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Motorsport-Legende Hans-Joachim Stuck sagt Tschüss

28.06.2011, 19:21 Uhr | Motorsport-Total.com

Motorsport-Legende Hans-Joachim Stuck sagt Tschüss. Am Ende vergoss Hans-Joachim Stuck auch die ein oder andere Träne. (Foto: dpa)

Am Ende vergoss Hans-Joachim Stuck auch die ein oder andere Träne. (Foto: dpa)

Es war ein mehr als emotionaler Moment, als Hans-Joachim Stuck (60) beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring über die Ziellinie kam. Ein letztes Mal hatte "Strietzel" die berühmt-berüchtigte Nordschleife bezwungen, jene Rennstrecke, mit der ihn so viel verbindet. In diesem Moment, im Lamborghini Gallardo des Reiter-Teams, ging seine lange und erfolgreiche Karriere endgültig zu Ende.

"Strietzel" Stuck hatte sich das 24-Stunden-Rennen in der "Grünen Hölle" als Bühne für seine Abschiedsvorstellung ausgesucht. Bei seinem letzten Auftritt erfüllte er sich gleichzeitig einen großen Traum: gemeinsam mit seinen Söhnen Johannes und Ferdinand an den Start zu gehen. Verstärkt wurde das Team Stuck³ durch Dennis Rostek. Die Zielvorgabe lautete, nach 24 Stunden anzukommen, egal auf welcher Position - und dieses Vorhaben gelang.

Als 15. im Ziel

Das Team Stuck³ war mit dem Gallardo vom 34. Startplatz aus in die Hatz zweimal um die Uhr gestartet. Schon in den ersten Runden konnte Stuck sen. Position um Position gutmachen, am Samstagabend lag das Team bereits in den Top 10. In der Nacht fiel der Gallardo wegen eines Problems mit einem Getriebesensor wieder um ein paar Plätze zurück. Doch nach 24 langen Stunden war es soweit: Als "Strietzel" auf Position 15 liegend zum letzten Mal die Ziellinie der Nordschleife überquerte, lagen sich seine Söhne, Rostek und das gesamte Team erschöpft, aber überglücklich in den Armen.

Stuck: "Für mich ist es jetzt rum"

"Es war ein ganz, ganz tolles und besonderes Rennen, denn niemand von uns stand unter Druck. Wir haben alle einen super Job gemacht", freut sich Stuck sen. "Unsere Harmonie im Team mit Dennis, Johannes und Ferdinand war toll. Kompliment auch an Ferdinand, dass er die schnellste Runde gefahren ist. Er war in der Nacht super unterwegs. Sie waren beide großartig. Nun kann ich sagen: 'Jetzt könnt ihr selber fahren.' Denn jetzt kann ich ihnen nichts bei mehr beibringen, nun fahren sie am Nürburgring so gut wie ich. Ich werde ihnen natürlich weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen - aber für mich ist es jetzt rum."

Für die Sprösslinge wird es bald wieder ernst

Johannes und Ferdinand ließen es sich nicht nehmen, ihren "Papa" gemeinsam mit Rostek am Parc Ferme abzuholen, wo die Autos nach der Zieldurchfahrt abgestellt werden mussten. Und nun brachen alle Dämme: Weinend vor Freude umarmten sich die vier Piloten immer wieder, minutenlang vergaßen sie den Trubel um sich herum. "Direkt nach der Zieldurchfahrt wurden wir alle von den Gefühlen übermannt. Jetzt ist es rum, ja, jetzt ist es rum", sagte Stuck sen. nach dem letzten Rennen seiner einmaligen Karriere. Für seine Söhne Johannes und Ferdinand dagegen wird es bald wieder ernst: Demnächst bestreiten sie (auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings) im gleichen Auto die nächsten Rennen im ADAC-GT-Masters.

Stuck-Söhne müde, aber glücklich

"Kurz vor der Zieldurchfahrt war ich noch total erledigt, ich war so müde. Aber jetzt bin ich einfach nur noch glücklich und zufrieden", erklärt Johannes Stuck. "Ich glaube, das war ein toller Abschied für meinen Vater. Und wir haben ja alle ein paar Tränen vergossen, als wir ihn im Parc Ferme abgeholt haben." Bruder Ferdinand fügt an: "Es ist einfach ein super Gefühl. Wir hatten in den 24 Stunden kaum Schäden und keine Zwischenfälle. Mein Vater ist super happy, denn wir hatten von Anfang an klargestellt, dass wir einfach nur ankommen wollen. Das haben wir geschafft, und darauf sind wir nun unheimlich stolz."

"Als mich 'Stucki' angerufen und gefragt hat, ob ich die 24 Stunden mit dem Team Stuck³ bestreiten will, hat er einen großen Wunsch geäußert - nämlich anzukommen", erinnert sich Rostek. "Dafür hat er mich ins Team geholt. Und ich bin heilfroh, dass wir diesen Job erfüllt haben. Der 15. Platz ist für uns einfach wie ein Sieg. Es ist das erste Mal, dass ein Lamborghini bei so einem Rennen im Ziel angekommen ist, und es ist ganz, ganz toll."

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