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Olympia 2016: IOC-Vize Bach prophezeit "heißes Rennen"

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Olympia 2016  

IOC-Vize Bach prophezeit "heißes Rennen"

02.09.2009, 18:31 Uhr | dpa

Tokios Logo für Olympia 2016. (Foto: imago)Tokios Logo für Olympia 2016. (Foto: imago) Rio de Janeiro, Chicago, Tokio und Madrid gehen mit ähnlichen Vornoten in den Endkampf um die Milliarden-Spiele 2016: Einen Monat vor der Vergabe des Sportspektakels bescheinigten die IOC-Prüfer in ihrem 90-seitigen Report über die Voraussetzungen dem Kandidaten-Quartett Bewerbungen von "sehr hoher Qualität".

Entschieden wird über den Gastgeber der 31. Olympischen Sommerspiele beim Wahl-Finale am 2. Oktober vor der Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Kopenhagen. "Das wird ein heißes Rennen", prophezeite IOC-Vizepräsident Thomas Bach. Nawal el Moutawakel als Vorsitzende der IOC-Prüfer war von allen vier Bewerbern "außerordentlich beeindruckt".


Hier und da klemmt es noch

Die marokkanische Sportministerin und Hürden-Olympiasiegerin von 1984 hat mit ihren zwölf Kollegen nach einem Besuch der Metropolen im April und Mai den Bericht erstellt, der erfahrungsgemäß eine wichtige, aber keine entscheidende Rolle beim Votum spielt. Bei Chicagos Bemühungen wurde vor allem die fehlende Finanzgarantie der Regierung für alle eventuellen Millionenverluste der Organisatoren moniert. Tokio wurde für die "relativ geringe" Unterstützung der japanischen Bevölkerung (nur 54%) gerügt. Auch vermeintlich existierende Sportstätten müssten doch noch gebaut werden. Bei Madrid fehle "eine klare Skizzierung" der Rollen einzelner Interessengruppen und ihrer finanziellen Unterstützung. Rio habe nicht genügend Hotelzimmer, und die Gewährleistung der Sicherheit sei eine weitere Herausforderung.

Tokio will Spiele am Wasser

Kompakte, sichere und garantiert bezahlbare Spiele bieten natürlich alle Kandidaten an. Madrid wirbt damit, 23 von 33 Sportstätten fertig zu haben. Das Budget beläuft sich auf 6,1 Milliarden Dollar. Tokio setzt auf eine Kompaktbewerbung am Wasser (5,9 Milliarden Dollar). Rio plant mit 13,9 Milliarden Dollar, inklusive 2,8 Milliarden Dollar Organisationskosten. Chicago will die angesetzten 4,8 Milliarden Dollar vor allem mit privaten Investoren finanzieren, aber die zurückhaltenden Zusagen für staatliche Bürgschaften gelten in Krisenzeiten als Handicap.

Obamas Schützenhilfe nicht gesichert

Der zunehmende Anti-Amerikanismus im IOC trübt die Hoffnungen weiter. Den IOC-Mitgliedern stößt die Unwilligkeit des Nationalen Olympischen Komitees der USA (USOC) sauer auf, einen gerechteren Verteilungsschlüssel der IOC-Marketing-Milliarden zu akzeptieren und auf den eigenen Vorteil zu verzichten. Selbst auf den Obama-Faktor bei der finalen Präsentation können die Chicago-Macher nur noch bedingt bauen. Der Auftritt des charismatischen US-Präsidenten vor der Vollversammlung ist unsicherer denn je. Seine Berater raten ihm von der Dienstreise nach Dänemark ab, weil er als Verlierer heimkehren könnte.

US-Fernsehen hofft auf das exotische Rio

Die teuren US-Fernsehrechte wird das IOC entgegen seiner Gewohnheit erst nach der Entscheidung von Kopenhagen vergeben, doch auch der bisherige Rechteinhaber NBC scheint nicht bedingungslos hinter Chicagos Ambitionen zu stehen. Der TV-Gigant, dem die London-Spiele immerhin 1,2 Milliarden Dollar wert sind, hat intern längst die Vorzüge Rios diskutiert. Das Traumziel liege in einer günstigen Zeitzone, und die Copacabana-Idylle verspricht exotische TV-Bilder.

"Als Gott die Welt erschuf, bereitete er Rio auf die Spiele vor"

Seit 1948 (London) und 1952 (Helsinki) haben nie mehr zwei europäische Städte nacheinander Sommerspiele ausrichten dürfen. Das macht die spanische Hauptstadt nach London 2012 trotz des Beziehungsgeflechts von IOC-Ehrenpräsident Juan Antonio Samaranch zum Außenseiter. Die USA waren zuletzt mit Los Angeles (1984) und Atlanta (1996) Gastgeber der Sommerspiele, Tokio hatte seinen ersten olympischen Auftritt 1964. In Lateinamerika haben Spiele noch nie stattgefunden. Sein Land habe "diese Spiele mehr verdient als jedes andere", hatte Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva schon vor einigen Wochen getönt, und seine Prophezeiung beim Besuch der Peking-Spiele im Vorjahr steht immer noch: "Als Gott die Welt erschuf, bereitete er Rio auf die Spiele vor."

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