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Aus Fehlern gelernt: Bradl fährt in WM wieder vorn mit

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Aus Fehlern gelernt: Bradl fährt in WM wieder vorn mit

26.06.2013, 13:54 Uhr | dpa

Aus Fehlern gelernt: Bradl fährt in WM wieder vorn mit. Stefan Bradl hat in der Klasse MotoGP endlich wieder die Kurve bekommen.

Stefan Bradl hat in der Klasse MotoGP endlich wieder die Kurve bekommen. (Quelle: dpa)

Leipzig (dpa) - Stefan Bradl kann wieder lachen und sich auf kommende Rennen freuen. Der Motorrad-WM-Pilot aus Zahling hat in seiner zweiten Saison in der Königsklasse MotoGP nach einem verkorksten Saisonstart endlich die Kurve bekommen.

Die Plätze vier und fünf in Mugello und Barcelona haben ihn wieder dorthin gebracht, wo man ihn von Beginn an sehen wollte - im Vorderfeld. "Wir haben bei ein paar Rennen andere Probleme gehabt als erwartet, speziell in Katar und Jerez, wo die Grip-Verhältnisse für uns einfach zu schlecht waren. In Katar war es der Sand auf der Strecke, mit dem ich als Fahrer vielleicht mehr zu kämpfen hatte als andere. In Jerez war es einfach zu heiß für das Vorderrad", sagte Bradl in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa.

Rang acht in der Gesamtwertung mit 41 Punkten sind nicht das, was der bayrische Schwabe von sich selbst erwartet. Schließlich sah er sich nach seiner sehr guten Debüt-Saison selbst als Kandidaten für Podestplätze. "Ich bin Realist und auch selbstkritisch. Es ist im Moment schwierig, von einem Podestplatz zu reden. Das war zwar unser erklärtes Ziel, aber nach dem bisherigen Verlauf der Saison müssen wir wohl mit fünften und sechsten Plätzen auch zufrieden sein", sagt Bradl vor den zwei "Heimrennen" am Samstag im niederländischen Assen und am 14. Juli auf dem Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal.

Ein Grund für den Holperstart: Bradl wollte zu viel. Dass ausgerechnet Neueinsteiger Marc Márquez sofort eine Honda-Werksmaschine bekam und damit den Etablierten der Szene um die Ohren fuhr, ja sogar schon siegte, zerrte an den Nerven des Deutschen. Die technischen Probleme an seiner Honda, besonders am Vorderrad, bekam man zunächst nicht in den Griff. Zwei Stürze waren die Folge. Eigene Fehler will Bradl nicht abstreiten, gibt jedoch auch zu bedenken: "Es darf nicht vergessen werden, dass die Konkurrenz noch dichter zusammengerückt und im Vergleich zum vorigen Jahr stärker geworden ist. Marc Márquez hat den zurückgetretenen Casey Stoner im Honda-Werksteam voll ersetzt, Valentino Rossi ist auf die Yamaha zurückgekehrt, Cal Crutchlow ist in seinem dritten Jahr deutlich besser geworden. Das hat die Sache für mich nicht einfacher gemacht."

Im Team des Italiener Lucio Cecchinello fühlt sich der Moto2-Weltmeister von 2011 dennoch nach wie vor gut aufgehoben und von Honda gut versorgt. "Ein Werksteam ist ein Werksteam. Da wird auch in Bereichen extrem investiert, in denen Honda Entwicklungs- und Verbesserungsbedarf sieht. In einem Satellitenteam dauert es natürlich immer etwas länger, bis wir entsprechend reagieren können", erzählt Bradl ohne Groll. Mit den Japanern hat er für 2014 ebenfalls einen Direktvertrag, wird also mit gleichem Material wie das HRC-Werksteam versorgt, fährt aller Voraussicht aber weiter für Cecchinello.

Für Assen und den Sachsenring peilt Bradl weiter Ergebnisse um Platz fünf an. "Da wir in der WM-Tabelle einiges aufzuholen haben, müssen wir schon schauen, dass wir unter den ersten fünf, sechs ins Ziel kommen", berichtet er und ergänzt: "Ich muss aber den richtigen Mix finden, darf weder zu übermütig noch zu lässig an die Sache herangehen." Aus den Fehlern des Saisonstarts hat er gelernt.

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