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Motorrad-Pilot Schrötter untröstlich: Podestplatz verfehlt

22.10.2017, 09:23 Uhr | dpa

Motorsport - Motorrad-Pilot Schrötter untröstlich: Podestplatz verfehlt. Moto2-Fahrer Marcel Schrötter rast in Australien über die Strecke.

Moto2-Fahrer Marcel Schrötter rast in Australien über die Strecke. Foto: Andy Brownbill. (Quelle: dpa)

Phillip Island (dpa) - Marcel Schrötter hockte niedergeschlagen in seiner Box und trauerte der vergebenen Chance auf den ersten Podestplatz in der Moto2-WM hinterher.

Nur paar Garagentore entfernt wurde kräftig gefeiert: Joan Mir aus Spanien feierte dort mit seiner Crew den ersten Moto3-WM-Titel. So dicht lagen beim Motorrad-Grand-Prix von Australien auf Phillip Island wieder einmal die Gefühlswelten beisammen. Und wieder einmal waren es die deutschen Piloten, die auf der Schattenseite standen.

Denn nicht nur Schrötters Träume erfüllten sich im Pinguin-Paradies nicht. Auch dessen Teamkollege Sandro Cortese hatte sich mehr vorgenommen, als mit Ach und Krach beim Sieg des Portugiesen Miguel Oliveira einen neunten Rang ins Ziel zu retten. Und in der Moto3-Kategorie musste sich Philipp Öttl gar nur mit Rang 13 begnügen.

Am meisten aber ärgerte sich Schrötter über einen schwarzen Tag. Der hatte für den Zweiten des Qualifying bereits mit dem Warm-up begonnen. Da stürzte er schwer, schlug mit dem Kopf auf den Asphalt, blieb benommen liegen und musste von der Strecke getragen werden. Trotzdem bekam er Grünes Licht von den Rennärzten, doch sein Arbeitstag war bereits in der zweiten Runde vorbei. "Ich habe mich richtig gut gefühlt, aber da kam auch schon wieder der Sturz. In der Kurvenmitte ist mir das Hinterrad weggerutscht und ich konnte das einfach nicht mehr abfangen", sagte Schrötter. Trost fand er keinen: "Ich hätte mir heute zugetraut, mit Olivera mitzufahren. Es ist schon sehr enttäuschend, so eine Chance wegzuschmeißen. Es wird für mich Zeit, so ein Ergebnis heimzubringen."

Einen Angriff angekündigt hatte auch Öttl, doch es funktionierte bei ihm ebenfalls nichts. In vielen Positionskämpfen fiel der 21-Jährige immer wieder zurück. Zwischenzeitlich war er Achter, dann wieder 18. Dem neuen Champion Mir Paroli zu bieten, war nie möglich. Der 20-Jährige, der in seinem 35. WM-Einsatz seinen 10. Erfolg feierte und mit neun Saisonerfolgen einen Rekord aufstellte, durfte sich endlich den Goldenen Helm aufsetzen. "Unglaublich, von so einem Moment habe ich jahrelang geträumt. Und doch ist es nur schwer zu begreifen", sagte der Honda-Pilot aus dem Leopard-Racing-Team.

Sein spanischer Landsmann Marc Marquez steht derweil vor der Titelverteidigung. Nach seinem Sieg vor Altmeister Valentino Rossi kann Marquez bereits in einer Woche in Malaysia seinen vierten MotoGP-Titel perfekt machen.

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