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Motorsport: Bradl muss auf Sachsenring-Grand-Prix verzichten

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Bradl muss auf Sachsenring-Grand-Prix verzichten

06.07.2015, 11:31 Uhr | dpa

Motorsport: Bradl muss auf Sachsenring-Grand-Prix verzichten. Stefan Bradl hatte sich beim Grand Prix in den Niederlanden das Kahnbein der rechten Hand gebrochen.

Stefan Bradl hatte sich beim Grand Prix in den Niederlanden das Kahnbein der rechten Hand gebrochen. Foto:. (Quelle: dpa)

Zahling (dpa) - Fußgänger statt Rennfahrer: Ausgerechnet beim Heim-Grand Prix auf dem Sachsenring ist MotoGP-Pilot Stefan Bradl erstmals seit neun Jahren nur Zuschauer.

Der Kahnbeinbruch in der rechten Hand, den er sich bei einem Sturz im WM-Lauf der Niederlande in Assen zugezogen hatte, verhindert einen Start. "Alle ​haben ​mir geraten, d​as Rennen auf dem Sachsenring auszulassen. Die Ärzte sagen, ​der Kahnbeinbruch braucht vier bis sechs Wochen, bis er fest verheilt ist, weil das Kahnbein eben sehr schlecht durchblutet ist", begründete der 25-Jährige in einem Exklusiv-Interview mit dem Fachmagazin "Speedweek" seine Absage.

Die Nichtteilnahme beim Heim-Grand-Prix ist der vorläufige Tiefpunkt in einer Saison zum Vergessen für den Zahlinger MotoGP-Piloten. Nachdem er nach der vergangenen Saison das werksunterstützte LCR-Honda-Team von Lucio Cecchinello verlassen musste und beim drittklassigen Athinà Forward-Team anheuerte, ging es fast nur noch bergab. Technische Probleme an der Yamaha brachten ihn schier zur Verzweiflung. Nichts war es mit WM-Punkten und dem großen Ziel, bester Pilot der sogenannten Open-Kategorie - der Fahrer, die ohne Werksunterstützung unterwegs sind - zu werden. Nach einem kurzen Aufschwung in Barcelona kam in Assen der Sturz.

"Wenn ich mir anschaue, in welche​m Zustand das Handgelenk am Sonntag fünf Tage vor dem ersten Training ​auf dem Sachsenring war, muss ich sagen: Wenn ich fahre, dann kommt nichts Gescheites dabei raus", sagte Bradl. Er wird dennoch am Sachsenring dabei sein, schließlich hat er einige Sponsoren-Termine wahrzunehmen.

Was wichtig für die Zukunft ist, denn diese ist ungeklärt. Ob sich der Moto2-Weltmeister von 2011 unter den gegenwärtigen Umständen eine weitere MotoGP-Saison antun wird, ist eher fraglich. In der Moto2-Klasse gibt es mehrere Interessenten am bayerischen Schwaben. Das Dynavolt IntactGP-Team von Sandro Cortese sucht ebenso nach einem weiteren starken Piloten wie Leopard Racing der Kiefer-Brüder. Dort war er 2011 unter Vertrag und überaus erfolgreich. Zwar würde Bradl liebend gern in der MotoGP bleiben, doch nur um hinterherzufahren nicht.

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