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DTM: Tomczyk auf Titelkurs

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Tomczyk holt sich den ersten Matchball

18.09.2011, 16:44 Uhr | dapd

DTM: Tomczyk auf Titelkurs. Martin Tomczyk ist für seine Konkurrenten meistens nur von hinten zu sehen.  (Quelle: imago)

Martin Tomczyk ist für seine Konkurrenten meistens nur von hinten zu sehen. (Quelle: imago)

Audi-Pilot Martin Tomczyk hat den Angriff von Mercedes-Rivale Bruno Spengler abgewehrt und seine Spitzenposition im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) vielleicht schon entscheidend ausgebaut. Von Startplatz 14 kommend zeigte der 29-Jährige bei der turbulenten Regenschlacht von Oschersleben eine Galavorstellung und fuhr beim zweiten Saisonsieg seines Marken-Kollegen Mattias Ekström noch auf Rang zwei vor. Und das, obwohl sein A4-"Jahreswagen" von Runde 18 an beschädigt war. Als Dritter machte der Italiener Edoardo Mortara den zweiten Dreifach-Erfolg von Audi nacheinander perfekt.

Der lange in Führung liegende Spengler musste sich dagegen nach technischen Problemen in der Mitte des achten von zehn Saisonläufen mit dem 13. Platz zufriedengeben. Damit vergrößerte Tomczyk seine Führung zwei Rennen vor Saisonende mit nun 58 Punkten auf neun Zähler vor Spengler (49). Bester Mercedes-Vertreter auf dem 3,696 Kilometer langen Kurs in der Magdeburger Börde war als Vierter der Engländer Gary Paffett.

Tomczyk fährt mit "halbem Auto"

"Die vordere Aero hat mir komplett gefehlt. Das war nur noch ein halbes Auto, was ich da spazieren gefahren habe", erklärte Tomczyk, der in Runde 18 auf der Start-Ziel-Geraden seine Motorhaube verloren hatte. "Oschersleben war sehr rutschig, ich bin wie auf rohen Eiern gefahren. Ich habe mir gesagt, es ruhig angehen zu lassen." Für Spengler, dessen C-Klasse in der 30. Runde vorne rechts ramponiert wurde und den 27-Jährigen entscheidend zurückwarf, tue es ihm leid. "Er war super im Rennen und hat eine super Pace gehabt."

"Pech ist Pech. Da kann man nichts machen", sagte der in einer neuen C-Klasse von 2009 fahrende Spengler. "Das Auto war nicht mehr so fahrbar wie vorher. Das ist nicht das Ende der Welt", erklärte der zweifache Vize-Meister trotzig. "Jetzt gibt es keine Fragen mehr, nur noch Attacke." Das sei ein "Satz mit X" gewesen, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Neun Punkte sind ein gutes Polster, aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen."

Turbulenter Rennverlauf

Auf dem anspruchsvollen Kurs entwickelte sich auf dem nassen Asphalt von Beginn an ein turbulentes Rennen. Der von der Pole Position gestartete Audi-Pilot Miguel Molina, der am Ende Achter wurde, verbremste sich bereits in der ersten Kurve und musste Spengler vorbeiziehen lassen. Derweil stürmte Tomczyk mit einem Parforce-Ritt auf Rang sechs vor. Nach drei Durchgängen war er bereits Fünfter.

Sein Marken-Kollege Ekström, der am Ende in der Zeit von 1:16:14,996 Stunden siegte, setzte in der Zwischenzeit Spengler unter Druck und zog in der achten Runde am zweifachen Vize-Meister vorbei. Als sich dann der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher (Mercedes) zwei Runden später drehte, nutzte Tomczyk die Situation, verbesserte sich im Audi A4 von 2008 auf die vierte Position und legte damit die Grundlage für sein am Ende glänzendes Ergebnis. Neben ihm war auch Tagesgewinner Ekström sehr zufrieden. "Mein Auto war perfekt", sagte der 33-Jährige. "Ich habe ziemlich entspannt fahren können. Die rutschigen Bedingungen kenne ich aus Schweden, das war ein Vorteil."

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