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Sandro Cortese ist Weltmeister

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Cortese überglücklich: "Weiß nicht, was ich sagen soll"

21.10.2012, 11:42 Uhr | sid, t-online.de

Sandro Cortese ist Weltmeister. Sandro Cortese jubelt über seinen WM-Titel. (Quelle: dpa)

Sandro Cortese jubelt über seinen WM-Titel. (Quelle: dpa)

Als Sandro Cortese am Ziel seiner Träume angekommen war, spielte selbst das Wetter verrückt. Im strömenden Regen stand der neue Weltmeister auf dem Siegerpodest und ließ sich am schönsten Tag seiner Karriere gebührend feiern. Bis auf die Haut durchnässt jubelten Papa Antonio und Mama Karin ihrem Sohn in Sepang zu, kurz zuvor hatte der 22-Jährige durch seinen Sieg beim Großen Preis von Malaysia den vorzeitigen Titelgewinn in der Moto3 perfekt gemacht.

"Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das Rennen war so überwältigend, ich bin fix und alle", sagte Cortese nach der Rückkehr in die Box. Auf dem Visier seines neuen Helms, den der Schwabe noch auf der Ehrenrunde gegen das alte Modell getauscht hatte, prangte der Schriftzug "Champion".

Nach der Zieldurchfahrt brechen alle Dämme

Ausgelassen war der Jubel direkt nach der Zieldurchfahrt, selbst die Eltern waren auf die Strecke hinaus geeilt und hatten den ersten Weltmeister der neuen Moto3-Klasse in die Arme geschlossen. Danach riss der Mann des Tages eine Fahne mit seiner Nummer 11 in der Mitte durch und hielt stolz die 1 in die Höhe. Auch die Maschine war bereits mit der neuen Ziffer dekoriert worden.

Vor dem Startschuss zur Familienfeier hatte Cortese den Matchball souverän verwandelt. Der Deutsche fuhr beim drittletzten der 17 WM-Läufe kontrolliert in der Spitze mit, erst in der letzten Runde griff er an und überquerte schließlich als Erster über die Ziellinie. "Ich hab das Ganze mit dem Sieg gekrönt", sagte der KTM-Pilot.

Lob von den Konkurrenten

Besser hätte es nicht laufen können. Dass der Himmel nur wenige Minuten nach dem großen Coup seine Pforten öffnete, passte allerdings eher zur Gefühlslage der Zuschauer nach dem letzten Überholmanöver. Cortese entriss Lokalmatador Zulfahmi Khairuddin auf der Zielgeraden den erhofften Sieg, Dritter wurde Jonas Folger. Cortese hätte gar nicht gewinnen müssen, ergriff aber seine Chance und schlug wie so oft in dieser Saison eiskalt zu.

"Gratulation an Sandro", sagte Folger. Auch der Spanier Luis Salom, der den WM-Triumph nach dem überraschenden Rückzug des bisherigen WM-Zweiten Maverick Vinales als einziger Fahrer zumindest rechnerisch noch hätte verhindern können, gönnte Cortese den Erfolg: "Er hat die meisten Rennen dominiert."

Zahlen sprechen für sich

Der langjährige 125ccm-Pilot Cortese, Sohn eines italienischen Vaters und einer deutschen Mutter, führt nach 15 Rennen mit 280 Punkten vor Salom (207), der nur Vierter wurde. Die beiden ausstehenden Grand Prix in Australien und Valencia kann Cortese völlig entspannt angehen.

Der Titelgewinn ist die logische Konsequenz eines fast perfekten Jahres. Cortese stand 13 Mal auf dem Podium und sechsmal auf der Pole Position. Viermal wurde er Erster, viermal Zweiter und fünfmal Dritter. Die Zielflagge sah der konstant schnelle Cortese immer. Der Schwabe, der seit dem Debüt 2005 sieben Jahre lang in der Achtelliterklasse gefahren war und zur nächsten Saison in die Moto2 wechselt, machte den Titelgewinn mit dem sechsten Grand-Prix-Sieg beim 131. Start perfekt.

Nach Werner Haas (1953), Dieter Braun (1970) und Dirk Raudies (1993) ist er der vierte deutsche Weltmeister in der leichtesten der drei Klassen. Dazu machte es Cortese seinem Freund Stefan Bradl nach. Er war im vergangenen Jahr Moto2-Champion geworden und danach ebenfalls aufgestiegen. Die Parallelen sind unverkennbar, MotoGP-Pilot Bradl ist seinem Kumpel nur noch eine Klasse voraus.

Bradl rutscht ins Kiesbett

Für Bradl lief es unterdessen in Malaysia nicht so gut wie für Cortese. Bei der Rückkehr auf den Kurs in Sepang, wo der Italiener Marco Simoncelli im letzten Jahr tödlich verunglückt war, kam der MotoGP-Neuling wie eine Reihe seiner Konkurrenten bei Dauerregen nicht ins Ziel. Der 22-Jährige verlor die Kontrolle über seine Honda und rutschte ins Kiesbett. Kurz darauf, nach 13 von 20 Runden, wurde das Rennen abgebrochen und nicht mehr neu gestartet.

Den Sieg holte sich der Spanier Dani Pedrosa (Honda) und verkürzte mit dem dritten Erfolg in Serie im Klassement den Rückstand zu seinem Landsmann Jorge Lorenzo (Yamaha) erneut. Lorenzo führt mit 330 Punkten vor Pedrosa (307) und Weltmeister Casey Stoner (Australien/Honda/213), der in Sepang hinter Lorenzo Dritter wurde. Bradl ist mit 125 Punkten weiter Achter.

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