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Vinales-Aus: Chancen für Corteses WM-Coup steigen

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Vinales-Aus: Chancen für Corteses WM-Coup gestiegen

19.10.2012, 10:15 Uhr | dpa

Vinales-Aus: Chancen für Corteses WM-Coup steigen. Maverick Vinales will seine FTR Honda nicht mehr fahren.

Maverick Vinales will seine FTR Honda nicht mehr fahren. (Quelle: dpa)

Sepang (dpa) - Die Chancen für Motorradpilot Sandro Cortese auf den ersten WM-Titel sind deutlich gestiegen. Sein ärgster Verfolger Maverick Vinales aus Spanien verlor die Nerven und verließ vor dem WM-Rennen in Malaysia überraschend sein Avintia-Team.

"Ich werde am Rennen nicht teilnehmen, weil sich das Team nicht an unsere Abmachung gehalten hat", sagte Vinales am Freitag in einem Gespräch mit der Internetplattform "MotoGP.com". Cortese äußerte sich zunächst noch zurückhaltend: "Ich glaube erst daran, wenn er am Samstag nicht im Qualifying fährt", sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Das Freie Training ließ der Spanier, der in der Gesamtwertung als Zweiter 56 Zähler Rückstand auf Cortese hat, bereits aus. Demnach muss der 22-jährige Cortese nur noch den Spanier Luis Salom auf Abstand halten. Selbst bei einem Salom-Sieg in Sepang würde dem Italo-Schwaben ein dritter Platz für den vorzeitigen Gewinn des WM-Titels in der Moto3-Klasse reichen.

Vinales hatte erst vor wenigen Wochen den Vertrag für die kommende Saison verlängert. Selbst ein Aufstieg in die Moto2-Klasse wurde für 2014 vereinbart. "Man kann unterschreiben was man will, aber wenn die Dinge immer schlechter und schlechter werden, dann muss man Lösungen finden. Seit Saisonhalbzeit haben sie nicht mehr alles gegeben. Ich gebe immer mein Bestes. Deshalb will ich das Team nach diesen drei Rennen verlassen", meinte Vinales.

Sein Teammanager Ricard Jove reagierte geschockt: "Wir schätzen dieses Verhalten überhaupt nicht, weil wir Zweiter in der WM sind, fünf Siege gefeiert und sieben Podestplätze erobert haben. Es macht keinen Sinn, dass man die Saison nicht beendet."

Sollte sich das Aus von Vinales spätestens am Samstag bestätigen, will sich Cortese aber nicht verrückt machen lassen. "Natürlich würde sich meine Situation entscheidend verbessern. Aber es ist nicht die Zeit, an solche Dinge zu glauben. Ich muss mich auf mich konzentrieren, meine Arbeit machen und ruhigbleiben", sagte der KTM-Pilot, der beim zweiten Freien Training am Freitag Zweiter hinter seinem Landsmann Jonas Folger wurde. Salom landete auf Rang acht.

In der Königsklasse MotoGP kam Stefan Bradl im ersten Training bei guten Bedingungen auf Rang sieben. Die schnellste Runde drehte der Spanier Dani Pedrosa vor dem Australier Casey Stoner und Jorge Lorenzo aus Spanien. Die zweite Trainingseinheit im Dauerregen ließ kaum reguläre Fahrten zu.

In der Moto2-Klasse fuhr der mit einer Wildcard ausgestattete Lokalmatador Hafizh Syahrin im Regen die schnellste Zeit vor dem Spanier Axel Pons und dem Schweizer Dominique Aegerter. Marcel Schrotter aus Pflugdorf landete auf seiner Bimota Honda auf Rang 17.

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