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Motorrad-WM: Jonas Folger und Stefan Bradl ohne Glück

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Motorrad  

Kein Glück beim Heim-Grand-Prix

19.07.2009, 15:02 Uhr | dpa, sid

Sandro Cortese war bester Deutscher beim Rennen auf dem Sachsenring. (Foto: dpa)Sandro Cortese war bester Deutscher beim Rennen auf dem Sachsenring. (Foto: dpa) Aus dem angestrebten Podestplatz oder gar dem ersten Heimsieg bei einem Motorrad-Grand-Prix seit 1996 wurde nichts. Deutschlands Spitzenfahrer fuhren auf dem Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal vor rund 200.000 Zuschauern entweder hinterher oder sahen erst gar nicht die Zielflagge. Sandro Cortese (Derbi) war als Sechster des Rennens bis 125 ccm bester Deutscher. Der 15 Jahre alte Shootingstar Jonas Folger und der letztjährige WM-Vierte Stefan Bradl (beide auf Aprilia) schieden nach Stürzen aus, blieben aber unverletzt.

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Simon baut WM-Führung aus

Der vom fünfmaligen Weltmeister Toni Mang betreute Gaststarter Marcel Schrötter (Honda) holte vom vierten Startplatz aus als achtbarer Zwölfter seine ersten vier WM-Punkte. Wildcard-Pilot Daniel Kartheininger (Honda) fuhr bei seiner WM-Premiere als 15. ebenfalls einen Zähler ein. Toni Finsterbusch (Honda) belegte Rang 21. Überlegener Sieger wurde der Spanier Julian Simon, der seine Führung in der Gesamtwertung auf den gestürzten Briten Bradley Smith (beide Aprilia) auf 31,5 Punkte ausbaute. In der WM-Wertung ist Cortese (55 Punkte) als Achter nun bester Deutscher. Folger (54) rutschte vom siebten auf den neunten Platz ab, Bradl (44) blieb Zehnter.

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Mit der Maschine unzufrieden

"Es war ein gutes Rennen nach dem durchwachsenen Wochenende", sagte Cortese, der von Startplatz 15 losgefahren war. Nachdem beim Qualifikationstraining heftiger Regen für eine schlechte Ausgangsposition gesorgt hatte, lief es auch bei besseren äußeren Verhältnissen nicht sonderlich gut für den Italo-Schwaben. Im Warm up klappte mit der Abstimmung der Derbi fast nichts, dann bauten die Reifen im Rennen in den ersten beiden Runden zudem keinen Grip auf.

Cortese fliegt Bradls Motorrad um die Ohren

"Zum Glück hat sich das dann gegeben, und ich konnte mithalten. Irgendwie bin ich jetzt schon happy, bester Deutscher zu sein. Ein Podestplatz wäre mir aber lieber gewesen", sagte Cortese. Allerdings war kurz vor Rennende auch der sechste Rang in Gefahr, denn in der 20. von 27 Runden stürzte Bradl, mit dem Cortese ein Verfolgerduo bildete. Die von der Leitplanke auf die Strecke zurückprallende Aprilia Bradls flog nur um Haaresbreite an Cortese vorbei. "Da hatte ich echt Glück", sagte dieser.

WM-Titel abgehakt

Bradl selbst, der sich bei dem Sturz kaum wehtat, war enttäuscht. "Das ist alles andere als erfreulich gewesen an diesem Wochenende. Ich habe erst zu denken begonnen, als ich im Kies lag. Es war eindeutig ein Fahrfehler von mir. Vielleicht hätte ich meine Erwartungen etwas zurückschrauben sollen", sagte er. Bradl hat den WM-Titel mittlerweile abgehakt, "über das nächste Jahr habe ich mir noch keine Gedanken gemacht". Er sei sich aber sicher, "dass man mich in der WM sehen wird".

Folger hält dem Druck nicht stand

Für Jonas Folger war der Sachsenring-Auftritt bereits in der 16. Runde beendet. "Mein Motorrad lag nicht gut, und dann bin ich beim Abbremsen weggerutscht", sagte der Aprilia-Pilot mit tränenerstickter Stimme. Sein WM-Heim-Debüt hatte sich der 15-Jährige, der in der WM bisher bester Deutscher war, anders vorgestellt. Doch der Druck von außen und innen war für ihn noch zu groß.

Schrötter kann Trainingsplatzierung nicht halten

So war Schrötter Zweitbester aus dem Gastgeberland. Er war mit einer Wildcard im Einsatz und hatte tags zuvor für Aufsehen gesorgt, als er im strömenden Regen in die erste Startreihe gefahren war. Den vierten Rang konnte er nicht halten, wurde Zwölfter und hofft nun auf weitere WM-Einsätze.

Superstar Valentino Rossi erneut vorn

In den beiden anderen Klassen erlebten die Fans großen Sport und feierten besonders Valentino Rossi, der das Rennen der Königsklasse MotoGP vor den beiden Spaniern Jorge Lorenzo und Daniel Pedrosa gewann. Es war der 101. Sieg des Italieners in seiner Grand-Prix-Karriere und der 159. Podestplatz. Damit zog er mit seinem legendären Landsmann Giacomo Agostini gleich und baute auch seine Führung im Gesamtklassement weiter aus. In der Viertelliter-Kategorie, die wie die MotoGP ohne deutsche Beteiligung über die Bühne ging, siegte Titelverteidiger Marco Simoncelli (Italien/Gilera) vor den spanischen Aprilia-Piloten Alex Debon und Alvaro Bautista. Der Japaner Hiroshi Aopyama verteidigte als Vierter die Führung im Gesamtklassement.

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