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Unfall in NASCAR-Serie: Tony Stewart überfährt Kevin Ward

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Dreifach-Champ überfährt Piloten  

Tödlicher Unfall bei US-Autorennen

10.08.2014, 15:52 Uhr | dpa

Unfall in NASCAR-Serie: Tony Stewart überfährt Kevin Ward. Die Unfallstelle nach dem Crash. (Quelle: dpa)

Die Unfallstelle nach dem Crash. (Quelle: dpa)

Entsetzlicher Unfall mit Todesfolge bei einem US-Autorennen: Der dreimalige NASCAR-Champion Tony Stewart raste bei einer Dirt-Track-Veranstaltung (unbefestigter Untergrund) nahezu ungebremst in einen Rivalen, der seinen Wagen verlassen hatte. Nachwuchspilot Kevin Ward Junior wurde erfasst und meterweit mitgeschleift. Er blieb danach reglos auf dem Kurs des Canandaigua Motorsport Parks liegen.

Der 20-Jährige hatte Stewart wegen einer vorangegangenen Kollision offensichtlich auf der Strecke zur Rede stellen wollen.

Der Sheriff von Ontario County im Bundesstaat New York, Philip Povero, bestätigte den Tod eines Fahrers. Den Namen nannte er aber nicht, da die Familienangehörigen noch nicht erreicht worden waren. Stewart blieb bei dem Unfall unter Flutlicht unverletzt. "Man sah ihm aber an, wie sehr ihn der Unfall mitgenommen hat", betonte Povero. Der 43 Jahre alte Stewart ist Mitbesitzer des Stewart-Haas-Rennstalls.

"Menschen extrem geschockt"

Eine Runde vor dem schrecklichen Crash war Ward Junior nach einem Zweikampf mit Stewart in die Seitenbegrenzung gekracht. Er hatte einen platten rechten Hinterreifen und konnte nicht mehr weiterfahren. Daraufhin stieg er während des weiterlaufenden Rennens aus seinem Wagen und wartete auf Stewart. Er zeigte sichtlich aufgebracht mit dem Finger auf dessen Auto mit der Nummer 14. Ein vor dem 43-Jährigen fahrender Rivale konnte Ward noch ausweichen, Stewart krachte voll in ihn hinein. "Die Menschen, die es gesehen haben, waren entsetzt", sagte Povero, sie seien extrem geschockt gewesen.

"Gebete für die Ward Familie", schrieb umgehend der zweimalige Daytona500-Sieger und Ex-NASCAR-Meister Dale Earnhardt Junior. "Tragische Nachrichten vom NY Sprintrennen vergangene Nacht", twitterte NASCAR-Kollege und Formel-1-Weltmeister-Enkel Marco Andretti.

"Es gibt keine Strafanzeigen"

Stewart kooperiere vollständig mit den Behörden, sagte Povero und betonte, dass keinerlei Anzeichen für ein vorsätzliches Vergehen vor. "Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt auch keine Strafanzeigen", erklärte er.

Die Ermittlungen dauern aber noch an. Es sollen auch mögliche weitere Amateurvideos vom Unfall ausgewertet werden. Povero rief Fans auf, diese den Behörden zur Verfügung zu stellen.

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