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DTM feiert sich selbst, aber die Zuschauerzahlen schwinden

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Nach Saisonfinale  

DTM feiert und hinterfragt sich selbst: "Format überdenken"

21.10.2013, 13:22 Uhr | t-online.de, sid, dpa

DTM feiert sich selbst, aber die Zuschauerzahlen schwinden. Timo Glock feierte beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring seinen ersten Saisonsieg. (Quelle: imago/Pakusch)

Timo Glock feierte beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring seinen ersten Saisonsieg. (Quelle: Pakusch/imago)

Die letzte DTM-Party des Jahres dauerte bis in den frühen Morgen: Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock feierte ausgerechnet im letzten Rennen auf dem Hockenheimring seinen ersten Saisonsieg, Audi den Gesamterfolg durch Mike Rockenfeller und Mercedes war glücklich über den versöhnlichen Abschluss mit Rang zwei von Roberto Merhi. Zuvor hatte die DTM - bei allen Problemen - in einem packenden Rennen gezeigt, wie spannend die Serie sein kann.

Trotz viel guter Laune vor der langen Winterpause weiß Serienchef Hans Werner Aufrecht aber um die Aufgaben vor dem ersten Rennen am 4. Mai kommenden Jahres.

Fahrer wie Glock sind gefordert

"Wir müssen uns die Frage stellen, was wir tun können, um die Zuschauer noch mehr zu faszinieren", sagte der Vorsitzende von DTM-Rechteinhaber und -Vermarkter in einem Interview mit "motorsport-magazin.com". "Wir müssen zum einen das Format überdenken und uns auch fragen, ob wir Stars in der DTM brauchen. Ich sage: ja."

Seit Jahresbeginn, nach seinem viel beachteten Wechsel vom Marussia-Team aus der Königsklasse zu BMW, war Glock der Hoffnungsträger einer Serie, der es an großen Namen fehlt. Doch seine Ergebnisse wurden diesem Status lange Zeit nicht gerecht. Vor dem Überraschungserfolg beim Saisonfinale war Glock in acht von neun Rennen ohne Punkte geblieben. "Das Thema Formel-1-Fahrer wird meiner Ansicht nach oft etwas despektierlich behandelt, dass einige Herren bei uns nur ihr Renten-Dasein fristen wollen", sagte Aufrecht: "Das stört mich. Leute wie Timo Glock, die daran aber arbeiten und kämpfen, die werden sich durchsetzen."

Schwindende Zuschauerzahlen ein Warnschuss

Und das müssen sie. Soll das Konzept der Verpflichtung von bekannten Namen aufgehen, müssen die bekannten Piloten zum Gesicht der Serie werden - also regelmäßig um Siege und auch um den Titel kämpfen. An diesem grundsätzlichen Plan will man auch in Zukunft festhalten.

Besonders schwierig waren die Jahre 2010 und 2011, nur Mercedes und Audi fuhren damals um die Titel, und immer mehr Zuschauer kehrten der DTM den Rücken. 2012 brachte mit dem Wiedereinstieg von BMW einen deutlichen Aufschwung, doch wie hart die Serie arbeiten muss, zeigte sich in dieser Saison. Die Zuschauerzahlen an den Strecken fielen um zehn Prozent, auch die Einschaltquoten der übertragenden ARD sanken. Es war kein dramatischer Einbruch, die Werte sind noch immer deutlich besser als etwa 2010 und 2011 - eine Warnung ist es allemal.

Optionsreifen und DRS kommen

Die DTM sucht deshalb ständig nach prominenten Neuzugängen - zuletzt geisterten Namen wie Robert Kubica, Felipe Massa und Juan Pablo Montoya durch die Szene. Zudem muss die DTM sich weiterentwickeln. Die Regeln beispielsweise sind für den Zuschauer zu undurchsichtig und verwirrend.

Wenn die Serie im nächsten Jahr 30 Jahre nach dem ersten DTM-Rennen 1984 in Hockenheim wieder startet, sollen Optionsreifen und DRS für zusätzliche Spannung sorgen. Das aber mit weniger Verwirrung bei den Fans. "Das Verständnis der Rennen muss für den Zuschauer in Zukunft wieder besser werden", sagte Aufrecht. Damit dann auch wirklich alle was zu feiern haben.

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