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Le Mans: Peugeot beendet Audi-Siegesserie

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Le Mans  

Peugeot beendet Audi-Siegesserie in Le Mans

12.02.2010, 23:08 Uhr | sid

Peugeot entreißt Audi die Langstrecken-Krone von Le Mans. (Foto: AP)Peugeot entreißt Audi die Langstrecken-Krone von Le Mans. (Foto: AP) Peugeot hat die Siegesserie von Audi beim 24-Stunden-Spektakel von Le Mans gestoppt und dem deutschen Autobauer die Langstreckenkrone entrissen. Der überlegene Heim-Triumph der Franzosen mit Marc Gene, David Brabham und Alexander Wurz verdarb den Ingolstädtern ausgerechnet zum 100-jährigen Firmen-Jubiläum die erhoffte Jubelfeier an der Sarthe.

Fünf Runden hinter dem zweiten Peugeot musste sich das Audi-Vorzeigetrio mit Le-Mans-König Tom Kristensen, Rinaldo Capello und Allan McNish mit Rang drei begnügen. Unfälle und technische Probleme sorgten für eine verkorkste Premiere des neuen Audi-Renndiesels R15 TDI.

McNish: "Jede Siegesserie geht einmal zu Ende"

"Das Rennen ist zweifellos nicht so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben", sagte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich. "Jede Siegesserie geht einmal zu Ende. Aber was Audi in den vergangenen Jahren hier geleistet hat, ist unglaublich", sagte der Schotte McNish. Achtmal hatte Audi seit 2000 das legendäre Rennen auf dem "Circuit de la Sarthe" gewonnen und dabei zuletzt zweimal Herausforderer Peugeot düpiert.

Peugeot holt Entwicklungsrückstand auf

Diesmal aber gaben die Franzosen vor 236.800 Zuschauern von Beginn an das Tempo vor. "Die haben sich klar verbessert. Wir müssen herausfinden, was wir falsch gemacht haben", sagte der dänische Audi-Pilot Kristensen. Auch die Probleme mit Zuverlässigkeit und Verbrauch des 908 HDi, die den Audi-Rivalen im Vorjahr den Sieg kosteten, hatte Peugeot offenbar vor der 77. Le-Mans-Auflage gelöst.

Quesnel: "Mussten eine riesige Erwartungshaltung erfüllen"

Für die Werksfahrzeuge mit dem Löwen-Logo war es der dritte Sieg nach 1992 und 1993. "Gigantisch. Wir mussten eine riesige Erwartungshaltung erfüllen", gestand der neue Peugeot-Sportdirektor Olivier Quesnel, der den Tränen nahe war. "Ein Doppelerfolg ist fantastisch. Mehr konnten wir uns kaum erträumen." Vor dem Rennen hatte es Spekulationen gegeben, dass der Autobauer im Fall einer erneuten Pleite aus dem teuren Langstreckensport aussteigen könnte.

Wurz erlebt den besten Moment seiner Karriere

Doch die ehemaligen Formel-1-Piloten Gene (Spanien) und Wurz (Österreich) sowie der Australier Brabham, Sohn des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters Jack Brabham, fuhren nahezu fehlerfrei zum Sieg. Für Brabham und Gene war es der erste Le-Mans-Erfolg, Wurz gewann nach 1996 zum zweiten Mal. "Diese beiden Siege waren die besten Momente meiner Karriere", sagte Wurz.

Probleme mit der Aufhängung hindern Bourdais & Co.

Insgesamt umrundete das Trio den 13,629 Kilometer langen Kurs im Nordwesten Frankreichs 382 Mal und hatte damit eine Runde Vorsprung vor ihren Peugeot-Kollegen Sébastien Bourdais, Franck Montagny und Stephane Sarrazin. Ein Problem mit der Aufhängung hatte die drei Franzosen früh um die Siegchance gebracht.

Audi will "nächstes Jahr zurückschlagen"

Audi indes kämpfte mit dem schwierigen Fahrverhalten und den zu hohen Temperaturen des neuen Renndiesels. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech und VW-Boss Martin Winterkorn mussten ernüchtert mit ansehen, wie der R15 TDI immer weiter von den Peugeot distanziert wurde. Auch die geballte Erfahrung von Le-Mans-Rekordsieger Kristensen, McNish und Capello (Italien) konnte die Vorteile der Franzosen nicht wettmachen. "Ich bin überzeugt, dass wir nächstes Jahr zurückschlagen werden", sagte Audi-Chef Rupert Stadler.

Rockenfeller: "Wir sind alle riesig enttäuscht"

Für die anderen beiden Audi-Werkswagen war der Traum vom Sieg schon am Samstagabend geplatzt. Lukas Luhr beschädigte seinen Boliden bei einem Unfall schwer und durfte nicht mehr weiterfahren. "Wir sind alle riesig enttäuscht, denn in Le Mans nicht ins Ziel zu kommen, ist das Schlimmste für einen Rennfahrer", sagte Mike Rockenfeller, der mit Luhr und Marco Werner ein Team bildete. Ihre Audi-Kollegen Timo Bernhard, Romain Dumas und Alexandre Prémat (beide Frankreich) verloren viel Zeit bei Reparaturarbeiten in der Box und kamen mit 49 Runden Rückstand ins Ziel.

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