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Rallye Dakar: Sex-Skandal im VW-Team?

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Schwere Vorwürfe gegen VW-Motorsportchef Nissen

03.01.2011, 08:20 Uhr | sid, sid

Rallye Dakar: Sex-Skandal im VW-Team?. Wirbel um Kris Nissen (Foto: imago)

Wirbel um Kris Nissen (Foto: imago)

Unmittelbar vor dem Start der Rallye Dakar wird das VW-Team von einem vermeintlichen Sex-Skandal erschüttert. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, untersucht der VW-Konzern schwerwiegende Vorwürfe der sexuellen Nötigung gegen seinen Motorsport-Direktor Kris Nissen. Das bestätigte ein ranghoher VW-Mann am Neujahrstag. Zudem soll noch wegen anderer Vorwürfe gegen Nissen intern ermittelt werden.

Nissen und die gesamte VW-Mannschaft erreichte die Meldung in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires, wo heute die Rallye Dakar startet. Ob der 50-jährige Nissen bis zum Ende der Veranstaltung am 16. Januar Motorsport-Direktor des Wolfsburger Autobauers bleibt, steht derzeit noch nicht fest. Laut Stefan Moser, Leiter Marketing und Kommunikation, ist es "Stand heute", dass Volkswagen die Dakar mit Nissen zu Ende fährt. "Kris Nissen wird erstmal hier bleiben", sagte Moser: "Danach wird die Angelegenheit zu Hause geklärt."

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Bei VW ist Eile geboten

Moser sagte allerdings auch: "Sollten die Vorwürfe so schlimm sein, müssten wir sofort Handeln." In der VW-Zentrale scheint Eile geboten. Es wird deshalb noch bis Montag mit einer Entscheidung gerechnet, also bevor die Dakar so richtig ins Rollen kommt. Spekulationen zufolge könnte Nissen bis zur endgültigen Klärung des Falles sein Amt ruhen lassen.

Frau an die Brust gefasst?

Laut Focus geht es um Vorfälle nach dem Formel-3-Saisonfinale im November in Macau. Dort soll Nissen in der Hotelbar einen weiblichen Gast beleidigt und an die Brust gefasst haben. Außerdem sei der frühere DTM-Pilot noch gegen einen Audi-Mitarbeiter handgreiflich geworden, nachdem der sich weigerte, ihm ein Bier zu zahlen.

Thörner: Sollte Nissen zwischen die Beinen greifen

Auch die schwedische Rallye-Co-Pilotin Tina Thörner hat sich an den VW-Konzern-Vorstand gewandt. Als sie noch bei VW unter Vertrag war, habe Nissen sie dazu aufgefordert, ihm zwischen die Beine zu fassen, „um zu spüren, was ein echter Kerl dazwischen hat“. Thörner sagte Focus: "Für kein Geld der Welt hätte ich weiter mit Nissen gearbeitet, so wie er mich behandelte."

Beschuldigter schweigt

Auch Deutschlands bekannteste Rallye-Fahrerin Jutta Kleinschmidt lässt kein gutes Haar an Nissen: "Nissen führte ein Regiment der Angst. Ich habe mehrmals beobachtet, wie er sich völlig unangemessen Mitarbeitern und vor allem Frauen gegenüber verhalten hat." Auch habe er sich bei den Verhandlungen zu ihrer Vertragsverlängerung unerfreulich verhalten. VW-Motorsportchef Nissen wollte in "Focus" keine Stellung zu den schweren Vorwürfen nehmen.

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