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DTM: Zweiter Titel in Folge für Audi-Pilot Timo Scheider

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DTM  

Zweiter Titel in Folge für Timo Scheider

12.02.2010, 22:08 Uhr | sid, dpa

Timo Scheider hat seinen Titel erfolgreich verteidigt. (Foto: imago)Timo Scheider hat seinen Titel erfolgreich verteidigt. (Foto: imago) Timo Scheider hat seinen Titel im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) verteidigt. Dem Audi-Pilot reichte beim zehnten und letzten Saisonlauf auf dem Hockenheimring ein zweiter Platz hinter Verfolger Gary Paffet (Großbritannien) im Mercedes, um seinen Vorjahressieg zu wiederholen.

Mit 64 Punkten rettete Scheider noch einen Vorsprung von fünf Zählern auf den DTM-Champion von 2005 ins Ziel.

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Historischer Erfolg für Audi

Der Audi-Pilot verteidigte als erster Fahrer seit Rekordchampion Bernd Schneider 2001 seinen Titel erfolgreich und bescherte seinem Arbeitgeber sogar den historischen Hattrick. Drei Titel in Folge - 2007 hatte der Schwede Mattias Ekström gewonnen - gab es in der 36-jährigen DTM-Geschichte noch nie.

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Scheider dankt seinem Team

Unmittelbar nach der Zieldurchfahrt flossen bei Timo Scheider unter dem Helm die Tränen. "Ihr seid das beste Team, das man sich vorstellen kann. Vielen Dank, dass ihr mich zu dem gemacht habt, was ich jetzt bin", sagte der emotional sehr bewegte 30-Jährige über den Boxen-Funk. Faire Geste: Auf der Auslaufrunde stellten die beiden Titelrivalen Scheider und Paffett ihre Autos ab und gingen Arm in Arm zu den Fans und ließen sich feiern.

Paffett geht früh in Führung

Scheider hatte einen glänzenden Start erwischt und war vor der ersten Kurve schon neben seinem Teamkollegen Mattias Ekström, der auf der Pole Position gestanden hatte. Doch der Schwede machte Scheider die Tür zu, sodass der Titelverteidiger hinter Paffett zunächst Dritter blieb. In der zweiten Kurve schob sich Paffett dann sogar mit einem Überraschungsangriff an Ekström vorbei und übernahm die Spitze.

Glock drückt Scheider die Daumen

Ekström, Champion von 2007, konterte zwar erfolgreich in Runde drei, klagte danach aber über Probleme mit seinem Kühler, den er sich beim ersten Zweikampf mit Paffett beschädigt hatte. Nach der fünften Runde musste "Eki" aufgeben. Paffett übernahm die Spitze vor Scheider, dem vor dem Rennen noch Formel-1-Pilot Timo Glock viel Glück gewünscht hatte. "Ich drücke Timo die Daumen, da wir uns schon lange kennen", sagte Glock, der nach seiner Zwangspause wegen des Unfalls in Suzuka am kommenden Wochenende in Abu Dhabi sein Comeback in der Königsklasse geben will. Paffett erhielt bei Mercedes moralische Unterstützung von den früheren Silberpfeil-Piloten Mika Häkkinen und David Coulthard sowie dem dreimaligen Wimbledon-Sieger Boris Becker.

Vier Siege reichen nicht zum Titel

Scheider war erst im vorigen Jahr in die DTM-Siegspur eingebogen, nachdem er zuvor bei Opel und Audi 75 Rennen lang auf den ersten Erfolg gewartet hatte. Am Ende der Saison holte er dann aber den Titel und hielt auch 2009 sein hohes Niveau. Paffett war 2005 schon einmal Champion in der DTM, wollte danach aber in die Formel 1 aufsteigen. Zu mehr als Testfahrten für McLaren-Mercedes reichte es aber nicht, sodass der Brite 2007 in die DTM zurückkehrte. Nach zwei Jahren im Jahreswagen, wo er sogar einen Sieg feierte, wurde er in dieser Saison wieder in ein aktuelles Auto befördert und bedankte sich mit insgesamt vier Siegen, was aber dennoch nicht zum zweiten Titel reichte.

Ralf Schumacher enttäuscht

Zwar dominierte Paffett nach Ekströms Ausfall das Rennen in Hockenheim und blieb bei beiden Pflichtboxenstopps vor Scheider. Der aber fuhr als Zweiter den Titel locker nach Hause. Sogar Platz fünf im badischen Motodrom, das am ganzen Wochenende 155.000 Zuschauer besuchten, hätte ihm zur erfolgreichen Titelverteidigung genügt. Für den früheren Formel-1-Piloten Ralf Schumacher endete sein erstes Jahr im aktuellen Mercedes mit einer weiteren Enttäuschung. Nach einer Berührung mit Konkurrenten in der ersten Runde flog an seiner C-Klasse die Motorhaube weg und riss die Elektrik-Box mit ab. "Da ist dann der Motor ausgegangen", sagte Schumacher, der noch nicht endgültig entschieden hat, ob er der DTM auch 2010 treu bleibt.

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