Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Motorsport >

Frustrierter Stefan Bradl motzt: "Mich kotzt das an"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Rundumschlag gegen Team  

Frustrierter Bradl motzt: "Mich kotzt das an"

18.05.2015, 12:23 Uhr | sid

Frustrierter Stefan Bradl motzt: "Mich kotzt das an". Stefan Bradl kommt in dieser Saison mit seiner Yamaha nicht in Fahrt. (Quelle: dpa)

Stefan Bradl kommt in dieser Saison mit seiner Yamaha nicht in Fahrt. (Quelle: dpa)

Das Maß ist voll. Stefan Bradl stinkt es, hinterherzufahren. "Ich lass mir das nicht mehr lange gefallen", drohte der MotoGP-Pilot in Le Mans vor laufender Eurosport-Kamera und redete schonungslos Klartext. Wegen der anhaltenden Probleme mit seiner Forward-Yamaha hält sich der 25-Jährige derzeit nicht für konkurrenzfähig.

Einen Punkt hat Bradl nach fünf Saisonrennen auf dem Konto. Auch beim Großen Preis von Frankreich ging er leer aus, nach einem Sturz in der zweiten Runde. Schlimmer als der Ausfall sind aber die anhaltenden Schwierigkeiten mit der Technik. Bradl will nicht länger tatenlos dabei zusehen, wie ihm Defekte frühzeitig das ganze Jahr ruinieren.

"Ich bin absolut unzufrieden mit dem, was ich da fahre", motzte der Zahlinger, "die Elektronik funktioniert einfach absolut nicht." Vor allem die Traktionskontrolle sei keine Hilfe, sondern eine Gefahr. "Wenn ein Sensor ausfällt, mir das nicht mal angezeigt wird, und ich dann wirklich derb auf die Schnauze fall, das kann vielleicht vor zehn Jahren passieren, aber nicht 2015."

"Das ist schon langsam eine Lachnummer"

Den Leidtragenden stört besonders der Umgang mit den Rückschlägen. "Keiner weiß, woran es liegt. Das ist schon langsam eine Lachnummer. Wenn dann keine Entschuldigung kommt und es heißt, 'das ist noch nie passiert', dann fühle ich mich angelogen und verarscht", so Bradl.

Lange hatte der beste deutsche Pilot stillgehalten, stattdessen preschte Vater Helmut (53) vor. Der fünfmalige Grand-Prix-Sieger sprach in Le Mans von einem Desaster. "Es gibt schon Defizite hier im Team und da muss man jetzt mal schauen, ob man denen nicht ein bisschen auf die Füße treten kann", erklärte Bradl senior. Die Elektronik sei "eine Riesenkacke". Und der Sohn legte nach. "Mich kotzt es an, dass ich das Ganze einstecken muss", beschwerte sich Stefan Bradl: "Ich kann schon einstecken. Aber irgendwann reicht's auch."

Von Saisonziel weit entfernt

Bradl, Moto2-Weltmeister von 2011 und längst in der Königsklasse etabliert, war nach der vergangenen Saison und drei Jahren beim Honda-Satellitenteam LCR zu Forward Racing gewechselt. Das Material ist schlechter als bei den Werks-Rennställen, deshalb war es das Ziel, wie sein spanischer Vorgänger Aleix Espargaró bester Pilot der drittklassigen Open-Kategorie (Privatteams mit gewissen Vorteilen) zu werden.

Es sieht nicht danach aus, dass das klappen wird. Was Bradl bei allen Widrigkeiten aber zu denken geben muss, ist die Tatsache, dass sein Teamkollege vor ihm liegt. Loris Baz, MotoGP-Neuling aus Frankreich, ist mit sechs WM-Punkten 17. Beim Heimrennen in Le Mans wurde er Zwölfter.

Bradl war Elfter, als er zu Fall kam. "Bei mir hat die Bremsbalance vorne nicht gepasst. Ich bin klassisch weggerutscht. Es ist schade, wir waren in einer guten Position", sagte der Bayer. In zwei Wochen geht es in Mugello/Italien weiter, an den Ansprüchen hat sich nichts geändert. "Ich bin dann zufrieden, wenn ich bester Open-Pilot bin und wir satt in den Punkten sind."

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal