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Motorrad-WM: Tomizawa stirbt nach Unfall

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Tomizawa verunglückt tödlich

05.09.2010, 14:36 Uhr | sid, dpa, sid, dpa

Motorrad-WM: Tomizawa stirbt nach Unfall. Shoya Tomizawa verunglückt beim Großen Preis von San Marino der Motorradfahrer und verstirbt kurze Zeit später. (Foto: imago)

Shoya Tomizawa verunglückt beim Großen Preis von San Marino der Motorradfahrer und verstirbt kurze Zeit später. (Foto: imago)

Der Große Preis von San Marino zur Motorrad-WM ist von einem tödlichen Unfall überschattet worden. Der japanische Pilot Shoya Tomizawa war bei dem im italienischen Misano ausgetragenen Moto2-Rennen bei Höchstgeschwindigkeit gestürzt und wurde von zwei folgenden Motorrädern überrollt. Der 19-Jährige erlag wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Tomizawas Hinterrad war plötzlich ausgebrochen, was zum Sturz führte. Während er über den Asphalt rutschte, wurde er von Alex de Angelis und Scott Redding überfahren und blieb schließlich reglos liegen. Er erlitt Frakturen am Oberkörper und einen Schädelbruch, zudem traten schwere innere Blutungen auf. Nach einem Herzstillstand wurde Tomizawa an der Strecke zunächst wiederbelebt, doch die Ärzte konnten sein Leben nicht retten. Es war der erste Todesfall in der Motorrad-WM seit dem 20. April 2003. Damals war der Japaner Daijiro Kato gestorben, der zwei Wochen zuvor in Suzuka schwer verunglückt war. Tomizawa fuhr seit 2006 in der Motorrad-WM, in der laufenden Saison hatte er beim Großen Preis von Katar seinen ersten Sieg gefeiert.

Nachfolgende Fahrer können nicht ausweichen

De Angelis, dessen Maschine Tomizawa erfasst hatte, war völlig schockiert. "Das war der schlimmste Sturz meiner Karriere. Ich habe alles versucht, um nur das Motorrad und nicht ihn zu erwischen", sagte der frühere Vize-Weltmeister mit zitternder Stimme. Auch Superstar Valentino Rossi war schockiert. "Wenn so etwas passiert, ist alles andere nicht mehr wichtig. Er war ein sympathischer Fahrer. Ich habe gehofft, es wären nur schwere Verletzungen", sagte der neunmalige Weltmeister aus Italien. Stefan Bradl bezeichnete Tomizawa als einen "sehr lustigen und lebensfrohen Menschen. Ein gar nicht typischer Japaner, eher ein europäischer. Er hat immer viel Spaß gehabt und viel Spaß gemacht. Und er war ein sehr schneller Rennfahrer."

Bereits im Alter von drei Jahren war Tomizawa auf Mini-Bikes gefahren, seit 2006 fuhr er in der Motorrad-WM. Zum Auftakt der laufenden Saison hatte er beim Großen Preis von Katar, der Premiere der Moto2-Klasse, seinen ersten Sieg gefeiert. Danach hatte der Japaner noch selbst gesagt, wie gefährlich der Motorrad-Sport ist: "In einem Rennen kann so viel passieren, man kann ganz schnell schwer stürzen." Bereits im dritten Rennen der laufenden Saison war er in Le Mans gestürzt, der Crash verlief jedoch glimpflich. Erst in der vergangenen Woche war der 13 Jahre alte US-Nachwuchsfahrer Peter Lenz im Rahmenprogramm des Großen Preises der USA in Indianapolis tödlich verunglückt.

Bradl kann sich über Platz fünf nicht freuen

Das Rennen war trotz des Unfalls fortgesetzt worden. Es gewann der Spanier Toni Elias, dem nach seinem sechsten Saisonsieg der Weltmeistertitel kaum noch zu nehmen ist. Beim vierten Erfolg hintereinander verwies er seinen Landsmann Julian Simon und den Schweizer Thomas Lüthi auf die weiteren Plätze. Bradl fuhr sein bestes Saisonergebnis ein. Der 20-Jährige belegte Platz fünf, nachdem er nach technischen Problemen nur von Position 17 aus das Rennen aufgenommen hatte. Doch diese Platzierung war ihm nach Bekanntwerden des Todes Tomizawas "völlig egal". Wie alle anderen Piloten nahm er die Nachricht mit großer Bestürzung zur Kenntnis. "Das ist, wie wenn ein Familienangehöriger stirbt", sagte Bradl.

Cortese verpasst knapp das Podest

In der 125-Kubikzentimeter-Klasse gewann der Spanier Marc Marquez. Der Derbi-Pilot baute mit seinem sechsten Saisonsieg seine Führung im WM-Klassement auf neun Punkte vor dem diesmal Zweitplatzierten Nicolas Terol auf Aprilia aus. Rang drei sicherte sich Derbi-Pilot Evren Vasquez und machte damit den spanischen Dreifach-Erfolg perfekt. Sein Markenkollege Sandro Cortese verlor den Kampf um Platz drei in der letzten Kurve und wurde Fünfter. Jonas Folger belegte Platz elf, Marcel Schrötter kam als 17. ins Ziel.

In der Königsklasse MotoGP setzte sich ebenfalls ein Spanier durch. Daniel Pedrosa schaffte auf seiner Honda den zweiten Sieg hintereinander. Auf Platz zwei verwies Pedrosa seinen Landsmann Jorge Lorenzo, der damit die WM-Gesamtwertung weiterhin unangefochten anführt. Rang drei sicherte sich Titelverteidiger Rossi.

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