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Loeb als Rallye-König von Deutschland entthront

23.11.2011, 12:34 Uhr | dapd, dpa

Loeb als Rallye-König von Deutschland entthront. Er hat Serien-Sieger Loeb entthront: Sebastien Ogier. (Foto: dpa)

Er hat Serien-Sieger Loeb entthront: Sebastien Ogier. (Foto: dpa)

Ein Reifenschaden und der eigene Teamkollege haben die Siegesserie von Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb in Deutschland gestoppt. Der Franzose musste sich im Ziel in Trier mit 39,7 Sekunden Rückstand Sebastien Ogier geschlagen geben. "Es kann nicht jedes Jahr perfekt laufen", meinte Loeb: "Genau das habe ich jedes Jahr gesagt: Eines Tages wird die Serie beendet."

Loeb hatte bis dahin alle acht WM-Auflagen in Deutschland gewonnen. Auf dem NATO-Übungsplatz Baumholder verlor er durch einen Reifenschaden an seinem Citroen über eine Minute. Diesen Rückstand auf seinen Markenkollegen konnte er im Finale an der Porta Nigra in Trier nicht mehr wettmachen. "Natürlich war das Pech, aber ich bin nicht der einzige, der einen Reifenschaden hat. So ist das Leben", stellte Loeb lakonisch fest.

Ogier vom Erfolg überrascht

Ogier war zuvor noch via Teamorder eingebremst worden. Doch dann nutzte er die Gunst der Stunde und sorgte für die Vorentscheidung auf dem Weg zu seinem vierten Saisonsieg. "Ich hatte hier, wo Loeb so stark ist, nicht erwartet zu gewinnen. Jetzt habe ich sogar noch Titelchancen", meinte Ogier nach seinem ersten Sieg auf Asphalt. Seit der Rallye Katalonien 2004 war Loeb auf Asphalt ungeschlagen.

Mit nunmehr 167 Punkten kletterte Ogier vom dritten auf den zweiten Platz im Klassement. Vor den vier noch ausstehenden Läufen hat sich der 27-Jährige bis auf 25 Zähler an Loeb herangearbeitet. "Wir haben immer noch eine komfortable Führung in der WM", meinte Loeb.

Citroen zieht an Ford vorbei

Der bisherige WM-Zweite Mikko Hirvonen aus Finnland verlor als Vierter in Deutschland indes weitere Punkte auf Loeb. Sein Arbeitgeber Ford musste zudem verkraften, dass Rivale Citroen mit dem 78. Sieg in der Bestenliste vorbeizog.

Als Sieger durfte sich aber auch das deutsch-britische Mini-Team fühlen. Beim dritten WM-Einsatz sorgte der Spanier Dani Sordo als Dritter für die erste Podiumsplatzierung der BMW-Tochter. "Dieses Ergebnis ist wirklich für Mini sehr wichtig. Bei der ersten Aphalt-Rallye aufs Podium zu fahren, ist schon toll", meinte Sordo.

Wallenwein feiert deutsche Meisterschaft

Deutsche Piloten waren bei der WM-Entscheidung der WRC nicht im Rennen. Dafür durfte sich Sandro Wallenwein vorzeitig über den Gewinn der deutschen Meisterschaft freuen. Im Subaru Impreza reichte ihm bei den zwei DRM-Läufen, die in das Rennwochenende in und um Trier eingebettet waren, jeweils Rang zwei.

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