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Sieben Champions kämpfen in der DTM um den Titel

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Neuer Rekord  

Sieben Champions kämpfen in der DTM um den Titel

03.05.2014, 18:14 Uhr | sid

Sieben Champions kämpfen in der DTM um den Titel. Timo Glock gehört in der neuen DTM-Saison zu den Favoriten. (Quelle: dpa)

Timo Glock gehört in der neuen DTM-Saison zu den Favoriten. (Quelle: dpa)

Sieben Meister und ein Ziel: Unter diesem Motto steht die neue DTM-Saison, die am Wochenende startet. Die Rekordzahl von sieben aktuellen und ehemaligen Titelträgern wird in Hockenheim erstmals um Punkte für die Meisterschaft 2014 kämpfen. (Klicken Sie sich durch die Stars der neuen DTM-Saison)

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Für Titelverteidiger Mike Rockenfeller gibt es noch weit mehr Anwärter für die Rolle des neuen Champions. "Mehr als zehn Fahrer", so der Audi-Pilot, "können den Titel gewinnen - ich könnte alle nennen, die schon mal Meister waren. Aber das würde nicht reichen."

Mercedes erlebt Debakel im Qualifying

Audi-Fahrer Adrien Tambay sicherte sich indes im Qualifying die erste Pole Position seiner DTM-Karriere. Der 23 Jahre alte Franzose war 0,147 Sekunden schneller als Marco Wittmann im BMW. Die zweite Startreihe teilen sich dessen Markenkollegen Bruno Spengler auf Rang drei und Antonio Felix da Costa. Während die bayerischen Hersteller BMW und Audi mit je fünf Fahrzeugen in den Top Ten zufrieden sein konnten, erlebte Mercedes ein Debakel.

Bester Sternfahrer war Gary Paffett, der auf Rang 15 fuhr. Pascal Wehrlein platzierte sich direkt dahinter. Fünf der sieben Mercedes scheiterten wie DTM-Rückkehrer und Ex-Formel-1-Pilot Paul di Resta dagegen schon im ersten Abschnitt.

Timo Glock geht mit seinem BMW von Rang neun in seine zweite DTM-Saison. Titelverteidiger Mike Rockenfeller (Audi) fuhr hinter seinem neuen Teamkollegen Timo Scheider auf Rang elf.

Haug: "Ganz erlesenes Feld"

Ausgeglichenheit herrscht in der DTM traditionell, doch in diesem Jahr fällt eine Prognose besonders schwer, darüber herrscht Einigkeit. "Jeder der 23 Fahrer", sagt etwa der frühere Formel-1-Pilot Glock (BMW), "kann ein Wort um die Meisterschaft mitreden, alle können Ausrufezeichen setzen."

Und auch der langjährige Mercedes-Sportchef Norbert Haug, in dieser Saison als ARD-Experte an den Strecken, sieht einen "sehr engen Kampf" und ein "ganz erlesenes" Feld. "Über die Hälfte der Piloten sind ausgewiesene Siegfahrer", so die Einschätzung Haugs.

Für Audi greifen neben Rockenfeller auch die Ex-Champions Timo Scheider und der Schwede Mattias Ekström ins Steuer, bei BMW haben bereits Martin Tomczyk und der Kanadier Bruno Spengler den Titel geholt. Und Mercedes vertraut nicht mehr nur auf Speerspitze Gary Paffett, sondern holte auch Paul di Resta (beide Großbritannien) aus der Formel 1 zurück - seinen bislang letzten Meister-Piloten.

Enge Rennen vorprogrammiert

Sie alle sitzen in Boliden, zwischen denen es praktisch kein Leistungsgefälle gibt. Schon in den vergangenen Jahren trennten Spitzenreiter und Schlusslicht des Qualifyings häufig nur wenige Zehntelsekunden, das ist die große Stärke der DTM.

An Spannung mangelt es ihr nicht - an öffentlicher Aufmerksamkeit dagegen wohl, gerade im Vergleich mit der großen Formel 1. Auch mit dieser fehlenden Anerkennung sind die Seitenhiebe zu erklären, wie sie nun etwa von Rockenfeller kommen. "In der Formel 1 hast du vier, fünf Fahrer - oder besser Autos - die um die WM fahren können", sagte der 30-Jährige, "das ist bei uns ganz anders."

Erfolge werden künftig "bestraft"

Damit es anders ist, haben die Verantwortlichen in den vergangenen Jahren immer wieder am Reglement geschraubt, und die Maßnahmen waren auch bereits erfolgreich. Der neuerliche Vorstoß zur aktuellen Saison verwundert daher ein wenig: Mit der Einführung von Performance-Gewichten will die DTM ihr Feld noch enger zusammenschnüren. Abhängig von den erzielten Resultaten wird eine Marke beim jeweils folgenden Saisonlauf das Gewicht ihrer Autos verändern müssen. Erfolge werden dabei "bestraft", denn der Sieger eines Rennens und all seine Markenkollegen, die in den Top Ten landen, müssen beim folgenden Lauf fünf Kilogramm mehr montieren.

Die Markenkollegen, die nicht unter die besten Zehn fahren, laden 2,5 Kilogramm zu. Für die Fahrzeuge der zweitbesten Marke eines Rennens ändert sich nichts, die drittbeste Marke darf dagegen mit leichteren Boliden antreten - langfristige Ausreißer nach oben und unten werden so fast ausgeschlossen.

Begeisterung löst dies bei den wenigsten Piloten aus. "Die DTM ist ohnehin so ausgeglichen, dass man so etwas nicht zwingend bräuchte - aber es ist okay", sagte Rockenfeller. Und mit Blick auf den Start in Hockenheim fügte er an: "Ich will jetzt erst einmal in die Position kommen, um mich darüber aufregen zu können." Denn das wird schwer genug. Nicht nur die sechs ehemaligen Champions jagen den Titelverteidiger.

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