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Le Mans: Trauriger Sieg für Tom Kristensen - Allan Simonse verunglückt

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Le Mans: Trauriger Sieg für Tom Kristensen

24.06.2013, 12:45 Uhr | sid

Le Mans: Trauriger Sieg für Tom Kristensen - Allan Simonse verunglückt. Gemischte Gefühle beim Siegerteam der 24 Stunden von Le Mans. (Quelle: Reuters)

Gemischte Gefühle beim Siegerteam der 24 Stunden von Le Mans. (Quelle: Reuters)

An den Sicherheitsdebatten nach dem tödlichen Unfall seines Landsmanns Allan Simonsen wollte sich Rekordsieger Tom Kristensen nicht beteiligen. Der 45 Jahre alte Däne hatte genug mit sich selbst zu tun und behielt nach seinem neunten Sieg beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans seine Emotionen erst einmal für sich.

Länger als unbedingt nötig ließ der Audi-Fahrer im Ziel den Helm auf dem Kopf, während ihm seine Teamkollegen Allan McNish aus Schottland und der Franzose Loïc Duval auf die Schulter klopften. Kristensen kannte den 117. Toten beim Langstreckenklassiker in Frankreich gut - und sparte sich nach anstrengenden 4.742,892 Kilometern den Jubel im R18 e-tron quattro.

Todesfall auch auf dem Nürburgring

"Was soll ich sagen? Natürlich bin ich glücklich über den erneuten Erfolg hier in Le Mans. Aber die Freude ist wegen des gestrigen tödlichen Unfalls meines Landsmanns und Freundes Allan Simonsen doch sehr getrübt", sagte Kristensen. "Ich kann immer noch nicht fassen, was passiert ist." In Le Mans hatte es seit dem Tod des Franzosen Sebastien Enjolras 1997 keinen vergleichbaren Unfall mehr gegeben.

Neun Minuten nach dem Start am Samstag hatte der 34 Jahre alte Simonsen die Kontrolle über seinen Aston Martin verloren und war in die Leitplanke gekracht. Im Streckenkrankenhaus erlag der Fahrer seinen Verletzungen, wenige Stunden nachdem bereits am Nürburgring bei den deutschen Langstreckenmeisterschaften ein 55-jähriger Rennfahrer nach einem Herzinfarkt am Steuer gestorben war. "So etwas kann auch auf einem Mountainbike passieren", sagte der Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes, Hans-Joachim Stuck. "Man darf diesen Zwischenfall nicht dem Thema Rennsport und speziell dem Nürburgring zuordnen."

Weitere Unfälle in Le Mans verlaufen glimpflich

In Le Mans wurde nur Stunden nach dem tragischen Zwischenfall bereits eine emotionale Diskussion über die Streckensicherheit geführt. "Der schreckliche Unfall ist auch ein erneutes Signal, dass man nie genug für die Sicherheit tun kann", sagte der ehemalige Formel-1-Pilot Nick Heidfeld, der mit Problemen am Fahrzeug aufgeben musste. Simonsen war an einer Stelle in die Leitplanke gerast, an der keine Reifenstapel als Puffer aufgebaut waren.

Knapp eine Stunde vor Rennende rutschte auch noch der auf Rang vier liegende Toyota-Prototyp mit Nicolas Lapierre am Steuer auf regennasser Fahrbahn von der Strecke, wurde aber bei seinem Frontaleinschlag von Reifen gebremst. Lapierre konnte selbstständig aus dem Auto steigen. Ein weiterer Aston Martin war ebenfalls in die Leitplanke gerauscht und wurde zerstört. Verletzte gab es dabei augenscheinlich keine.

"Man wird sich Gedanken machen müssen. Die Rennstrecke führt im 45-Grad-Winkel auf die Landstraße. Gerade an dieser Stelle sollte man mit Reifenstapeln die Leitplanken zusätzlich absichern", forderte der dreimalige Le-Mans-Sieger Marco Werner, der als Audi-Botschafter in Frankreich weilte. Dagegen nahm der fünfmalige Le-Mans-Gewinner Frank Biela die Verantwortlichen beim 90. Renngeburtstag in Schutz. "Ich glaube nicht, dass man irgendjemandem einen Vorwurf machen kann. An dieser Stelle fliegt man normalerweise nicht von der Strecke."

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