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Motorrad: Folger wird Vierter in Brünn

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Folger wird Vierter in Brünn

15.08.2010, 17:01 Uhr | dpa, dpa

Motorrad: Folger wird Vierter in Brünn. Großer Erfolg in Brünn: Jonas Folger. (Foto: dpa)

Großer Erfolg in Brünn: Jonas Folger. (Foto: dpa)

Jonas Folger ist zurück. Zwei Tage nach seinem 17. Geburtstag beschenkte sich der Bayer selbst und kam beim Motorrad-WM-Lauf von Tschechien in Brünn in der 125-Kubikzentimeter-Klasse auf Rang vier. In der Box wurde der Aprilia-Pilot von seinen Eltern erwartet und vom gesamten Team überschwänglich gefeiert.

Dagegen erlebte Sandro Cortese, am Sachsenring noch umjubelter Dritter, einen rabenschwarzen Tag. Als 16. zog der Mitfavorit sogar völlig ohne WM-Punkte von dannen. In der Moto II atmete Stefan Bradl erleichtert auf, nachdem er, von Startplatz 20 ins Rennen gegangen, Neunter geworden war.

Lorenzo-Show geht weiter

Die Serie der spanischen Erfolge setzte sich auch in Brünn fort. In der Achtelliter-Klasse kam Nicolas Terol auf Aprilia zu einem überzeugenden Sieg mit über 20 Sekunden Vorsprung. In der Moto II war der WM-Führende Toni Elias nicht zu schlagen und das Rennen der Königsklasse MotoGP gewann Jorge Lorenzo. Der Yamaha-Pilot führt die WM-Wertung mittlerweile mit 77 Punkten Vorsprung an. Sein Teamkollege, Superstar Valentino Rossi, wurde Fünfter und gab seinen Abschied von Yamaha bekannt.

"Zum Glück hatten wir die richtigen Reifen", sagte Folger nach einer wahren Nervenschlacht erleichtert. Unmittelbar vor dem Start hatte es begonnen zu regnen, so dass noch in der Startaufstellung von Trocken- auf Regenreifen gewechselt werden musste. In dieser Hektik hatte Folger bereits wie abwesend neben seiner Aprilia gestanden und diese Konzentration auch im Rennen gehalten. "Es war schwierig mit den Top-Leuten mitzufahren. Dann habe ich mich an den Spanier Rabat gehalten. Zwar konnte ich ihn nicht halten, aber ich habe mich bis zum Schluss an ihm orientiert. Die Top Ten sind nun für den weiteren Saisonverlauf immer mein Ziel."

Bradl mit in der Moto II zufrieden

Cortese dagegen musste sich beherrschen. "Es war eine einzige Katastrophe heute. Erst die Hektik am Start, dann habe ich keinen Rhythmus gefunden und am Ende war auch noch der Reifen hin. Ich war machtlos. Nun muss ich das ganz schnell vergessen und wieder 100 Prozent zeigen", sagte der Berkheimer Derbi-Pilot, der auch noch hinter Marcel Schrötter gelandet war, der als 13. das Ziel erreichte.

In der Moto II gab es für Bradl nach einem schwachen Qualifikationstraining einen gelungenen Wettkampf. "Der Start war okay, ich hatte guten Speed und da ich meinen Fahrstil reifenschonend umgestellt habe, hat es geklappt. Ich bin sehr zufrieden", sagte Bradl. Arne Tode, von Rang acht gestartet, landete bereits in der ersten Runde im Kies und schied aus.

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