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Zitzewitz-Team hat den Sieg vor Augen

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Rallye Dakar  

Zitzewitz-Team hat den Sieg vor Augen

10.02.2010, 07:05 Uhr | dpa

Der Tuareg des Deutschen von Zitzewitz. (Foto: dpa)Der Tuareg des Deutschen von Zitzewitz. (Foto: dpa) Das Volkswagen-Team steht dicht vor dem ersten Sieg bei der Rallye Dakar. Vor dem Finale in Argentinien behauptete es die Doppelführung. Beifahrer Dirk von Zitzewitz und sein Pilot Giniel de Villiers aus Südafrika führen knapp vor dem US-Amerikaner Mark Miller und dem Südafrikaner Ralph Pitchford im zweiten Touareg.

Auf der um 225 auf 220 Kilometer verkürzten Etappe von La Rioja nach Cordoba verkürzte Miller seinen Rückstand um 15 Sekunden auf nur noch 2:20 Minuten. In der Motorrad-Disziplin steht der vom Start weg führende Spanier Marc Coma kurz vor seinem zweiten Erfolg nach 2006.

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Der Beifahrer ist der Held

Auf der Etappe zuvor war Beifahrer Zitzewitz der Held: Nach der Ankunft im Biwak im argentinischen La Rioja erhielt Dirk Zitzewitz von seinem Piloten Giniel de Villiers höchstes Lob. Vor allem der navigatorischen Meisterleistung des Deutschen hatte es der Südafrikaner zu verdanken, dass er im VW Touareg als Gesamtführender auf die vorletzte Etappe der ersten Ausgabe der Rallye Dakar in Südamerika gegangen war und auf den ersten Sieg eines Volkswagen-Werkteams bei der härtesten PS-Prüfung für Mensch und Maschine hoffen durfte.

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"Er hat den schnellsten Weg gefunden"

Im Bordbuch seien ein paar Stellen offen gelassen, die die Navigation extrem erschwert hätten, sagte de Villiers. "Aber mein Beifahrer Dirk von Zitzewitz hat etwa fünf Kilometer vor dem Ziel viel Zeit für uns gut gemacht, als er am schnellsten den Weg gefunden hat, während andere noch suchten", sagte de Villiers über seinen Co aus dem norddeutschen Karlshof. Durch den Coup verdrängte das Paar seine Teamkollegen Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika) vorerst auf Platz zwei.

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Kritik an den Bordbüchern

Von Zitzewitz' Navigationskünste durch schwieriges Terrain täuschten aber nicht über die großen Probleme aller Teams mit der Wegbeschreibung hinweg. Den Lobeshymnen auf die neue Dakar in der ersten Woche folgte in der zweiten Hälfte immer mehr Kritik an den Organisatoren. Die teils fehlerhaften Angaben in den Bordbüchern brachten etliche Piloten auf die Palme. So soll das Bordbuch vor der Stelle nicht gewarnt haben, an der das bis dahin führende VW-Team Carlos Sainz/Michel Perin vier Meter tief in den Abgrund gestürzt war und wegen Perins Schulterblattfraktur aufgeben musste.

Vermeidbarer Unfall von Sainz

"Wir waren auf dem Weg zum nächsten Wegpunkt unterwegs, ich zählte - wie immer - die Distanz herunter, und als ich 20 Meter ansagte, sind wir in dieses Loch gestürzt", schilderte Perin den vermeidbaren Un- und Ausfall. Schon an den vergangenen Tagen sei das Bordbuch nicht besonders exakt gewesen: "Heute haben wir dafür den Preis gezahlt. Es tut mir sehr Leid für das Team. Aber ich hoffe, dass am Ende ein Blauer vorn ist."

Die achte Streckenänderung

Auch am vorletzten Tag lief nicht alles reibungslos. Nach sintflutartigen Regenfällen in der Nacht und wegen unpassierbarer Wasserdurchfahrten wurde die vorletzte Etappe von La Rioja nach Cordoba von 545 auf 220 Kilometer verkürzt. Der Start musste um vier Stunden verschoben werden. Es war bereits die achte Streckenänderung während der diesjährigen Rallye Dakar.

Veranstalter müssen ein Fünftel des Kurses streichen

Wegen der vielen Änderungen, Verkürzungen und der Absage einer Prüfung wurde bereits ein Fünftel der geplanten Wertungskilometer gestrichen. Die Gesamtkilometer der zeitlich gewerteten Abschnitte reduzierten sich bis Freitag von 5591 auf 4429. Dem Veranstalter wird neben den unzureichenden Bordbüchern eine Fehleinschätzung der neuen Herausforderungen und der klimatischen Bedingungen vorgeworfen.

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