Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Olympia 2008: In Peking sollen 80.000 Sicherheitskräfte vor Aktivisten schützen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

80.000 Sicherheitskräfte schützen vor Aktivisten

16.11.2007, 12:32 Uhr | dpa

Chinas Polizei wird während der Olympischen Spiele 2008 rigoros gegen politische Aktivisten vorgehen. Das machten die Veranstalter in Peking deutlich. "Wir werden nicht erlauben, dass territoriale Ansprüche oder die Integrität Chinas verletzt oder terroristische oder separative Bestrebungen unterstützt werden", sagte Liu Shaowu, stellvertretender Chef der Sicherheitsabteilung.


80.000 Aufpasser
Rund 50.000 Pekinger Polizisten sowie 30.000 weitere Sicherheitskräfte sollen im kommenden August unter anderem dafür sorgen, dass Protestaktionen gegen die Politik der regierenden Kommunistischen Partei Chinas im Keim erstickt werden. Liu verwies auf den gesetzlichen Rahmen, der in China Demonstrationen ermöglicht. Diese müssen einige Tage vor der geplanten Aktion angemeldet und von den Behörden ausdrücklich genehmigt werden. Wird demonstriert, wenn keine Genehmigung vorliegt, handeln die Demonstranten gesetzeswidrig und müssen mit einer Verhaftung rechnen.

Hausarrest für Aktivisten?
Die Pekinger Regierung, die weltweit wegen der massiven Menschenrechtsverletzungen im Land kritisiert wird, fürchtet politische Zwischenfälle, die den hochpolierten Glanz der Olympischen Spiele überschatten könnten. Bereits zum 1-Jahr-Countdown am 8. August hatten verschiedene Aktivistengruppen gegen Chinas Tibet-Politik oder mangelnde Pressefreiheit im Land demonstriert. Die Teilnehmer wurden festgenommen und wenig später aus dem Land ausgewiesen. "Ich bin der Meinung, dass bei Olympischen Spielen weder politische oder religiöse noch rassistische Ansichten eine Plattform erhalten sollten", sagte Liu. Er wollte nicht bestätigen, dass die Behörden für die Dauer der Spiele chinesische Aktivisten unter Hausarrest setzen werden.

Furcht vor der Eventualität
Grundsätzlich äußern die Veranstalter ihre Zuversicht, dass es die sichersten Olympischen Spiele aller Zeiten werden. Man bereite sich auf jede Eventualität vor. "Die größte Gefahr ist immer die, mit der man nicht rechnet", sagt Liu. Die Sicherheitsabteilung hat sämtliche Zwischenfälle bei früheren Olympischen Spielen "Stück für Stück analysiert". 1972 waren die Olympischen Spiele erstmals ins Visier von Terroristen geraten, als Palästinenser in München das Olympische Dorf überfallen und israelische Sportler und Trainer in ihre Gewalt gebracht hatten. Insgesamt 17 Personen waren dabei ums Leben gekommen.

Kinderkrankheiten in der Testphase
Die Experten nutzen auch die olympischen Testwettbewerbe für ihre Zwecke. Unter realen Bedingungen stellen sie ihr Sicherheitssystem auf die Probe. "Die Vorbereitungsphase hat damit eine neue Stufe erreicht", sagte Liu, der kleinere Fehler bei den Veranstaltungen einräumte. "Wir nutzen die Testwettbewerbe, um Fehler zu entdecken. Wenn es keine Fehler geben würden, dann wäre das nicht normal."

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal