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Motorrad-WM: Bradl "hätte tot sein können"

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Schrecksekunde für Bradl: "Ich hätte tot sein können"

18.07.2010, 12:23 Uhr | sid, sid

Motorrad-WM: Bradl "hätte tot sein können". Stefan Bradl gibt sein Comeback auf dem Sachsenring. (Foto: imago)

Stefan Bradl gibt sein Comeback auf dem Sachsenring. (Foto: imago)

Als Stefan Bradl zurück in der Box war und das Rennen Revue passieren ließ, steckte ihm der Schreck noch immer in den Gliedern. "Ich hätte tot sein können", sagte der Motorrad-Pilot, nachdem er beim Heim-Grand-Prix am Sachsenring einen schweren Sturz vor über 100.000 Fans gerade noch hatte verhindern können. "In der Bergab-Passage ist das Hinterrad bei 220 km/h abgegangen. Ich konnte die Maschine gerade noch abfangen", erklärte der 20-Jährige.

Für das Highlight aus deutscher Sicht sorgte Sandro Cortese. Der 20-Jährige fuhr bei den 125ern als Dritter über den Zielstrich und umkurvte dann den Sachsenring mit der Deutschland-Fahne. "Es ist ein fantastisches Gefühl, wieder auf dem Podium zu stehen. Wir hatten ein großartiges Wochenende", sagte der Derbi-Pilot nach dem besten Ergebnis der laufenden Saison. Marcel Schrötter (Honda) und Jonas Folger (Aprilia) verzockten sich bei der Entscheidung für Regenreifen und landeten nach ihrer Doppelführung bis zur fünften Runde nur auf den Plätzen 14 und 16.

Superstar Rossi mit eindrucksvollem Coemback

Das Renn-Comeback von Valentino Rossi elektrisierte die Fans am Sachsenring. Und der MotoGP-Weltmeister sorgte wie immer für beste Unterhaltung. Sechs Wochen nach seinem Sturz von Mugello, als der 31-Jährige einen offenen Schienbeinbruch erlitten hatte, kämpfte der gehandicapte Rossi in der Königsklasse verbissen und kam am Ende doch nur auf den vierten Platz. Kurz vor dem Ziel musste Rossi den Australier Casey Stoner im Kampf um Rang drei passieren lassen. Wildcard-Starter Daniel Kartheininger fuhr überraschend auf den zehnten Platz.

Arne Tode sauer nach Sturz: "Scheiße!"

Bradl wurde in der Moto2-Klasse Neunter, konnte nach dem vermiedenen Abflug mit der Platzierung aber gut leben. "Top 10 war mein Ziel. Ich habe riskiert, riskiert, riskiert, konnte das Tempo aber nicht mehr mitgehen", sagte Bradl. Eine Enttäuschung erlebte beim Heimrennen dagegen Arne Tode. Der Lokalmatador, der im Qualifying mit dem zweiten Platz überrascht hatte, musste sich nach einem Sturz mit Rang 27 zufrieden geben und war nach der verpassten Chance bedient. "Ich bin tierisch enttäuscht. Was soll ich sagen? Scheiße! Mein Problem waren die letzten beiden Kurven, da wurde ich häufig überholt", sagte der WM-Neuling.

Rossi träumt noch vom Titel

Im Kampf um den MotoGP-Titel, den Superstar Rossi trotz vier Rennen Zwangspause noch nicht abgeschrieben hat, wurde der Rückstand zur Spitze größer. Rossis Yamaha-Teamkollege Jorge Lorenzo, der die drei Rennen vor dem Deutschland-GP allesamt für sich entschieden hatte, kam hinter seinem spanischen Landsmann Dani Pedrosa auf den zweiten Platz. Lorenzo führt das Klassement mit 185 Punkten vor Pedrosa (133) an, Rossi hat 74 Zähler auf dem Konto.

Marquez fährt fünften Sieg in Folge ein

In der Achtelliter-Klasse setzte der Spanier Marc Marquez seine Erfolgsserie fort. Der 17-Jährige feierte seinen fünften Sieg in Folge und baute die Führung in der WM-Wertung aus. Den zweiten Platz holte der Japaner Tomoyoshi Koyama vom Racing Team Germany. Auch in der Moto2 setzte sich der WM-Spitzenreiter durch. Der Spanier Toni Elias gewann vor Andrea Iannone aus Italien.

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