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Olympia 2008  

Europäische NOKs geschlossen gegen Boykott

06.04.2008, 13:24 Uhr | sid

Die olympischen Ringe (Foto: imago)Die olympischen Ringe (Foto: imago) Die 49 Nationalen Olympischen Komitees Europas (ENOC) haben in Peking geschlossen ihren Start bei den Olympischen Spielen angekündigt. Gleichzeitig forderten sie vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eine klare Leitlinie zum Thema Menschenrechte und Meinungsfreiheit der Athleten. Dies waren nach Angaben von IOC-Vize und DOSB-Präsident Thomas Bach "die zwei Kernbotschaften" im Vorfeld der ANOC-Generalversammlung aller 205 anerkannten NOKs in der chinesischen Hauptstadt.

Forderung Von Richthofen will klare Worte vom IOC
Konfrontation Danckert kritisiert DOSB-Chef Bach

Athleten fordern Klarheit

Laut Bach stehe der Vorschlag einer gemeinsamen Resolution vom IOC und den NOKs im Raum. Dazu könne es am Donnerstag kommen, wenn IOC-Exekutive und ANOC gemeinsam tagen. "Die Athleten wollen wissen, was erlaubt ist und was nicht", sagte ENOC-Athletensprecherin Claudia Bokel. "Sie sind in der Tibet-Frage beunruhigt und wollen dies auch zeigen, ohne dabei gegen die Olympische Charta zu verstoßen."

Video Übergabe des Olympischen Feuers an China
Video Demonstranten stören Olympia-Zeremonie (24.3.)

Charta lässt Interpretationsspielraum

Die Charta verbietet politische und religiöse Demonstrationen an den Stätten der Spiele, lässt aber Interpretationsspielraum. "Wir brauchen deshalb eine eindeutige Position vom IOC für den Umgang mit Menschenrechtsfragen und in der Tibet-Frage", sagte ENOC-Präsident Patrick Hickey nach der Sitzung. Die Unsicherheit bei Sportlern und NOKs zur Behandlung des Themas sei groß.

Rogge: Vergabe der Spiele nach Peking war richtig

IOC-Präsident Jacques Rogge hat angekündigt, einen Bericht von Amnesty International diskutieren zu wollen. Dieser spricht von deutlicher Verschlechterung der Menschenrechtssituation in China in den vergangenen Wochen. Dennoch bezeichnete Rogge die Vergabe der Spiele an Peking einmal mehr als richtig.

DOSB für Meinungsfreiheit der Teilnehmer

Der Deutsche Olympische Sportbund hatte seinen Teilnehmern ausdrücklich das Recht zugestanden, ihre Meinung auch während der Spiele in Interviews oder Pressekonferenzen von sich zu geben. Die DOSB-Entschließung habe viel Zustimmung gefunden, sagte Bach. In ihr waren die Menschenrechtslage in China als unzureichend bezeichnet und alle Beteiligten zum Dialog und Gewaltverzicht aufgerufen worden.

Entschluss DOSB gegen Olympia-Boykott
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Festnahmen bei Fackellauf

Das Olympische Feuer setzte unterdessen unter hohen Sicherheitsvorkehrungen seinen Weg durch London fort. Dabei kam es zu zahlreichen Zwischenfällen: Ein Demonstrant versuchte, einer Läuferin die Fackel zu entreißen, ein anderer ließ einen Feuerlöscher hochgehen. Über 1000 Demonstranten sorgten allein vor der Downing Street für chaotische Szenen. Rund 2.000 Polizisten mussten den Lauf schützen. Es gab 35 Festnahmen.

Der Weg des Olympischen Feuers mit den wichtigsten Stationen:
24. März: Entzündung der Flamme im antiken Olympia
25. bis 29 März: Tournee durch Griechenland nach Athen
30. März: Zeremonie im Athener Olympiastadion von 1896
31. März: Zeremonie in Peking
2. April: Almaty/Kasachstan
3. April: Istanbul
5. April: St. Petersburg
6. April: London
7. April: Paris
9. April: San Francisco
11. April: Buenos Aires
13. April: Daressalaam/Tansania
14. April: Mascat/Oman
16. April: Islamabad
17. April: Mumbai/Indien
19. April: Bangkok
21. April: Kuala Lumpur
22. April: Jakarta
24. April: Canberra
26. April: Nagano/Japan
27. April: Seoul
28. April: Pyeongchang
29. April: Ho-Chi-Minh-Stadt
2. Mai: Hongkong
3. Mai: Macau
4. Mai bis 7. August: Tournee durch China (Tibet: 19. bis 21.Juni)
8. August: Ankunft in Peking
Der Weg der olympischen Fackel (Grafik: dpa)Der Weg der olympischen Fackel (Grafik: dpa)

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