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Rallye Dakar: Gottschalk greift nach der Trophäe

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Timo Gottschalk - Dakar-Trophäe zum Greifen nahe

12.01.2011, 10:35 Uhr | sid, sid

Rallye Dakar: Gottschalk greift nach der Trophäe. Alles Okay? Timo Gottschalk checkt den Race Touareg (Foto: Volkswagen)

Alles Okay? Timo Gottschalk checkt den Race Touareg (Foto: Volkswagen)

Vielleicht ist es die "deutsche Gründlichkeit", die deutsche Co-Piloten bei der Rallye Dakar so stark macht. Mutmaßt Timo Gottschalk. Möglicherweise hat aber auch ein kleiner Glücksbringer den Berliner Beifahrer und seinen Piloten Nasser Al-Attiyah auf den richtigen Weg gebracht. Bevor nämlich das ungleiche Duo aus Berlin und Katar am Montag mit dem zweiten Tagessieg in Folge VW-Kollege Carlos Sainz von der Spitze der Gesamtwertung verdrängte, hatte ein Teammitglied Gottschalk ein kurz zuvor gefundenes Hufeisen geschenkt. (Spektakuläre Bilder der Dakar gibt's hier)

"Nasser hat es genehmigt, denn eigentlich ist es ja zusätzlicher Ballast", sagte Gottschalk augenzwinkernd: "Und dann haben wir es halt mitgenommen." Nun also schickt sich der 36-Jährige an, als dritter Deutscher nach Andy Schulz, der nach dem Triumph mit Jutta Kleinschmidt 2001 zwei Jahre später auch mit Hiroshi Masuoka siegte, und Dirk von Zitzewitz (2009 mit Giniel de Villiers) innerhalb von neun Jahren die Dakar zu gewinnen. Hufeisen hin, Aberglaube her - eigentlich verlässt sich Gottschalk ja doch lieber auf seine penible Vorbereitung.

Akribische Arbeit am Roadbook

"Eine bis anderthalb Stunden pro 100 Kilometer" - so lange brütet er am Abend vor einer Etappe über dem Roadbook, um seinem Fahrer den perfekten Weg zu weisen. Bei Etappenlängen von teilweise mehr als 600 Kilometern ein abendfüllendes Programm. Genauso zielstrebig hat Gottschalk auch seinen Traum, Rallye-Beifahrer zu werden, wahr werden lassen.

Rallye Dakar - Video 
Hufeisen sei Dank

Ein besonderes Geschenk beschert Al-Attiyah und Gottschalk auf der 8. Etappe den Sieg. Video

Als Pizzabote finanzierte er sich einst das Ingenieurstudium der Fahrzeugtechnik, um das nötige Hintergrundwissen zu erlangen. Nach Einsätzen in der klassischen Rallye-WM, die immer noch seine eigentliche Liebe ist, wechselte er 2007 zu VW in den Marathon-Sport. 2009 wurde er mit Dieter Depping Sechster, 2010 verpasste er mit Al-Attiyah nur um 2:12 Minuten den Dakar-Sieg.

"Man muss Vertrauen zueinander haben"

In diesem Jahr soll es nun endlich klappen, zumal Fahrer und Co-Pilot immer besser harmonieren. "Man muss ein Vertrauen zueinander aufbauen, das geht über viele Kilometer", sagt Gottschalk, der dem impulsiven Araber im Cockpit auch schon mal deftig Kontra gibt. "Da nehmen wir beide uns nicht viel", sagt der Blondschopf, der nach vielen Jahren in Berlin inzwischen mit seiner Freundin und deren zwei Kindern im brandenburgischen Rheinsberg lebt.

Muffensausen bei der Abfahrt nach Iquique

An der Seite von Al-Attiyah gibt es immer wieder Neues zu erleben. Wie beispielsweise die spektakuläre Fahrt von der Riesendüne in Iquique in der ersten Rallye-Woche, bei der Gottschalk nach eigenem Bekunden schon "die Arschbacken zusammenkneifen" musste: "Ich hab mehrmals geguckt, ob da wirklich eine 200 auf dem Tacho stand.'

Zum Sieg auf dem neunen Teilstück reichte es für Al-Attiyah und Gottschalk nicht ganz. Dennoch behauptete das Duo mit 3: 18 Minuten Vorsprung weiter die Gesamtführung vor Sainz, der bereits seinen fünften Etappensieg einfuhr.

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