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Mitsubishi zieht sich von Rallye Dakar zurück

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Rallye Dakar  

Mitsubishi zieht sich von Rallye Dakar zurück

10.02.2010, 07:05 Uhr | sid

Ein Mitsubishi bei der diesjährigen Rallye Dakar. (Foto: Reuters)Ein Mitsubishi bei der diesjährigen Rallye Dakar. (Foto: Reuters) Heute Mitsubishi, morgen VW? - die weltweite Finanzkrise zwingt immer weitere Automobilkonzerne zur Vollbremsung. Mitsubishi gab den Rückzug aus dem Marathon-Rallyesport bekannt und läutete damit das Ende der legendären Rallye Dakar in ihrer bisherigen Form ein.

Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Volkswagen nach dem historischen Dakar-Triumph vor wenigen Wochen dem Beispiel Mitsubishis folgen wird, da eine Fortsetzung des Engagements ohne den Hauptgegner keinen Sinn mehr macht.

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Entscheidung wohl im März

"Es wird mit Sicherheit Einsparmaßnahmen im Motorsport geben", sagte VW-Repräsentant Hans-Joachim Stuck. Der Vorstand der Wolfsburger offenbar schon im März eine Entscheidung verkünden. VW lässt sich das Abenteuer Dakar mit Vorbereitung und Entwicklung jährlich etwa 50 Millionen Euro kosten - angesichts der Flaute auf dem Automarkt eine gigantische Summe.

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Ressourcen sollen gezielter eingesetzt werden

"Der plötzliche Einbruch der Weltwirtschaft zwingt das Unternehmen, seine Ressourcen gezielter einzusetzen", hieß es in einer Mitsubishi-Mitteilung. Die Japaner sind mit zwölf Erfolgen Rekordsieger der Dakar, die nach Terror-Drohungen in diesem Jahr erstmals in Südamerika stattfand.

Eingeschränktes Engagement nicht möglich

VW ist sportlich seit diesem Jahr ebenfalls am Ziel, feierte im Januar durch den Erfolg des Südafrikaners Giniel de Villiers mit Beifahrer Dirk von Zitzewitz im Race Touareg einen historischen Sieg und gewann den Klassiker als erster Hersteller mit einem Diesel-Auto. Zudem gehen nach den zahlreichen Rückzügen der Konkurrenz die Herausforderer aus. Ein eingeschränktes Engagement ist nicht möglich; die Dakar kostet mit drei Autos nahezu genauso viel wie mit bisher vier.

Dakar-Boss Lavigne macht sich keine Sorgen

Dakar-Direktor Etienne Lavigne zeigte sich überrascht vom Entschluss Mitsubishis. "Ich bedauere es sehr, dass wir - auch menschlich - eines der besten Teams der Geschichte verlieren", sagte Lavigne, machte sich aber keine Sorgen um die Zukunft der legendären Rallye: 'Wir haben schon andere Ausstiege erlebt, wie die von Peugeot und Citroen." VW-Sportchef Kris Nissen bedauerte die Entscheidung von Mitsubishi: "Wir hoffen jedoch, dass dieses gute Team eine Möglichkeit findet, weiterhin an den Start zu gehen."

500 Millionen Euro Minus

Mitsubishi, der viertgrößte Automobilhersteller Japans, gab am Mittwoch bekannt, in der im März vorzulegenden Jahresbilanz ein Defizit von mehr als 500 Millionen Euro netto zu erwarten. Der Autobauer hatte sein Engagement in der Rallye-WM bereits 2005 beendet.

Motorsport-Präsident Masuko: "Es tut mir leid"

Neben einer geplanten Gehaltskürzung der leitenden Angestellten von 40 Prozent fällt auch der Rallyesport den Kürzungen zum Opfer. 'Es ist sehr traurig und tut mir sehr leid für unsere Fans", sagte Mitsubishi-Motorsportpräsident Osamu Masuko: "Seit 2004 hatten wir schwere Zeiten und haben unser Engagement mit Kostenreduzierungen immer wieder fortgesetzt. Es tut mir weh, aber wir sind einfach nicht mehr in der Lage, dies weiterhin zu tun."

Fünfte Vollbremsung

Zuvor hatten bereits Suzuki und Subaru wegen der Finanzkrise ihren Rückzug aus der Rallye-WM erklärt. Dort sind in diesem Jahr werksseitig nur Markenchampion Citroen und Ford vertreten. Nach dem Ausstieg von Honda aus der Formel 1 und Kawasaki aus der Motorrad-WM bedeutete der Mitsubishi-Rückzug bereits die fünfte Vollbremsung im Motorsport innerhalb weniger Wochen.

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