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Pascal Wehrlein siegt in Moskau und übernimmt Gesamtführung

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Ekström crasht mit Glock  

Wehrlein siegt in Moskau und übernimmt Gesamtführung

29.08.2015, 16:48 Uhr | t-online.de

Pascal Wehrlein siegt in Moskau und übernimmt Gesamtführung. Pascal Wehrlein entscheidet das erste Rennen nach der "Funkaffäre" für sich. (Quelle: imago/HochZwei)

Pascal Wehrlein entscheidet das erste Rennen nach der "Funkaffäre" für sich. (Quelle: HochZwei/imago)

Im ersten DTM-Rennen nach der "Funkaffäre" hat Mercedes-Pilot Pascal Wehrlein die Antwort auf die verlorenen Punkte aus dem Skandalrennen von Spielberg gegeben und die Führung in der Gesamtwertung zurückerobert. Beim elften Saisonlauf in Wolokolamsk vor den Toren Moskaus feierte der Formel-1-Ersatzfahrer seinen zweiten Saisonsieg vor Titelverteidiger Marco Wittmann im BMW und dessen Markenkollegen Bruno Spengler.

Mit 119 Punkten liegt der 20-jährige Wehrlein in der Gesamtwertung nach elf von 18 Rennen nun acht Punkte vor dem bisherigen Leader Mattias Ekström, der nach einem kapitalen Crash mit BMW-Pilot Timo Glock in der elften Runde ausschied.

Glock beschimpft Ekström

"Als ich mitbekommen habe, dass Ekström raus ist, wollte ich Wittmann nicht mit zu viel Risiko überholen", sagte Wehrlein in der ARD. Obwohl er deutlich schneller war, konnte er Pole-Setter Wittmann erst nach 20 von 24 Runden überholen. "Ich war viel schneller als Timo. Er hatte offenbar keinen Bock, Platz zu lassen. So kam es zu dem Unfall", haderte Ekström nach dem Rennen in der ARD. Glock beschimpfte den Schweden bei Twitter: "Sieh dir das Rennen von Wehrlein an und lerne, du Idiot! Wie dumm du sein musst, in dieser Kurve zu überholen." Wenig später war der Tweet gelöscht.

Beim vorherigen Lauf am 2. August in Spielberg hatte Audi-Pilot Timo Scheider den Mercedes-Piloten Robert Wickens auf Funk-Befehl von Audi-Motorsportvorstand Wolfgang Ullrich von der Strecke befördert. In einer Kettenreaktion war auch der vor Wickens fahrende damalige DTM-Spitzenreiter Wehrlein im Kies gelandet.

Sportgericht bestraft Audi

Ullrich erhielt durch das Sportgericht des Deutschen Motorsport Bundes (DMSB) ein Boxengassenverbot bis zum Saisonende, Scheider wurde für das Rennwochenende in Wolokolamsk gesperrt. Audi wurde mit der DTM-Rekordstrafe von 200.000 Euro belegt, zudem wurden dem Hersteller alle 62 erzielten Punkte des zehnten Saisonlaufs aberkannt.

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