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Die deutschen Piloten in der Motorrad-WM

27.03.2015, 05:57 Uhr | dpa

Motorsport: Die deutschen Piloten in der Motorrad-WM. Stefan Bradl startet in der MotoGP-Klasse.

Stefan Bradl startet in der MotoGP-Klasse. Foto: Azhar Rahim. (Quelle: dpa)

Doha (dpa) - Am Sonntag fällt beim Nachtrennen im Königreich Katar der Startschuss für die Motorrad-WM 2015. Sechs deutsche Piloten fahren mit, die meisten von ihnen in der Moto2-Kategorie, der mittleren der drei Klassen. Chancen auf Podestplätze dürfen sich aber nur zwei von ihnen ausrechnen.

Stefan Bradl (Zahling/MotoGP): Nach wie vor ist der 25-jährige Bayer der einzige Deutsche in der Königsklasse MotoGP. Die Saison 2015 ist bereits seine vierte in diesem mit vielen Superstars besetzten Fahrerfeld. Das vergangene Jahr beendete Bradl als Gesamtneunter. Bradl wechselte vom LCR-Team, wo er eine Werks-Honda steuerte, zur Forward-Mannschaft, die Yamaha-Maschinen aus dem vergangenen Jahr einsetzt. Entsprechend bescheiden sind Bradls Ziele: "Ich will bester Fahrer mit einem Open-Motorrad werden." Den Wunsch hegen allerdings auch einige namhafte Konkurrenten.

Sandro Cortese (Berkheim/Moto2): Für den Schwaben mit italienischen Wurzeln wird 2015 zum echten Prüfstein. Nach dem Moto3-WM-Titel 2012 stieg er in die Moto2-Klasse auf und jagt dort seither dem richtig großen Erfolgserlebnis hinterher. In der vergangenen Saison wurde er Gesamt-Neunter, der erste Moto2-Sieg fehlt noch. Cortese kann gar nicht anders, als sich ambitioniert zu geben: "Mein Ziel müssen Podestplätze sein – alles andere wäre Augenwischerei." Bisher stand er erst einmal auf dem Siegertreppchen. Dabei sind die Voraussetzungen für einen Erfolg optimal. Seine bisherigen großen Erfolge feierte der 25-Jährige stets im Drei-Jahres-Rhythmus – es wäre also wieder an der Zeit.

Jonas Folger (Schwindegg/Moto2): Der 21-jährige Bayer ist eines der größten deutschen Talente im aktuellen Grand-Prix-Sport. Erst im vergangenen Jahr aus der Moto3- in die Moto2-Klasse aufgestiegen, fuhr er als Dritter gleich zweimal aufs Podest. Danach zeigte die Formkurve abwärts. "Da stiegen die Erwartungen, auch meine eigenen. Ich habe mir ausgemalt, wo ich am Jahresende stehen könnte – das war vielleicht ein Fehler. Aber daraus lernt man ja", lautet seine Analyse. Dieses Jahr will Folger eine deutlich konstantere Leistung abliefern. "Plätze auf dem Siegertreppchen sind möglich", sagt er.

Marcel Schrötter (Pflugdorf/Moto2): Seit 2008 fährt der Bayer im Grand Prix. Mit Jonas Folger gründete der 22-Jährige vor zwei Jahren eine Wohngemeinschaft in Spanien, um zumindest die gleichen Trainingsbedingungen zu haben wie die starke Konkurrenz. Seit 2014 startet Schrötter für das französische Tech3-Team, das als einziges in der Moto2-Klasse eine eigene Fahrwerkskreation einsetzt. Unter dem Aspekt ist sein zehnter Platz in der WM-Endwertung aus dem vergangenen Jahr eine Meisterleistung. Schrötter weiß, dass dieser Sonderweg ein Handicap ist. "Es ist sicher das beste Team, bei dem ich je gefahren bin. Wenn alles passt, kann es weit nach vorn gehen", sagt er überzeugt.

Florian Alt (Gummersbach/Moto2): Florian Alt ist aus deutscher Sicht die Nachwuchshoffnung des Jahres. Als 16-Jähriger gab er vor zwei Jahren in der Moto3-Klasse sein WM-Debüt. Doch Alt steckte mitten in einer Wachstumsphase, wuchs innerhalb der Saison um gute zehn Zentimeter und passte nicht mehr auf die kleine Moto3-Maschine. In der spanischen Moto2-Meisterschaft wurde er vergangenes Jahr Zweiter. Sein italienisches Team setzt als einziges im Feld auf ein Suter-Fahrwerk aus der vorigen Saison. Bei den Vorsaison-Tests machte Alt eine gute Figur. Sein Ziel: "Bis zum Saisonende in die Punkteränge zu fahren – das wäre ein echtes Highlight."

Philipp Öttl (Ainring/Moto3): Sein WM-Debüt 2013 verlief planmäßig. Der Bayer, Sohn des fünfmaligen GP-Siegers Peter Öttl, sammelte 34 WM-Punkte, erreichte Platz 18. Doch die für 2014 erwartete Weiterentwicklung blieb aus. "Wir haben uns wohl zu wenig Gedanken darüber gemacht, warum wir 2013 so erfolgreich waren", vermutet Philipp Öttl. Er krempelte sein Wintertraining komplett um, statt einer KTM mit Kalex-Fahrwerk wird er eine KTM mit dem hauseigenen Gitterrohrchassis des österreichischen Herstellers einsetzen, der damit bereits zwei Weltmeistertitel feiern konnte. Die Resultate aus den Vorsaison-Testfahrten stimmen zuversichtlich. Überraschungserfolge sind nicht ausgeschlossen.

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