sorgen könnte, glaubt Loeb nicht. "Wenn es langweilig wäre, dann wäre nicht am Freitag eine Prüfung wegen zu großen Zuschauerandrangs neutralisiert worden", sagte er. Im Gegenteil, an allen drei Tagen gab es Besucherrekorde, insgesamt kamen rund 270.000 Fans. "Wir sind mehr als zufrieden. Das war eine Bilderbuch-Rallye", sagte ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk. Allerdings hatte der Italiener Gigi Galli am Freitag bei einem Crash einen Oberschenkelbruch erlitten und muss mehrere Monate pausieren.

2009 nur Zuschauer

Die Veranstalter schmerzt, dass durch die neue Rotation in der Rallye-WM 2009 Deutschland nur Zuschauer sein wird. "Absolut unverständlich, auf breiter Front", sagte Tomczyk, der wenig Hoffnung hat, dass die auch bei Teams und Herstellern höchst umstrittene Entscheidung des Automobil-Weltverbandes FIA doch noch rechtzeitig wieder geändert wird.

Zwangspause birgt Probleme

Die einjährige Zwangspause stellt auch die generelle Zukunft des deutschen WM-Laufes, der nach Sponsoren sucht, in Frage. "Das Jahr Pause ist schon schwer genug. Die Zukunft darüber hinaus wird davon abhängen, ob es ab 2010 wieder einen jährlichen WM-Lauf gibt. Wenn es diese Perspektive gibt, dann ist das ein lösbares Problem", sagte Tomczyk.

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