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Die Top-Favoriten sind bereits in Lauerstellung

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Olympische Sommerspiel 2016  

Die Top-Favoriten sind bereits in Lauerstellung

12.09.2007, 13:52 Uhr | dpa

Skyline von Chicago (Foto: dpa) Skyline von Chicago (Foto: dpa) Chicago gegen Tokio - dahinter die Außenseiter Rio de Janeiro und Madrid sowie Europas zweiter Kandidat Prag und der arabische Neuling Doha. So sieht eine erste Rangfolge der Kandidaten für die Olympischen Spiele 2016 aus, bevor die Bewerbungsfrist des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) abläuft. Last-Minute-Bewerber sind nicht zu erwarten. Jedenfalls spricht IOC-Chef Jacques Rogge von "sechs ausgezeichneten Bewerbern". Für Berlin und Hamburg wird es ein Tag der Enttäuschung sein. Der deutsche Sport hat den beiden Städten eine Kandidatur verwehrt und sich für die Winterspiele 2018 mit der aussichtsreicheren Option München entschieden.

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Drei olympia-erprobte Paten zur Organisation
Für Chicago als Olympia-Stadt nach den Spielen 2012 in London spricht die geballte Kraft, mit der die Wirtschaftsmetropole am Michigan-See in die Bewerbungsschlacht gezogen ist. Dank ihres Kompakt-Konzepts an der Wasserfront hat sie in der nationalen Ausscheidung Los Angeles und San Francisco besiegt und in Peter Ueberroth, Präsident des US-NOK, Billy Payne und dem republikanischen Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney drei olympia-erprobte Paten gewonnen.

Überschuss von 230 Millionen Dollar erwirtschaftet
Ueberroth hat als Macher der Olympischen Spiele von Los Angeles 1984 das bisher einmalige Kunststück fertig gebracht, einen Überschuss von 230 Millionen Dollar zu erwirtschaften. Payne organisierte 1996 in Atlanta die bislang letzten Sommerspiele in den USA. Ihnen haftet der Makel völliger Überkommerzialisierung an. Romney schaffte es, an der Spitze der Organisation in Nachfolge eines korrupten Bewerbungskomitees erfolgreiche Winterspiele 2002 in Salt Lake City zu veranstalten.

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Antiamerikanischer Trend
Ob das so geht, muss sich erweisen, denn Chicago hat im IOC gegen einen antiamerikanischen Trend anzukämpfen. New Yorks Bewerbung um die Spiele 2012 wurde vor zwei Jahren geradezu abgeschmettert, es reichte nur zu einem Platz hinter London, Paris und Madrid. Kandidaten um einen Sitz in der IOC-Regierung wie Jim Easton (2006) und Anita DeFrantz (2007) landeten bei Wahlen gar auf letzten Plätzen. "Wir gehören unglücklicherweise zu den Ländern, die im IOC das geringste Ansehen haben", klagte DeFrantz.

Probleme bei Panamerikanischen Spiele in Rio
Einen Bonus kann hingegen Rio de Janeiro erwarten, denn noch nie wurden Olympische Spiele in Südamerika ausgetragen. Allerdings waren die im Juli veranstalteten Panamerikanischen Spiele keine Empfehlung. Teile des Baseballstadions wurden vom Wind verweht. Das Softball-Turnier konnte nicht beendet werden, weil das Spielfeld nach zwei Regentagen eher einem Schwimmbad glich. Es gab Chaos auf dem Flughafen und im Pressezentrum. Dort fiel immer wieder der Strom aus. Zudem wird Brasilien 2014 die Fußball-WM ausrichten. Das scheint Belastung genug zu sein.

Erste Kabbelei unter Bewerbern
In Anwesenheit dutzender IOC-Mitglieder wurde Rio auch zum Schauplatz erster Rempeleien unter den Bewerbern. Ein Mitglied des US-Teams wurde dabei ertappt, wie er in seinem Frust über viele Pannen im Medienzentrum an die Wand schrieb: "Willkommen im Kongo." Dem brasilianischen Protest folgte eine amerikanische Entschuldigung. Bei einer offiziellen Begrüßung der Mitbewerber im Rathaus erwähnte Rios Bürgermeister Cesar Maia, den Namen seines Chicagoer Amtskollegen Richard Daley nicht. Zudem forderte Maia die Abordnung aus Madrid auf, sie möge auf eine Bewerbung zu Gunsten Rios verzichten.

Schlechte Aussichten für europäische Städte
Keine realistische Chance sollte sich die spanische Metropole ausrechnen, nach London 2012 erneut die Spiele nach Europa zu holen. Madrids Projekt ist wie das von Prag und Doha auf 2020 oder später gerichtet. So bleibt als großer Rivale Chicagos Tokio übrig, das bereits 1964 die Spiele veranstaltete und nun in den USA den großen Rivalen sieht. "Vielleicht haben die Amerikaner eine gute Bewerbung, doch wir werden einen japanischen Weg finden, um erfolgreich zu sein", sagt Bewerbungschef Ichiro Kono. Dazu gehört ein Regierungsbeschluss vom Dienstag, die Hälfte der Organisationskosten übernehmen zu wollen.

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