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Rallye-Titel fast vergeben: Ogier fehlt noch ein Punkt

15.09.2013, 14:25 Uhr | dpa

Rallye-Titel fast vergeben: Ogier fehlt noch ein Punkt. Sébastien Ogier war bei der Rallye Australien nicht zu schlagen.

Sébastien Ogier war bei der Rallye Australien nicht zu schlagen. (Quelle: dpa)

Coffs Harbour (dpa) - Ein geplatzter Reifen am Wagen eines Verfolgers hat VW-Pilot Sébastian Ogier auf den letzten Kilometern der Rallye Australien den vorzeitigen WM-Triumph gekostet.

Doch allzu betrübt musste der Franzose nach seiner weltmeisterlichen Vorstellung in Down Under nicht sein. Ausgerechnet beim Rallye-Abschied des Rekordsiegers Sébastien Loeb liegt die WM-Krone auf dem Silbertablett parat - Ogier braucht lediglich einen mickrigen Punkt.

"Dort will ich den Titel mit einem Sieg klarmachen", kündigte Ogier noch in Coffs Harbour an. "Das gesamte Team wird ihn dabei bedingungslos unterstützen", versprach VW-Motorsportdirektor Jost Capito. Viel fehlte allerdings schon in Australien nicht. 15 Kilometer vor dem Ende durfte er sich bereits als Titel-Nachfolger des neunmaligen Champions Loeb fühlen.

Doch dann stoppte ein Reifenplatzer Citroen-Pilot Mikko Hirvonen; und der lag zu diesem Zeitpunkt auf dem zweiten Platz vor Ogiers einzigem noch verbliebenen WM-Verfolger Thierry Neuville. "Bei der Zieldurchfahrt hat mir das Team gesagt, dass ich den Titel um einen Punkt verpasst habe, weil Mikko ein Problem hatte", erzählte der 29 Jahre alte Ogier.

Denn Ford-Pilot Neuville wurde dadurch noch Zweiter beim WM-Lauf in Australien und wahrte sich die rechnerische Chance auf den Titel. Bei aktuell 83 Punkten Vorsprung und maximal noch 84 zu holenden Zählern reicht Ogier aber ein Punkt aus den Rallyes in Frankreich, Spanien und Wales. Die sechs Saisonsiege würden bei Gleichstand den Ausschlag für Ogier geben.

Der Schampus kann also kaltgestellt werden für den 6. Oktober im Elsass, wenngleich Ogier und Co-Pilot Julien Ingrassia auch in Australien schon eine kräftige Feier ankündigten. Im Ziel wurde Ogier bereits von Vater, Mutter und Schwester geherzt. Im Blitzlichtgewitter der Fotografen durften die beiden Dominatoren von mit 19 Bestzeiten in 22 Wertungsprüfungen schon mal die Champions-Pose üben.

"Der Polo R WRC hat das gesamte Wochenende perfekt funktioniert, das Team hat einen tollen Job gemacht - nur am Ende hat uns ein kleines bisschen Glück gefehlt, um den Traum vom Titelgewinn schon heute wahr zu machen", meinte Ogier. Dass er nun in der Hochburg und Heimat von Loeb den vorzeitigen Titelgewinn im dritten Anlauf holt, ist laut Statistik sicher: Ohne Punkte blieb der VW-Star in diesem Jahr bei noch keinem der bisher zehn WM-Rennen.

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