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Sex-Vorwürfe: Volkswagen hält vorerst zu Nissen

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VW hält vorerst zu Nissen

03.01.2011, 21:23 Uhr | sid, sid

Sex-Vorwürfe: Volkswagen hält vorerst zu Nissen. Bleibt erst einmal Motorsportchef bei VW: Kris Nissen (Foto: imago)

Bleibt erst einmal Motorsportchef bei VW: Kris Nissen (Foto: imago)

Als unter dem Jubel von einer Million begeisterten Fans der Rallye-Dakar-Tross in Buenos Aires auf die Reise ging, wurde in der Volkswagen-Zentrale in Wolfsburg hinter verschlossenen Türen über die Zukunft von Motorsportchef Kris Nissen beraten. Gegen den Dänen wird ausgerechnet beim motorsportlichen Highlight für Titelverteidiger VW intern wegen schwerer Vorwürfe der sexuellen Nötigung ermittelt.

Auch der mächtige VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech soll sich bereits in die Untersuchungen eingeschaltet haben. Wie es scheint, hält der Konzern dem 50-Jährigen Nissen aber vorerst die Stange.

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VW wittert eine Kampagne

"Kris Nissen wird erstmal hier bleiben“, sagte Stepan Moser, Leiter Marketing und Kommunikation bei VW, in Buenos Aires. "Danach wird die Angelegenheit zu Hause geklärt." Die VW-Motorsport-Abteilung wittert wegen des Zeitpunkts der Enthüllungen eine Kampagne. "Die Vorwürfe gegen mich wegen sexueller Belästigung sind komplett haltlos. Es gibt nicht im Entferntesten einen Sex-Skandal. Dafür gibt es mehrere Zeugen, die den ganzen Abend mit mir in der Bar verbracht haben und dies auch bestätigen', sagte Nissen der "Braunschweiger Zeitung".

Ob Nissen allerdings bis zum Ende der Dakar Rallye am 15. Januar Motorsport-Direktor bleibt, ist angesichts der Erfahrungen des Wolfsburger Automobilherstellers mit derart pikanten Themen mehr als fraglich. Denn Moser sagte auch: "Sollten noch schlimmere Vorwürfe auftauchen, müsste man die Situation neu überdenken."

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Kleinschmidt: "Viele haben davon gewusst"

Unterdessen erneuert die frühere Dakar-Siegerin Jutta Kleinschmidt in der Sex-Affäre ihre schweren Vorwürfe. "Für die sexuellen Übergriffe gibt es zahlreiche Zeugen. Alle diese Anschuldigungen sind korrekt. Es scheint unglaublich, dass niemand etwas davon mitbekommen haben will. Viele haben davon gewusst. Aber was sollten sie denn machen? Da hängen ganze Existenzen dran", sagte die 48 Jahre alte Rallye-Pilotin in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt".

Kleinschmidt, die von 2002 bis 2006 unter Nissen für VW fuhr, lässt kein gutes Haar an dem früheren DTM-Piloten: "Viele haben unter Nissen ihren Job verloren. Es reichte schon, wenn man zum falschen Zeitpunkt eine Zeitung gelesen hat. Er war unantastbar. Irgendwann haben alle nur noch den Mund gehalten und versucht, unbeschadet ihrem Job nachzugehen." Sie habe sich als eine der wenigen Personen gewagt, ihm zu widersprechen. Das habe oft zu Ärger und schließlich zu ihrem Abschied geführt.

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