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Weltmeister Cortese vergibt Sieg in letzter Kurve

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Cortese vergibt Sieg - MotoGP-Pilot Bradl stürzt

11.11.2012, 12:09 Uhr | dpa

Weltmeister Cortese vergibt Sieg in letzter Kurve. Weltmeister Sandro Cortese verpasste zum Saisonabschluss knapp den Sieg.

Weltmeister Sandro Cortese verpasste zum Saisonabschluss knapp den Sieg. (Quelle: dpa)

Valencia (dpa) - Erst fühlte sich Sandro Cortese "angepisst", dann kam doch der Stolz. Mit Platz zwei beim Motorrad-WM-Finale in Valencia beendete der Berkheimer seine Moto3-Karriere - und das mit einem Rekord. 15 Podestplätze in 17 Rennen gab es in den kleinsten Hubraumklassen noch nie.

Dass es nicht mit dem sechsten Sieg klappte, lag diesmal einzig und allein am neuen Champion selbst, der seinem Teamkollegen Danny Kent den Erfolg überlassen musste. Noch ärgerlicher verlief der Arbeitstag für Stefan Bradl in der MotoGP-Kategorie. An Position drei fahrend rutschte der Zahlinger auf einer nassen Stelle der Strecke aus und stürzte. Es war bei seinem sechsten Start in Valencia der sechste Ausfall. Den Sieg holte sich der Spanier Daniel Pedrosa. Der Australier Casey Stoner beendete seine Karriere mit einem dritten Rang.

Bei der Siegerehrung hatte sich Cortese wieder gefangen und offenbarte ein besonders herzliches Verhältnis zu seinem Teamchef Aki Ajo. Die beiden herzten sich, und der Pilot strich seinem Vorgesetzten schon fast liebevoll über den lichter werdenden Haarschopf. Vergessen war in dem Moment der Ärger über den verpassten Sieg.

"Ich war sehr überrascht, Danny noch vorbeifahren zu sehen. Ich hatte nicht erwartet, dass er so schnell sein könnte bei diesen Bedingungen, daher hatte ich in der letzten Runde etwas Gas rausgenommen. Zuerst war ich ziemlich angepisst, dass er mich überholt hat", berichtete Cortese nach dem völlig unerwarteten Ende des Rennens, um dann aber zu ergänzen: " Es war ein perfektes Rennen - bis zur letzten Kurve. Über 100 Punkte Vorsprung zu haben, da muss man irgendwann mal zufrieden sein. Alles in allem also eine Traumsaison."

Besonders stolz und gerührt war der 22-jährige Italo-Schwabe, dass ihm KTM trotz seines feststehenden Wechsels in der Moto2-Klasse zum eigens für ihn gegründeten IntactGP-Teams das Vertrauen gab, in Valencia bereits das 2013er Moto3-Modell zu testen. "Es war ein komplett neues Motorrad, wir haben bei Null angefangen. Und damit sogleich aufs Podium zu fahren, ist schon toll. Es war schon eine Ehre für mich, die 2013er Maschine schon fahren zu dürfen, die die anderen erst nächstes Jahr bekommen", sagte Cortese.

Sauer war Jonas Folger, der am Samstag die Pole Position erobert hatte. Im Warm Up platzte ihm der Motor und er musste aus der Boxengasse als Letzter starten. Dann rollte er frühzeitig erneut mit Defekt an die Box. "Es war ein Elektronikschaden. Das Motorrad ist ausgegangen und das war's", schimpfte Folger. "Wir wussten, dass wir ein gutes Rennen hätten fahren können hier im Nassen. 2013 habe ich dann ein ganzes Jahr mit meinem Team - und hoffentlich auch mehr Glück als heute", meinte der Bayer, der in der zweiten Jahreshälfte im neuen Team an alte Leistungsstärke anknüpfen konnte und nicht zu Unrecht als Kronprinz von Cortese angesehen wird.

In Philipp Öttl (Aining) machte ein weiteres Nachwuchstalent auf sich aufmerksam. Auch dank vieler Ausfälle fuhr der Bayer in seinem ersten Grand Prix gleich auf Rang elf.

Bradl war nach seinem Ausfall untröstlich. Zunächst saß er mit den Händen vor dem Kopf in der Box, dann verkroch er sich für eine gute Stunde in seinem Wohnmobil. "Beim Überrunden von Aoyama bin ich übers Vorderrad abgestiegen. Ein harmloser Rutscher, aber die Enttäuschung ist riesengroß", stammelte der bayerische Schwabe, der sich für seine Saison die Schulnote zwei minus geben würde. "Mein Speed ist nicht schlecht, doch ich muss lernen, in machen Situationen ruhiger und in anderen aggressiver zu Werke zu gehen. Das können die anderen Fahrer noch besser, weil sie mehr Erfahrung haben", sagte Bradl, der mittlerweile von einem "Valencia-Fluch" spricht.

Eine weltmeisterliche Vorstellung nach einer unwürdigen Attacke gab in der Moto2 Marc Marquez. Der Spanier, der von der Jury wegen eines absichtlich herbeigeführten Trainingsunfalls auf den letzten Startplatz strafversetzt wurde, gewann in Valencia in beeindruckender Manier. Es war der neunte Saisonerfolg des Bradl-Nachfolgers, der in der nächsten Saison in der MotoGP starten wird.

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