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München - Olympia-Bewerbung 2018: "Bewerbung mit viel Herzblut"

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Olympia-Bewerbung Münchens  

Reaktionen: "Bewerbung mit viel Herzblut"

08.12.2007, 15:48 Uhr | dpa

Wolfgang Schäuble (Bundesinnenminister): "Ich glaube, wir haben eine gute Chance. Die Bundesregierung wird alles tun, was in ihrer Macht steht, um mit diesem Konzept erfolgreich zu sein. Wir sollten uns dem Wettbewerb stellen: selbstbewusst, entschlossen und geschlossen. Wir haben ja gesehen, welch große Chancen für unser Land solche herausragenden internationalen Sportveranstaltungen sind."

Thomas Bach (DOSB-Präsident, IOC-Vizepräsident): "Wir wollen die Spiele haben. Voraussetzung für den Erfolg ist die Begeisterung und Unterstützung des deutschen Sports. Wir sollten uns auf unsere Stärken besinnen und nicht ängstlich nach links und rechts schauen. Das ist wie in einem olympischen Endkampf: Wenn Sie eine Goldmedaille gewinnen wollen, müssen Sie jeden schlagen."

Manfred von Richthofen (DOSB-Ehrenpräsident): "Das ist eine gute, wichtige Entscheidung mit Gewicht. Die beiden Niederlagen von Berlin und Leipzig stecken uns noch in den Knochen."

Christian Ude (Oberbürgermeister München): "Wir setzen nicht auf Platz, sondern auf Sieg. Aber wir denken noch nicht an die Eröffnungsfeier - es liegt noch viel Arbeit vor uns. Wir machen uns keine Illusion: Zwischen einer Machbarkeitsstudie und einer realistischen Planung liegen noch enorme Anstrengungen."

Felix Neureuther (Skirennfahrer): "Perfekt! Ich freue mich wahnsinnig! Wenn Olympia nach München kommen würde, wäre das für mich ein Traum und wahrscheinlich das Größte in meiner Karriere. Es wäre ein bisschen wie ein Märchen, dann dort mit einer Medaille vielleicht das Karriereende bekanntzugeben. Aber bis dahin gibt es noch viele Großereignisse, bei denen ich das maximale aus meinem Körper herausholen will."

Markus Wasmeier (Ski-Olympiasieger): "Super! Das ist eine tolle Nachricht. Dass es durchgehen würde, war mir klar, aber es ging um die Geschlossenheit. Dass die Entscheidung einstimmig gefallen ist, ist grandios und es zeigt, dass auch die Sommersportler den Zeitpunkt für gut halten. Das wird auch das IOC und die Mitbewerber beeindrucken. Ich bin überzeugt, dass München eine gute Chance hat. Außerdem hat München den großen Vorteil, dass es nach den Spielen 1972 die nachhaltige Nutzung der Sportstätten schon bewiesen hat."

Frank Ullrich (Herren-Bundestrainer Biathlon): "Das könnten Olympische Spiele der Superlative werden. Es wird eine Bewerbung mit viel Herzblut."

Uwe Müssiggang (Damen-Bundestrainer Biathlon): "Ich finde es gut, dass man sich bewirbt. Wichtig ist auch, dass die Entscheidung einstimmig gefallen ist. Wenn es schon zu Beginn Unstimmigkeiten gegeben hätte, wäre das schlecht für die Bewerbung gewesen."

Ole Einar Björndalen (fünfmaliger Biathlon-Olympiasieger): "Schön, dass sich München bewirbt. Doch besser wäre es für 2022. Für 2018 wird sich nämlich auch das nordnorwegische Tromsö bewerben. Und dahinter stehe ich."

Jochen Behle (Langlauf-Bundestrainer): "Momentan sind die Olympischen Winterspiele 2018 noch etwas weit weg. Es wäre aber schön, wenn München dann auch den Zuschlag für die Ausrichtung der Spiele bekommen würde. München und auch die anderen vorgesehenen Orte haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie große Wettkämpfe sehr gut organisieren können."

Claudia Künzel-Nystad (Langlauf-Olympiasiegerin 2002): "Deutschland hat in der Vergangenheit gezeigt, dass man große Sportveranstaltungen hervorragend organisieren kann. Die jetzt auf den Weg gebrachte Bewerbung von München ist für unser Land auch wieder eine gute Werbung. Es wird bestimmt eine sehr gute Bewerbung. rein wirtschaftlich hoffe ich, dass man auch das wieder reinbekommt, was man ausgibt."

Jürg Capol (Schweiz, Renndirektor Langlauf beim Ski-Weltverband FIS): "Das ist ein sehr positives Zeichen aus Deutschland. Ich habe schon einiges gehört, unter anderem auch, dass die Wettbewerbe alle konzentriert an wenigen Orten stattfinden sollen. Es gibt sicher eine Reihe guter Argumente für Deutschland. Ich finde es gut, dass sich Gegenden für Olympische Winterspiele bewerben, wo auch der Wintersport zu Hause ist."

Christian Scholz (alpiner Herren-Cheftrainer): "Das ist eine Vision für uns alle, die uns einen Riesenantrieb geben wird. Das wird dem Wintersport allgemein einen großen Auftrieb geben. Ich hoffe natürlich, dass das für den alpinen Skisport ganz besonders gilt, weil er das gut gebrauchen kann. Gerade unserer jungen Garde von Athleten, die jetzt zwischen zwölf und 19 sind, wird das hoffentlich einen großen Schub geben."

Georg Hackl (dreimaliger Rodel-Olympiasieger): "Das macht Sinn und ist eine tolle Sache. In meiner Brust schlägt das Herz für den Wintersport. München hat gute Chancen für eine solche Bewerbung. Und wenn es nicht gleich beim ersten Mal klappen sollte, steigen die Chancen beim zweiten Mal ja. Für uns am Königssee ist es natürlich ganz besonders toll."

Amelie Kober (Olympia-Silbermedaillengewinnerin im Snowboard): "Die Olympischen Spiele 2018 nach München zu holen, wäre der Wahnsinn. Ich bin davon überzeugt, dass die Organisatoren alle Hebel in Bewegung setzen werden, damit es ein großartiges Sportfest wird. Von der Begeisterungsfähigkeit der Zuschauer konnte man sich ja schon im letzten Jahr bei der Fußball-WM überzeugen. Und für uns Snowboarder wäre es eine tolle Gelegenheit, unseren Sport vor heimischem Publikum einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren."

David Möller (zweimaliger Rodel-Weltmeister): "Bei der Fußball-Weltmeisterschaft haben wir bereits bewiesen, dass wir sportliche Großereignisse organisieren können. Winterspiele in Deutschland 2018 würden nicht nur dem Wintersport allgemein nutzen, sondern sicher auch das Rennrodeln in Deutschland weiter aufwerten. Ob ich dann noch am Start sein werde, weiß ich nicht. Ich weiß heute ja nicht einmal, was morgen ist."

Stefan Kurz (Bürgermeister von Schönau am Königssee): "Ich freue mich natürlich ganz riesig, dass der DOSB grünes Licht für die Bewerbung gegeben hat. Zusammen mit München rechne ich uns größere Chancen aus als zuletzt bei den beiden Vorstößen mit Salzburg. Das ist jetzt schon unsere vierte Bewerbung für Olympische Winterspiele. Das dürfte ein Rekord sein."

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