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Mercedes-Überraschung in Oschersleben: Vietoris gewinnt

18.05.2014, 16:34 Uhr | dpa

Mercedes-Überraschung in Oschersleben: Vietoris gewinnt. Der Mercedes-Pilot Christian Vietoris gewann in Oschersleben.

Der Mercedes-Pilot Christian Vietoris gewann in Oschersleben. Foto: Jens Wolf. (Quelle: dpa)

Oschersleben (dpa) - Christian Vietoris wusste, bei wem er sich für den überraschenden ersten DTM-Sieg seiner Karriere bedanken musste.

"Ich habe auf Regen gehofft, weil das die einzige Möglichkeit war, mit der wir überhaupt eine Chance hatten. Wir sind unter normalen Bedingungen sicher nicht vorne. Deshalb widme ich meinen Jungs mit ihrer Entscheidung diesen Erfolg", sagte der 25-Jährige am Sonntag in Richtung seiner Mercedes-Crew.

Die hatte sich in Oschersleben in einem wegen Regen und drei Safety-Car-Phasen turbulenten und unübersichtlichen Rennen des Deutschen Tourenwagen Masters schon früh für einen riskanten Plan entschieden - und der ging auf. "Das tut fantastisch gut, zumal wir wissen, dass wir einen Performance-Nachteil haben", sagte der Leiter des DTM-Managements von Mercedes, Wolfgang Schattling.

Beim desaströsen Saisonauftakt in Hockenheim noch punkt- und am Samstag in der Qualifikation nahezu chancenlos, gelang den Schwaben ein völlig unerwarteter Sieg in der Magdeburger Börde. Ex-Formel-1-Fahrer Paul di Resta trug als Vierter ebenfalls zur guten Laune bei.

Titelverteidiger Mike Rockenfeller übernahm durch Platz zwei nach dem zweiten von zehn Rennen die Führung in der Gesamtwertung. "Ich habe schon nicht mehr mit einem solchen Resultat gerechnet", gestand der Audi-Fahrer. "Durch die vielen Safety-Car-Phasen habe ich völlig den Überblick verloren." Sein Audi-Kollege Edoardo Mortara kam auf Rang drei ins Ziel. Bester BMW war Augusto Farfus auf Rang fünf. "Alles, was wir heute gemacht haben, hat nicht funktioniert", ärgerte sich BMW-Motorsportchef Jens Marquardt.

Dabei hatten die Bayern noch am Start gut ausgesehen. Marco Wittmann konnte die Pole Position verteidigen, obwohl alle BMW im Feld wegen der neuen Performance-Gewichte schwerer waren als die Konkurrenz. Rang eins hatte er inne, weil am Audi des Polesetters Miguel Molina ein Regelverstoß festgestellt worden war und er vom letzten Platz aus das Rennen angehen musste. Bei einsetzendem Regen pokerte Vietoris, ließ noch vor dem Erlöschen der Ampel Regenreifen auf seinen Mercedes ziehen und startete statt von Rang 16 aus der Box. Das lohnte sich.

Denn alle sorgfältig ausgetüftelten Pläne der Strategen von Audi, BMW und Mercedes waren rasch hinfällig. Schnell mussten die meisten Piloten auf Regenreifen wechseln, zahlreiche Positionswechsel waren die Folge. Hinzu kam der Einsatz des Safety Cars. Erst rutschte Robert Wickens mit seinem Mercedes von der Strecke, dann nahm sich Timo Glock im BMW selbst aus dem Rennen. "Das geht ganz klar auf meine Kappe. Da muss ich mich bei Mike entschuldigen, dass ich ihn da so angerempelt habe", meinte er in der ARD zu der Kollision mit Rockenfeller. Glock war raus, der Champion konnte weiterfahren.

Kurz nach der zweiten Safety-Car-Phase übernahm Jamie Green die Führung und baute diese schnell auf mehr als zehn Sekunden aus. Dann aber musste in Pascal Wehrlein ein weiterer Mercedes-Pilot frühzeitig aussteigen und das Safety Car kam zum dritten Mal auf den 3,696 Kilometer langen Kurs. Das Feld um den weitgehend unbeobachteten Vietoris wurde wieder zusammengeschoben.

Ohne den erforderlichen Pflichtstopp schon auf dem Konto setzte Green schließlich alles auf eine Karte und zog Slicks auf. Das Risiko aber war zu groß. Gegen die Fahrer mit viel Profil hatte er keine Chance und kam nach einem Ritt ins Kiesbett auf Rang 18 ins Ziel. Vietoris dagegen machte den völlig unerwarteten Sieg für die eigentlich so unterlegenen Mercedes perfekt. "Wir dürfen nicht euphorisch werden", warnte Schattling. "Nach vorne ist für uns noch ein weiter Weg."

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