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Olympia 2016: Bewerber kämpfen auf der Zielgeraden

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Olympia 2016: Bewerber sind auf der Zielgeraden

30.09.2009, 15:03 Uhr | dpa

Die Entscheidung über den Austragungsort für Olympia 2016 geht in die letzte Runde. (Foto: imago)Die Entscheidung über den Austragungsort für Olympia 2016 geht in die letzte Runde. (Foto: imago) Rio de Janeiro, Chicago, Tokio und Madrid kämpfen um die Olympischen Spiele 2016 bis zur letzten Minute. Die Bewerber haben noch bis Freitag Zeit, um die Stimmen von den Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zu buhlen.

"Ich erwarte maximal zwei Stimmen Unterschied", meinte IOC-Präsident Jacques Rogge, der in Kopenhagen die Siegerstadt verkünden wird, "kein Bewerber hinkt hinterher. Alles ist möglich."

Video Olympia 2016: Obama wirbt für Chicago

Der Zauber Brasiliens

Der IOC-Prüfbericht bescheinigte allen Kandidaten, hervorragende Spiele veranstalten zu können. Viele der Entscheidungsträger sind von Rios Zauber berauscht und scheinen bereit, ein geopolitisches Statement zu machen. Brasilien, 2014 bereits Ausrichter der Fußball-WM, wäre der erste Olympia-Gastgeber aus Südamerika. "Für die Universalität der Spiele wäre es toll, auf einen neuen Kontinent zu gehen, aber nur, wenn wir sicher sind, dort passt alles", erklärte IOC-Spitzenfunktionär Denis Oswald.

Blatter ist skeptisch

FIFA-Präsident und IOC-Mitglied Joseph Blatter hat die Olympia-Hoffnungen von Rio de Janeiro indes etwas getrübt. Die Gewalt könne die Chancen der brasilianischen Metropole bei der Vergabe der Spiele 2016 mindern, meinte der Schweizer. "Das ist nicht gut für die Kandidatur Rios, aber wegen der Fußball-WM mache ich mir keine Sorgen".

Der Obama-Faktor

Durch die Unterstützung des US-Präsidenten Barack Obama hat Chicago den Rückstand auf die Traumstadt am Zuckerhut deutlich verringern können. Wie eine Heilsbringerin schwebte die amerikanische First Lady Michelle Obama in Dänemarks Hauptstadt ein und war sofort mit einigen IOC-Mitgliedern verabredet. Spätestens durch die Ankündigung seiner Fünf-Stunden-Blitzvisite hat ihr Gatte die Ambitionen ihrer gemeinsamen Heimatstadt endgültig zur Chefsache gemacht. Der charismatische Hobby-Basketballer wird als erster US-Präsident eine Kandidatenstadt in den jeweils 70-minütigen Schlusspräsentationen vor der IOC-Vollversammlung vertreten.

Rio de Janeiro kontert

"Obamas Besuch macht gar nichts, absolut gar nichts", tönte Rios Bewerbungschef Carlos Nuzman, "wir haben Lula." Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva, von Obama als "populärster Politiker der Welt" bezeichnet, setzte nach seiner Ankunft den emotionalen Wahlkampf fort.

Es geht um Milliarden

Stimmen für Rio oder Chicago versprechen dem IOC beträchtliche Mehreinnahmen durch einen lukrativeren Deal mit dem US-Fernsehen, das aus beiden Städten Live-Bilder zur besten Sendezeit anbieten könnte. Der TV-Gigant NBC hat allein für die Spiele 2012 in London 1,2 Milliarden Dollar gezahlt. Bei Tokio oder Madrid drohen Verluste in dreistelliger Millionenhöhe.


Tokio und Madrid

Unbeirrt davon weisen Tokios Olympia-Planer auf das kompakte Sportstätten-Konzept und ein revolutionäres Umwelt-Projekt hin. Madrid wird nach zwei vorausgehenden Olympischen Spielen in Europa (London 2012, Sotschi 2014) trotz des Beziehungsgeflechts von IOC-Ehrenpräsident Juan Antonio Samaranch nur als Außenseiter gehandelt.

Olympia 2010 Alle Wettkämpfe und Termine im Olympia-Zeitplan

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