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Motorsport - Di Resta vor Glock: Ex-F1-Fahrer dominieren DTM-Rennen

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Wertungssauschluss für Glock  

Ex-F1-Pilot Di Resta siegt in Hockenheim

08.05.2016, 20:45 Uhr | dpa

Motorsport - Di Resta vor Glock: Ex-F1-Fahrer dominieren DTM-Rennen. Paul di Resta gewann das DTM-Rennen auf dem Hockenheimring. (Quelle: dpa)

Paul di Resta gewann das DTM-Rennen auf dem Hockenheimring. (Quelle: dpa)

Ex-DTM-Champion Paul Di Resta hat für Mercedes den ersten Saisonsieg im Deutschen Tourenwagen Masters eingefahren und die Konkurrenzfähigkeit der Schwaben unterstrichen. Einen Tag nach Rang zwei von Robert Wickens raste der Schotte auf dem Hockenheimring von Startplatz eins zu seinem siebten DTM-Sieg.

"Meine Mechaniker haben bis 5.30 Uhr gearbeitet, das war super für sie heute", sagte der ehemalige Formel-1-Fahrer in der ARD. "Es war eine lange Zeit, seit ich ein Rennen gewonnen habe." Zuletzt war ihm das in seiner Meistersaison 2010 gelungen.

Heckklappe wird Glock zum Verhängnis

Weil BMW-Fahrer Timo Glock am Abend wegen einer falsch montierten Heckklappe aus der Wertung ausgeschlossen wurde und seinen zweiten Platz verlor, konnte sich Gary Paffett verspätet über Platz vier freuen. Auch Wickens nutzte mit Rang fünf das Potenzial des Mercedes. Zu den Rennen drei und vier in Spielberg reist Di Resta in zwei Wochen als Gesamtführender.

Die Plätze zwei und drei belegten nach Glocks Disqualifikation die BMW-Piloten Augusto Farfus und Maxime Martin. Das Bauteil, das beim Straßenfahrzeug dem Kofferraumdeckel entspricht, überschritt bei Glock die zugelassene Toleranz um 1,9 Millimeter. Glocks Auto musste nach dem chaotischen Samstagsrennen im hinteren Teil neu aufgebaut werden, dabei unterlief seinen Mechanikern dem Anschein nach der Fehler.

Audi-Fahrer enttäuschen

Vor der bitteren Nachricht des Deutschen Motor Sport Bundes waren die Bayern mit einem guten Gefühl abgereist. Die Gewichtserleichterung schien den gewünschten Effekt zu haben. Weil der M4 nach Ansicht der Hersteller einen "konstruktionsbedingten Nachteil" hat, sind die BMW leichter als die Audi und Mercedes und zudem mit einem breiteren Heckflügel unterwegs. Damit soll Chancengleichheit für die Fahrer hergestellt und ein Hinterherfahren der BMW vermieden werden.

Einen Tag nach dem Auftaktsieg von Edoardo Mortara und Rang drei für Nico Müller waren die Audi-Fahrer dagegen weit entfernt von den Podestplätzen. Rang elf von Jamie Green in der Qualifikation war noch mit dem klar schwersten Auto zu erklären - doch auch mit dem angepassten Performance-Gewicht gelang den Ingolstädtern keine Aufholjagd. Einzig Müller auf Rang acht schaffte es zunächst in die Punkte. Am Abend wurde daraus ein siebter Platz und Rang zehn für Mike Rockenfeller.

Spengler vergreift sich im Ton

Nach der Qualifikation ändern sich bei entsprechend großen Abständen die Gewichte. Audi musste am Samstag beispielsweise fünf Kilogramm zuladen, durfte die Platten am Sonntag aber schon wieder rausnehmen. Bei BMW und Mercedes war es genau umgekehrt.

Die vielen Unfälle am Samstag erklärten die Fahrer noch mit der Pause von sieben Monaten. Doch auch das Sonntagsrennen hatte schon in Runde eins drei Ausfälle. Für den einzigen Rookie im Feld, Esteban Ocon im Mercedes, BMW-Mann Bruno Spengler und Audi-Fahrer Green endete der zweite Lauf in der ersten Runde im Kies. Spengler beschimpfte Ocon danach im Funk zu Unrecht als "größten Idiot, den ich je gesehen habe" - denn der Franzose war von Spenglers Kollege Antonio Felix da Costa abgedrängt worden. Mit etwas Abstand entschuldigte sich Spengler für seinen Ausraster.

Die Spitze blieb von dem Trubel verschont. Di Resta musste nur bei einem verpatzten Boxenstopp um den Sieg zittern. Weil sein schärfster Verfolger Paffett kurz darauf aber eine Durchfahrtsstrafe kassierte, war der Kampf um den Sieg entschieden.

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