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DTM: Timo Scheider wird Zweiter in Brands Hatch

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DTM  

Timo Scheider baut Vorsprung aus

12.02.2010, 23:12 Uhr | sid

Timo Scheider fährt im Mercedes auf Platz zwei. (Foto: imago)Timo Scheider fährt im Mercedes auf Platz zwei. (Foto: imago) Der große Gewinner im Titelkampf der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) heißt Timo Scheider. Nach seinem zweiten Platz hat der Audi-Pilot mit 43 Punkten nun fünf Zähler Vorsprung auf seinen schwedischen Markenkollegen Mattias Ekström und sogar neun auf den Briten Gary Paffett im Mercedes. Den Sieg holte sich bei seinem Heimspiel in Brands Hatch der Brite Paul di Resta.

Für Mercedes-Sportchef Norbert Haug war Di Restas Sieg ein ideales Jubiläums-Geschenk: Er trug zum 250. Mal bei einem Rennen mit DTM-Autos die Verantwortung. Zudem war es für Mercedes der 150. Sieg. Die Attraktion beim vierten DTM-Gastspiel in Brands Hatch war jedoch Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton.

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Di Resta und Hamilton sind Freunde

Hamilton gab vor dem Rennen bereits zahlreiche Interviews und Autogramme und freute sich am Ende über Di Restas Sieg. "Als wir zwölf waren, sind wir immer zusammen Rennen gefahren. Das sind schöne Erinnerungen", sagte der Formel-1-Weltmeister. Sein Kumpel Di Resta war überglücklich: "Das war ein gutes Rennen. Heute hätte uns niemand schlagen können."

Scheider zeigt sich zufrieden

Doch auch Scheider war mehr als zufrieden. "Das Ziel war, vor Mattias und Gary ins Ziel zu kommen, das hat geklappt, obwohl es ein schwieriges Rennen war und die Boxenstopps alles andere als gut waren", sagte der 30-Jährige.

Ekström gibt sich nicht geschlagen

Ekström hat drei Rennen vor dem Saisonende den Kampf um den Titel noch nicht aufgegeben. "Bis zum letzten Rennen ist immer alles möglich", sagte der Schwede. Paffett dagegen war geknickt: "Jetzt wird es ganz schwierig."

Gutes Ergebnis für Audi

Da in Martin Tomczyk ein weiterer Audi-Pilot Rang drei belegte, hatte auch Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich gute Laune. "Mit dem Ergebnis können wir gut leben", sagte er: "Paul ist ein perfektes Rennen gefahren, aber wir haben das Beste für Audi rausgeholt. Das war auch gut für die Meisterschaft."

Norbert Haug zwischen Frust und Freude

Mercedes-Sportchef Haug war bei der Analyse zwischen großer Freude und Frust hin- und hergerissen. "Der Sieg ist super. Paul und seine C-Klasse waren hier eine Klasse für sich", sagte Haug: "Wir waren dank unserer Strategie und unserem Speed in der Lage, hier ganz groß mit einem Mercedes-Podium abzuräumen - leider hat das wegen Rempler und Boxenstopps nicht geklappt."

Erste Pole für Di Resta

Der 23 Jahre alte Di Resta war erstmals in seiner Karriere von der Pole Position ins Rennen gegangen und behauptete seine Spitzenposition auch nach dem Start. Der Kurs ist mit 1,929 Kilometern Länge der kürzeste im DTM-Kalender, dafür wurden 90 Runden gefahren - so viele wie noch nie in der neuen DTM. Bis 19 Runden vor dem geplanten Ende blieb das Rennen ohne große Vorkommnisse, dann überschlugen sich die Ereignisse.

Lauda verursacht Unfall

Nach 74 Umläufen - Di Resta hatte gerade mit 6,5 Sekunden einen scheinbar unaufholbaren Vorsprung herausgefahren - verursachte der Österreicher Mathias Lauda mit seinem Mercedes einen Unfall und damit eine lange Safety-Car-Phase bis zur Bergung des Autos. Der Sohn des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters Niki Lauda blieb aber unverletzt. Zwölf Runden vor Ende kam es zu weiteren Unfällen von Tom Kristensen und Markus Winkelhock, auch Ralf Schumacher und Marco Engel knallten zusammen, das Safety Car musste erneut ausrücken.

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