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Olympia 2018: Sperren sich Bauern gegen die Spiele?

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Olympia 2018  

"Ohne Garmisch kein Olympia"

09.07.2010, 15:17 Uhr | dpa, sid

Olympia 2018: Sperren sich Bauern gegen die Spiele?. Ohne die Zustimmung der Garmischer Landwirte könnte Olympia 2018 in München scheitern. (Foto: imago)

Ohne die Zustimmung der Garmischer Landwirte könnte Olympia 2018 in München scheitern. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Am Fuß der Zugspitze wird womöglich über das Schicksal der Münchner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 entschieden. Einige Landwirte in und um Garmisch-Partenkirchen wollen in den kommenden Tagen befinden, ob sie ihr Land vorübergehend für die olympische Nutzung hergeben. Staatskanzleichef Siegfried Schneider appellierte in der "Süddeutschen Zeitung" an die Landwirte der Marktgemeinde, ihre Grundstücke freizugeben. "Ich muss es so deutlich sagen, ohne Garmisch wird es kein Olympia geben können", sagte der CSU-Politiker.

Derzeit laufen Verhandlungen mit den Bauern - sie sollen ihre Unterschrift unter einen 16-seitigen Vertrag setzen, der die Übernahme der Grundstücke durch die Bewerbungsgesellschaft regelt.

Oberammergau entschied sich schon gegen Olympia

Für die Zeit vom 1. April 2016 bis zum 31. Juli 2018 sollen die Grundstückseigentümer 50 Cent bis 1,50 Euro pro Quadratmeter Land und Jahr bekommen. Dazu kommt ein sogenannter Nutzungsausfall. In Garmisch-Partenkirchen sollen nach dem Willen der Gesellschaft bei einem Erfolg die alpinen Skirennen ausgetragen werden. "Die Bauern können sich darauf verlassen, dass wir mit ihnen auf Augenhöhe verhandeln", versicherte Schneider, "Olympia ist auch eine riesengroße Chance für Garmisch-Partenkirchen". Michael Vesper, Aufsichtsratsvorsitzender der Bewerbungsgesellschaft, sagt zur Aussage von Schneider: "Da will ich gar nicht drüber spekulieren. Ich gehe davon aus, dass die Bürger die Spiele wollen und die notwendigen Grundstücke rechtzeitig zur Verfügung stehen. Wir befinden uns in zügigen Verhandlungen, geben aber keine Wasserstandsmeldungen."

Die Gemeinde Oberammergau, wo Biathlon und Langlauf stattfinden sollten, hat die Chance nicht genutzt. Eine Bürgerinitiative des Passionsspielortes entschied gegen Olympia. Daraufhin strich die Bewerbungsgesellschaft den Ort aus ihrem Sportstättenkonzept.

Schneider gibt Fehler zu

Im Umgang mit den Bauern räumte Schneider Versäumnisse ein. "Die Gemeinde und die Bewerbungsgesellschaft haben zu spät mit den Grundstückseigentümern gesprochen. Das war ein Fehler", sagte der Staatskanzleichef. Immer mehr Kritik wird an Bürgermeister Thomas Schmid geübt. "Wir erfahren von unserem Bürgermeister überhaupt nichts", klagte die SPD-Ortsvorsitzende Sigrid Meierhofer in der "SZ". Der Bund für Naturschutz beklagte kürzlich, der Umgang der Bewerbungsgesellschaft mit den Betroffenen werde als "äußerst arrogant" empfunden.

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