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Motorrad-WM  

Simon ist Weltmeister

18.10.2009, 12:03 Uhr | sid

Champagner-Dusche für Weltmeister Simon (Foto: Reuters)Champagner-Dusche für Weltmeister Simon (Foto: Reuters) Im vergangenen Jahr wurde Julian Simon noch mitleidig belächelt, als er im australischen Phillip Island nach einer verkorksten Saison in der Viertelliterklasse einen Vertrag in der 125er-Klasse unterschrieb. Doch ausgerechnet am Ort der "Schmach" feierte der Spanier mit seinem fünften Saisonsieg den WM-Titel in der Klasse bis 125 ccm und damit seinen größten Triumph. Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die deutschen Piloten.

"Jetzt bin ich Weltmeister, das ist unglaublich und irgendwie verrückt. Ich bin einfach nur sehr, sehr glücklich", sagte der 22-Jährige Aprilia-Pilot mit Tränen in den Augen. Direkt neben dem neuen Champion stand Sandro Cortese (Derbi) als Drittplatzierter auf dem Podest. Auch der 19-jährige Schwabe genoss die Champagner-Dusche ausgiebig und war "sehr glücklich". Mit dem zweiten Podiumsplatz in Folge nach Rang zwei in Estoril lieferte der WM-Siebte weiter gute Argumente für den noch nicht ganz sicheren Verbleib in der WM.

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Bradl am Boden zerstört

Der letztjährige WM-Vierte Stefan Bradl hat dagegen bereits den Aufstieg in die neue Moto2 sicher, war nach dem erneuten Ausfall aber am Boden zerstört. "Das war mein Fehler, und deshalb tut mir es auch für mein Team leid", sagte der 19-Jährige nach dem Sturz in der dritten Runde sichtlich geknickt, versprach aber: "Wir werden den Kopf nicht hängen lassen. In so einer Situation ist es nicht leicht, die Motivation oben zu halten, aber das Team steht hinter mir, und wir werden in den letzten Rennen alles tun, damit wir noch Erfolge feiern können."

Folger wieder nicht unter den Top Ten

Fünf Ausfälle hat Bradl als WM-Neunter nun schon zu verzeichnen, mehr als jeder andere Pilot in den Top Ten. Abwärts zeigt auch die Formkurve von Jonas Folger. Der 16 Jahre alte Shootingstar der ersten Rennen wurde in Australien 14. Bei den letzten sieben Läufen fuhr er nur als Neunter in San Marino unter die ersten Zehn.

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Rossi vor Titelgewinn

In der MotoGP könnte derweil eine Vorentscheidung zugunsten des achtmaligen Weltmeisters Valentino Rossi (Italien/Yamaha) gefallen sein. Nachdem sein Teamkollege und Rivale Jorge Lorenzo (Spanien) ausgeschieden war, ging der Superstar der Szene kein Risiko ein und fuhr Rang zwei hinter dem Australier Casey Stoner (Ducati) sicher nach Hause. Bei 38 Punkten Vorsprung würde Rossi nächste Woche in Malaysia ein vierter Platz zum neunten Titel reichen. Stoner feierte im zweiten Rennen nach wochenlanger Pause wegen seiner Blutarmut den dritten Heimsieg in Folge.

Simoncelli holt weiter auf

Der Kampf um den letzten Titel der 250er-Klasse ist unterdessen spannender denn je. Titelverteidiger Marco Simoncelli (Italien/Gilera) hat nach seinem sechsten Saisonsieg nur noch zwölf Punkte Rückstand auf den Japaner Hiroshi Aoyama (Honda), der in Australien nur Siebter wurde. Simoncelli, der die ersten beiden Rennen verletzt verpasst hatte, wird in Italien schon als legitimer Nachfolger Rossis gepriesen.

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