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Motorsport: Formel 4 mit Mick Schumacher - Schirmherr Vettel

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Motorsport  

Formel 4 mit Mick Schumacher - Schirmherr Vettel

23.04.2015, 12:15 Uhr | dpa

Motorsport: Formel 4 mit Mick Schumacher - Schirmherr Vettel. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel ist Schirmherr der Formel 4.

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel ist Schirmherr der Formel 4. Foto: Srdjan Suki. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Das Renndebüt von Mick Schumacher in der neuen ADAC Formel 4 erreicht fast schon Formel-1-Dimensionen. 180 Medienvertreter haben sich für das Auftaktwochenende in Oschersleben angekündigt.

Schirmherr der Einsteiger-Rennserie ist der viermalige Formel-1-Champion Sebastian Vettel. "Er macht das alles schon sehr gut und hat viel Spaß daran. Das ist zunächst mal das Wichtigste", sagte Vettel der "Bild".

Sagen wird Mick Schumacher wie schon bei seinem öffentlichen Testauftritt nichts. Der Kart-Vizeweltmeister des vergangenen Jahres soll sich voll und ganz auf die ersten drei Rennen im Formel-Sport an diesem Wochenende in der Motorsport Arena konzentrieren. "Wir dürfen nicht vergessen: Das ist ein junger Kerl, der ist gerade 16 geworden", hatte Sabine Kehm, Managerin von Micks Vater Michael, zuletzt betont. Sie bat um Zurückhaltung und dämpfte die Erwartungen.

Dennoch wird Mick Schumacher, der für das Team Van Amersfoort Racing unter anderem zusammen mit dem Sohn von Formel-1-Designguru Adrian Newey, Harrison Newey, fährt, mehr als jeder andere der maximal 42 Nachwuchspiloten beobachtet werden.

Das große Interesse an ihm sieht der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda als "riesige Belastung". Gerhard Berger ist indes von Mick Schumacher überzeugt. "Er ist ein ganz guter Kerl, der mit beiden Füßen auf dem Boden steht und Racing in sich hat", sagte der frühere Formel-1-Pilot. "Er macht seinen Weg und ich bin überzeugt, wir werden noch einiges von ihm hören."

Wie jung die Piloten sind, die immerhin 160 PS starke Einheitsautos mit bis zu 210 Stundenkilometern steuern, zeigt Mick Schumachers nationaler Kart-Dauerrivale: David Beckmann darf an diesem Wochenende noch nicht starten. Er feiert am Montag seinen 15. Geburtstag und erreicht dann erst das Mindestalter. 

Auch Vettel durchlief in seiner fahrerischen Ausbildung die Einstiegsserie des ADAC, damals war das noch Formel BMW. "Ich werde die Meisterschaft mit Spannung verfolgen, die Jungens werden auf hohem Niveau Rennen fahren und ich bin mir sicher, später auch einige in der Formel 1 wiederzusehen", sagte Vettel in einer Mitteilung des ADAC am Donnerstag.

Zur Saison 2003 war der Heppenheimer als 15-Jähriger vom Kart in den Formel-Sport umgestiegen, mit 2004 gewann er bereits überlegen die Gesamtwertung - 18 der 20 Rennen beendete Vettel damals auf Rang eins.  

Vettel sah sich zumindest damals aber noch nicht so einem Hype ausgesetzt wie nun Mick Schumacher, dessen Vater sich weiterhin von seinem Skiunfall am 29. Dezember in Méribel erholt. Der 46-Jährige setzt seit September vergangenen Jahres seine Rehabilitation zu Hause am Genfer See fort, Details über seinen Zustand sind nicht bekannt.

Schon bei den Testfahrten auf dem Kurs bei Magdeburg stand sein Sohn im Fokus. Ändern wird sich das auch am Freitag nicht, wenn die ersten Freien Trainingsfahrten und die Qualifikation steigen, geschweige denn bei den Rennen am Samstag (1) und Sonntag (2).

Die neue ADAC Formel 4:

TEAMS: 18 Rennställe haben für die Premierensaison gemeldet. Sie kommen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Dänemark und Italien. Die Piloten stammen aus 13 Nationen weltweit. Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 42 Fahrern.

NAMEN: In der Starterliste tauchen einige sehr bekannte Nachnamen auf. Allen voran der Name Schumacher: Mick, Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher. Er bestreitet seine erste Formel-Saison. Harrison Newey ist der Sohn von Formel-1-Design-Guru Adrian Newey. Jonathan Cecotto der Sohn des ehemaligen Motorrad-Weltmeisters und Ex-Formel-1- und Tourenwagenpiloten Johnny Cecotto.

WAGEN: Der italienische Hersteller Tatuus liefert das Chassis.  Der Turbomotor kommt von Abarth. Er hat 160 PS. Der Wagen erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 210 Stundenkilometern und wiegt 570 Kilogramm.

PUNKTE: Die Punkte werden wie in der Formel 1 vergeben: Der Erste bekommt 25, der Zweite 18, der Dritte 15. Dann geht es bis zu Platz zehn mit 12, 10, 8, 6, 4, 2 Punkten und einem Zähler weiter.

RENNEN: Gefahren werden drei Rennen pro Wochenende. Acht Rennwochenenden stehen im Programm, damit kommt es zu 24 Wertungsläufen für die Gesamtwertung.

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