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Nach Unfalltod: NASCAR-Fahrer müssen im Auto bleiben

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Nach Unfalltod: NASCAR-Fahrer müssen im Auto bleiben

15.08.2014, 16:15 Uhr | dpa

Berlin (dpa) - Tony Stewart hat eine Woche nach dem schrecklichen Unfall mit Todesfolge in Canandaigua auch seinen Start beim NASCAR-Rennen in Brooklyn im US-Bundesstaat Michigan abgesagt. Dies habe der 43-Jährige entschieden, teilte sein Rennstall Stewart-Haas-Racing mit.

Die NASCAR-Serie hat zudem mit einer Neuerung im Regelwerk auf den tödlichen Unfall am vergangenen Wochenende reagiert und das Verlassen der Autos während des noch laufenden Rennens verboten. Das gilt solange, bis ein Fahrer mit seinem Wagen durch das zuständige Sicherheits- oder NASCAR-Personal von der Strecke geleitet wird.

Der dreimalige Spring-Cup-Champion Stewart hatte bei einem Rennen der sogenannten Dirt-Track-Serie auf unbefestigtem Untergrund mit seinem Wagen den 20 Jahre alten Kevin Ward Junior auf der Strecke erfasst. Der Nachwuchspilot überlebte den Unfall nicht.

Beim NASCAR-Rennen auf dem Michigan International Speedway an diesem Sonntag soll Jeff Burton den Wagen mit der Nummer 14 steuern. Der Fahrerwechsel betreffe aber zunächst nur den Lauf an diesem Wochenende, betonte das Team in einer Mitteilung. Alles Weitere müsse erst noch beschlossen werden. Stewart hatte am Sprint-Cup-Rennen am vergangenen Sonntag in Watkins Glen ebenfalls schon nicht teilgenommen.

Die Ermittlungen zu dem Unfall in Canandaigua dauern an. Strafanzeige wurde aber nicht erstattet. Ward Junior hatte seinen Wagen verlassen, nachdem er wegen eines platten Hinterreifens nicht mehr hatte weiterfahren können. Stewart hatte danach nicht mehr ausweichen können und Ward Junior mit seinem Auto getroffen. Der 20-Jährige wurde am Donnerstag (Ortszeit) beerdigt.

Der Nachwuchsfahrer hatte offensichtlich Stewart nach einem vorangegangenen Zweikampf die Schuld für seinen Ausfall gegeben und ihn noch auf der Strecke zur Rede stellen wollen. "Er hat ihn definitiv in die Mauer gedrängt", zitierte die Zeitung "The Syracuse Post-Standard" den Vater des tödlich verunglückten Piloten zum Duell eine Runde vor dem tödlichen Unfall.

"Es gibt keine Worte, um die Traurigkeit zu beschreiben, die ich wegen des Unfalls fühle, der Kevin Ward Junior das Leben gekostet hat", hatte Stewart in einem Statement erklärt. Seine Rennpläne außerhalb der NASCAR wurden zunächst auch gestoppt. Stewart hatte erst im vergangenen Monat seine Rückkehr in den Sprint Cup der NASCAR gefeiert. Er hatte sich 2013 bei einem Unfall in Iowa mehrere Frakturen im Bein zugezogen.

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