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DTM: Jamie Green siegt auf dem Norisring vor Mattias Ekström

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DTM  

Green hält Ekström in Schach

05.07.2010, 12:47 Uhr | sid, dpa, sid, dpa

DTM: Jamie Green siegt auf dem Norisring vor Mattias Ekström. Jamie Green gewinnt den DTM-Lauf auf dem Norisring. (Foto: imago)

Jamie Green gewinnt den DTM-Lauf auf dem Norisring. (Foto: imago)

Der Brite Jamie Green hat zum dritten Mal nacheinander das DTM-Rennen auf dem Norisring gewonnen und damit die eindrucksvolle Mercedes-Serie beim Heimspiel von Konkurrent Audi verlängert. Der 28-Jährige hielt in der Schlussphase des 4. Laufs Audi-Pilot Mattias Ekström hinter sich. Dritter wurde der in der Gesamtwertung führende Green-Markenkollege Bruno Spengler. Der Kanadier baute damit seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Mit 32 Punkten liegt er jetzt zehn Zähler vor dem neuen Zweiten Green (22), Dritter ist Ekström (21).

Ralf Schumacher fährt zu früh los

Enttäuschend endete das Rennen für Ralf Schumacher, der sich die Pole Position für den vierten Saisonlauf gesichert hatte. Nach einem Frühstart und einer Durchfahrtsstrafe landete er nur auf Platz 11. Audi muss nach dem zweiten Platz von Ekström weiter auf den ersten Sieg auf dem Stadtkurs unweit von Ingolstadt seit 2002 warten. Ekström verhinderte Greens Hattrick nicht. Als der frühere Formel-1-Pilot Schumacher, der beim Saisonhöhepunkt der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft sensationell seine erste Pole Position geholt hatte, nach sechs Runden zur Durchfahrtstrafe durch die Boxengasse rollte, übernahm Green die Führung und behauptete sie bis ins Ziel.

Green hält Ekström in Schach

In den letzten Runden wehrte er auch alle Angriffe von Ekström ab. "Das war nicht leicht, Mattias war mir dicht auf den Fersen. Auf dieser Strecke kann man leicht einen Fehler machen", sagte der 28-Jährige nach seinem insgesamt sechsten DTM-Sieg, den er seiner Freundin Ginny widmete, die er am 14. Juli heiraten wird. "Drei Siege in Folge sind doch ein schönes Geschenk zur Hochzeit", sagte Green, der auch tröstende Worte für Schumacher fand. "Ich hatte gleich den Eindruck, dass es ein Frühstart war. Er hatte dann noch einmal kurz gestoppt und sich keinen Vorteil verschafft, aber so sind die Regeln. Es tut mir leid für ihn."

Schumacher verdirbt sich mögliche Podium-Platzierung

Schumacher, der nach dem Rennen zunächst alle Interviews ablehnte und zur Rennleitung stürmte, waren drei Zehntelsekunden zum Verhängnis geworden. Genau um diesen Wimpernschlag war "Schumi II", der vier Tage vor dem Rennen 35 Jahre alt geworden war, in seinem 25. DTM-Rennen zu früh losgerollt. Die Durchfahrtstrafe warf ihn dann auf den 18. und letzten Platz zurück, von wo er unter anderem mit der schnellsten Rennrunde während seiner Aufholjagd bis auf Rang elf zeigte, dass zumindest eine Platzierung unter den ersten Drei durchaus möglich gewesen wäre. "Er war sauschnell unterwegs und ein echter Siegkandidat", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Bislang ist der fünfte Platz 2009 in Dijon Schumachers beste Platzierung. Sein bestes Resultat in der Qualifikation kam sehr überraschend, nachdem der Kerpener zuvor in dieser Saison gerade im Kampf um die besten Startplätze große Probleme hatte. "Die Strecke liegt mir gut, aber über die Pole Position bin ich selbst überrascht", sagte Schumacher. Doch Haug lobte den Routinier. "Er hat als einziger der letzten Vier keinen Fehler gemacht", sagte der Mercedes-Sportchef, der sich dann über Greens Erfolg freute: "Drei Siege mit ein und demselben Auto, so einen Hattrick hat es noch nie gegeben."

Begeisterndes Rennen

Der drittplatzierte Spengler bilanzierte: "Ich bin nicht enttäuscht, es sind sechs wichtige Punkte. Für die Meisterschaft sieht es jetzt ganz gut aus." Ekström (21) machte lediglich zwei Zähler auf Spengler gut. "Ein bisschen Enttäuschung darf doch sein", sagte der Schwede, nachdem er in den letzten Runden keinen Weg an Green vorbei gefunden hatte: "Natürlich hätte ich für unsere Fans gerne den Sieg nach Hause gebracht." Sein Teamchef Hans-Jürgen Abt war dennoch zufrieden. "Das war ein geiles Rennen, schade, dass es nicht geklappt hat. Aber so ist Racing." Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich erklärte: "Wir haben das Maximum rausgeholt, es ist wichtig, dass wir wieder da sind."

Zusätzliches Rennen in Adria vorgesehen

Zumal die Saison noch lang ist und möglicherweise sogar noch um ein Rennen erweitet wird. Die DTM-Dachorganisation ITR plant, am 31. Oktober im italienischen Adria die große Lücke zwischen den Läufen in Hockenheim (17. Oktober) und Shanghai (28. November) zu schließen.

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