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Motorrad-WM 2012: Sandro Cortese gewinnt auf dem Sachsenring

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Cortese schießt an die WM-Spitze

09.07.2012, 10:18 Uhr | sid

Motorrad-WM 2012: Sandro Cortese gewinnt auf dem Sachsenring. Zweiter Saisonsieg in der Motorrad-WM: Sandro Cortese. (Quelle: dpa)

Zweiter Saisonsieg in der Motorrad-WM: Sandro Cortese. (Quelle: dpa)

Heimfluch beendet: 41 Jahre nach Dieter Braun hat Sandro Cortese wieder für einen WM-Heimsieg eines deutschen Motorrad-Piloten auf dem Sachsenring gesorgt. 81.360 Zuschauer wurden für ihr Ausharren bei teils widrigem Wetter belohnt. Cortese raste in der Moto3-Klasse zum Sieg und übernahm wieder die Führung im Gesamtklassement.

Damit krönte Cortese die Show der beiden deutschen Vorzeigepiloten, nachdem Stefan Bradl zuvor in der MotoGP auf Rang fünf gefahren war. Den Sieg in diesem Wettbewerb holte der Spanier Daniel Pedrosa.

Nach verhaltenem Beginn noch durchgestartet

In der Boxengasse bekam sich Cortese vor Freude kaum noch ein, küsste leidenschaftlich seine erstmals zu einem Grand Prix mitgekommene Freundin Anna. Zuvor hatte er sich mit der deutschen Fahne im Arm von den Fans gebührend feiern lassen. Während der Nationalhymne platzte der Italo-Schwabe dann fast vor Stolz. Schließlich wird er nun in einem Atemzug mit Braun, Toni Mang oder Ralf Waldmann genannt, der 1997 auf dem Nürburgring letztmalig für einen deutschen WM-Heimsieg gesorgt hatte.

Von der Pole Position gestartet, war Cortese nach einem heftigen Gewitterguss sehr vorsichtig die knapp 100 Kilometer lange Rundenhatz angegangen. Nach zehn Runden hatte er bereits zehn Sekunden Rückstand auf die scheinbar uneinholbar davongefahrene Spitze. Doch plötzlich gab er Gas. "Es war wichtig die Ruhe zu bewahren. Ich habe dem Motorrad vertraut. Ich habe einfach ein bisschen gebraucht, um mich ins Rennen reinzufahren. Ich denke, ich habe einfach bewiesen, dass ich nicht nur im Training schnell bin oder im Regen oder im Trockenen, sondern dass ich auch bei solchen Bedingungen extrem schnell bin", sagte Cortese und fügte hinzu: "Ich bin unvorstellbar glücklich. Ich kann das selbst noch gar nicht glauben. Ich bin so überglücklich."

Bradl mit Problemen in der Schräglage

"Bravo Papa, bravo Mama", jubelte zuvor auch Bradls Teamchef Luci Cecchinello in der Box, umarmte alle, die ihm in den Weg kamen und schenkte Champagner aus. Arm in Arm mit Vater Helmut Bradl hatte er zuvor auf den erfolgreichsten deutschen Piloten der Gegenwart gewartet und ihn schließlich geherzt. Bradl selbst war erschöpft, aber sehr glücklich. "Fünfter daheim, das ist ein sehr feines Ergebnis. Es war ein besonderes Gefühl, in der MotoGP hier zu fahren und dann so ein Ergebnis abzuliefern", sagte der 22-Jährige.

"Es war sehr hart. Ich war ständig am Kämpfen, da mein Hinterreifen keine richtige Traktion hatte. Die anderen konnten bereits in der Schräglage beschleunigen, das ging bei mir nicht", sagte Bradl, der auch wusste, dass er auch Glück gehabt hatte. "Ohne den Sturz von Casey Stoner und den Verbremser von Cal Crutchlow wäre ich nicht so weit vorn gewesen."


Neukircher enttäuscht in der Moto2-Klasse

Angesichts der Tatsache, dass er in den meisten Trainingseinheiten ganz vorn dabei war, zog Bradl dann doch ein zufriedenes Fazit. "Langsam aber sicher kommen wir den anderen etwas näher. Es geht Schritt für Schritt und nicht im Galopp. Daran muss ich mich gewöhnen. Es gibt andere wie Pedrosa, Stoner und Lorenzo, die noch richtig weit weg sind. Aber die nächsten Plätze sollten wir jetzt immer im Visier haben", sagte Bradl, der mit nunmehr 62 Zählern nur noch drei Punkte hinter dem bisherigen deutschen MotoGP-Rekordhalter Alex Hofmann liegt.

Eine enttäuschende Vorstellung lieferte Max Neukirchner in der Moto2-Klasse ab. Während des gesamten Wochenendes fand er zum Traditionskurs keine Rennabstimmung und fuhr schließlich als 19. über die Ziellinie. Damit verpasste er zum siebten Mal in acht Rennen die Punkte. Mit seinem fünften Sieg baute Marc Marquez aus Spanien seine WM-Führung weiter aus.


Weniger Fans als im Vorjahr

Insgesamt verfolgten an den drei Tagen fast 200.000 Fans die Show. Das waren knapp 37.000 weniger als im vergangenen Jahr. Angesichts der Ticketpreiserhöhung um rund 30 Prozent und des schlechten Wetters waren die Organisatoren aber dennoch sehr zufrieden.

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