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Frust: Folger und Cortese scheiden auf Phillip Island aus

18.10.2015, 12:31 Uhr | dpa

Motorsport - Frust: Folger und Cortese scheiden auf Phillip Island aus. Sandro Cortese landete im Kiesbett.

Sandro Cortese landete im Kiesbett. Foto: Joe Castro. (Quelle: dpa)

Phillip Island (dpa) - Vor einer Woche vereint im Jubel, nun vereint im Frust: Die zukünftigen Teamkollegen Jonas Folger und Sandro Cortese haben beim Motorrad-Weltmeisterschafts-Lauf von Australien auf Phillip Island hervorragende Ausgangspositionen liegenlassen.

Während Cortese im Kiesbett landete, brachte ein Reifenplatzer Folger um eine weitere Podestplatzierung. Dementsprechend angefressen reagierten die beiden Moto2-Piloten.

"Ich habe den Gang nicht reinbekommen und bin im dritten Gang in die Honda-Kurve eingebogen. Dabei bin ich gestürzt", schimpfte Cortese auf sich selbst, nachdem er sich von einem zwischenzeitlichen elften Platz auf Rang sechs nach vorn gekämpft hatte und durchaus Chancen sah, noch den einen oder anderen Platz wettzumachen. "Schade, ich wollte einfach von der Gruppe wegfahren und dabei ist mir der Fehler unterlaufen. Das ist extrem ärgerlich. Jetzt müssen wir das verdauen und etwas runterkommen", bemerkte der Berkheimer, der von den deutschen Fahrern auf Phillip Island der beständigste war.

Wütend schlug Jonas Folger auf sein Arbeitsgerät ein, nachdem er den platten Reifen bemerkt hatte. Vier Runden vor dem Ende kämpfte er mit Lorenzo Baldassari um Platz drei. "Wir hatten schon öfter Löcher in den Reifen, aber diesmal... Eigentlich sah der Reifen nicht so schlecht aus, aber das eine Loch war groß", meinte der Schwindegger völlig frustriert. Wenigstens Marcel Schrötter war zufrieden. Beim Sieg des Spaniers Alex Rins holte er auf der unterlegenen Mistral als Zwölfter vier WM-Punkte.

Das beste Resultat aber gelang Phillip Öttl in der Moto3-Klasse. Platz sieben war von Startrang 24 fast schon sensationell. "Ich bin eigentlich recht stolz. Es war nicht einfach, aber wir fahren alle einen ähnlichen Speed", meinte der Bayer, der natürlich auch von unzähligen Stürzen und Ausfällen profitierte. Allein 17 Fahrer erreichten nicht das Ziel. Auch nicht WM-Spitzenreiter Danny Kent aus Großbritannien, der nun mindestens noch eine Woche auf den Titel warten muss. Australien-Sieger Miguel Oliveira hat 40 Punkte Rückstand.

Sauer auf sich war Stefan Bradl, der in der MotoGP nur 21. wurde. "Ich war einfach zu langsam", meinte der Zahlinger und betonte: "Ich war nicht in der Lage, das Problem mit einer Veränderung meines Fahrstils zu verbessern. Ich wusste im Rennen über die 27-Runden-Distanz nicht, wie ich mich gegen dieses Problem mit dem fehlenden Hinterradgrip wehren sollte. Nicht einmal im Qualifying ist mir eine schnelle Runde gelungen."

Vom dramatischen Rennverlauf an der Spitze bekam er nichts mit. In einem Vierkampf war Titelverteidiger Marc Marquez der glückliche Sieger. Jorge Lorenzo machte als Zweiter auf den diesmal viertplatzierten WM-Spitzenreiter Valentino Rossi sieben Punkte wett. Vor den letzten beiden Rennen beträgt sein Rückstand elf Zähler.

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