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Motorrad-WM: Deutscher Totalausfall im englischen Regenchaos

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Motorrad-WM - Donington  

Deutscher Totalausfall im englischen Regenchaos

26.07.2009, 18:28 Uhr | dpa, sid

Trügerische Ruhe vor dem Regenchaos in Donington. (Foto: Reuters)Trügerische Ruhe vor dem Regenchaos in Donington. (Foto: Reuters) Die missglückte Rückkehr von Oldie Ralf Waldmann hat einen schwarzen Sonntag für die deutschen Motorrad-Piloten besiegelt. Bei seinem Kurz-Comeback sah der 43-jährige Zweirad-Rentner beim Grand Prix von Großbritannien in der Viertelliterklasse ebenso wenig die Ziellinie wie zuvor das Teenager-Trio Stefan Bradl, Sandro Cortese und Jonas Folger bei den 125ern.

Beim Regenrennen von Donington Park ging Waldmanns Reifen-Poker schief. Der 20-malige Grand-Prix-Sieger schied nach neuneinhalb Minuten nach einem Sturz aus.

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Massensturz kegelt deutsches Teenager-Trio raus

Zuvor hatte Waldmann bei seinem WM-Comeback nach sieben Jahren an der Stätte seines letzten Grand-Prix-Sieges im Jahr 2000 mit ansehen müssen, wie die deutschen Youngster Opfer eines Massensturzes wurden. In der Klasse bis 125 ccm wurden Bradl, Cortese und Folger schon in Runde eins unverschuldet von ihren Maschinen geschubst, blieben aber unverletzt.

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Auch Rossi stürzt

Nach 13 von 25 Runden wurde das Rennen der Achtelliter-Kategorie wegen Regens abgebrochen, neu gestartet und auf fünf Runden verkürzt. Das Sprint-Rennen gewann der Spanier Julian Simon, der dadurch seine WM-Führung ausbaute. Gleiches gelang dem Japaner Hiroshi Aoyama mit dem Sieg in der Viertelliter-Klasse. In der MotoGP stürzte WM- Spitzenreiter Valentino Rossi, erkämpfte sich aber trotzdem Platz fünf. Sieger wurde sein italienischer Landsmann Andrea Dovizioso.

Elf Piloten an Karambolage beteiligt

"Es war eine Katastrophe. Mir fehlen die Worte. Wir bremsen auf die Schikane an, ich lege das Motorrad um, und da räumt mich der Iannone ab, aber der konnte ja auch nichts dafür", berichtete der 19-jährige Bradl über das Chaos, "ich wollte dann noch weiterfahren, aber es war alles abgebrochen auf der linken Seite." Inklusive des Italieners Andrea Iannone und des deutschen Trios waren insgesamt elf Piloten in die Karambolage verwickelt. "In der Schikane habe ich nur noch Motorräder vor mir gesehen und konnte nicht mehr ausweichen", sagte der 19 Jahre alte Cortese, dem unmittelbar vor dem Start auch noch eine Biene hinters Helmvisier geflogen war.

Folger völlig außer sich

Während Bradl und Cortese vergleichsweise gelassen auf das Sturzpech reagierten, war Folger völlig außer sich. Der Tscheche Karel Pesek war dem 15-Jährigen in die Maschine gerutscht und hatte sich den Zorn des Teenagers zugezogen. "Man muss ein bisschen mit Köpfchen fahren", wetterte Folger in Richtung Pesek.

Zu hoch gepokert

Als die jungen Wilden noch mit dem Schicksal haderten, sollte die Stunde des Altmeisters schlagen. Waldmann, der 2000 nach einem Reifen-Poker in Donington gewonnen hatte, setzte auf Routine. Beim Abschied der Motorrad-WM aus Donington Park, die im Tausch mit der Formel 1 im kommenden Jahr nach Silverstone umzieht, war der Obinger im Viessmann Kiefer Racing Team als Ersatzpilot für den verletzten Wladimir Leonow gestartet - und hatte wieder gepokert. Als einziger Pilot ging er beim Regenrennen mit Intermediate-Pneus auf den Kurs. Doch das Glück verließ ihn. "Der Poker wäre aufgegangen", sagte Teamchef Stefan Kiefer und bedauerte Waldmanns Ausfall.

Waldmann "kann vom Motorrad nicht lassen"

In der Vorwoche hatte Waldmann zuletzt eine Probe seines Könnens gegeben. Auf dem Sachsenring hatte er im Rahmen des Deutschland-Grand-Prix eine neue MZ vorgestellt. Waldmann hatte gemeinsam mit seinem ehemaligen Renn-Kollegen Martin Wimmer das Motorrad- und Zweiradwerk Zschopau gekauft. "Man kann vom Motorrad nicht lassen, wenn man davon so verseucht ist wie ich", meinte Waldmann, der seinen WM-Auftritt für eine Werbeoffensive nutzte.

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