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Olympia 2018: Vorbereitungen auf Hochtouren

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München 2018 - "Bewerbung mit viel Spaß"

05.03.2011, 13:38 Uhr | dpa, dpa

Olympia 2018: Vorbereitungen auf Hochtouren. Katharina Witt präsentiert die Olympia-Bewerbung 2018 in München (Foto: imago) (Quelle: imago)

Katharina Witt präsentiert die Olympia-Bewerbung 2018 in München (Foto: imago) (Quelle: imago)

Kaum hatte München 2018 die intensive Prüfung vor den IOC-Inspektoren für die Olympischen Winterspiele 2018 mit Belobigung bestanden, dachte Katarina Witt bereits an die nächsten Härtetests. Ausruhen verboten. "Es geht jetzt in dem Tempo weiter bis zur Entscheidung am 6. Juli. Die Füße werden erst am 7. Juli hochgelegt", stellte Münchens Frontfrau klar. Die Herausforderungen in den letzten vier Monaten vor der Vergabe der Winterspiele 2018 bleiben vielschichtig, doch die positive Resonanz auf den Besuch der IOC-Evaluierungskommission gab den Münchner Olympia-Planern einen weiteren Emotionsschub.

"Ich würde sagen, dass es glatt lief. Ich bin rundherum stolz auf alle in unserem Team, wie sie über sich hinausgewachsen sind", meinte Witt. Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin wollte die gelungene Pflicht vor den IOC-Testern nicht überbewerten. Auch der deutsche Ober-Olympier Thomas Bach erinnerte in der Stunde der Erleichterung und des allgemeinen Schulterklopfens noch einmal alle an das große Ziel beim Votum am 6. Juli in Durban: "Am Ende kommt es darauf an, dass der richtige Name draufsteht, wenn der Umschlag aufgemacht wird." Das Großprojekt München 2018 sei für das Internationale Olympische Komitee (IOC) "eine Bewerbung ohne Risiken, aber mit viel Spaß."

Das sind die Kandidaten für Olympia 2018. (Foto: dpa) Das sind die Kandidaten für Olympia 2018. (Foto: dpa)

IOC-Evaluierungskommission: "Haben tolle Atmosphäre gespürt"

Deutsche Gründlichkeit und bayerische Gemütlichkeit hatten die IOC-Prüfer erwartet; die Leidenschaft der Funktionäre, Spitzenpolitiker, Athleten und Bevölkerung überraschte. "Die Atmosphäre und die große Begeisterung für die Spiele haben wir gespürt", erklärte Gunilla Lindberg, Vorsitzende der elfköpfigen IOC-Evaluierungskommission. Das Olympiastadion und der Olympiapark als eindrucksvolle Symbole der Nachhaltigkeit seien "immer noch wunderschön." Am 10. Mai wird der Abschlussbericht ihres Gremiums veröffentlicht.

"Bauernaufstand" stelle kein Problem dar

Bis dahin will die Bewerbungsgesellschaft auch die Unklarheiten beseitigt haben, die momentan noch stören. Das Bürgerbegehren der Olympia-Befürworter ist angelaufen und soll den Vorstoß der Gegner aushebeln - ein politisch kluger Schachzug. Und auch im Grundstücksstreit mit einigen Bauern in Garmisch-Partenkirchen, die bisher ihr Land für Olympia nicht zur Verfügung stellen wollten, zeichnet sich eine zeitnahe Lösung ab. Die Verhandlungen laufen. Gilbert Felli, der erfahrene und krisenerprobte IOC-Olympia-Direktor, sieht den "Bauernaufstand" gelassen.

Entwicklungshilfeprogramm ist millionenschwer

"Leute, die Medaillen zählen, sagen, Deutschland ist die beste Wintersportnation. Trotzdem hatten wir seit 1936 keine Winterspiele mehr", meinte IOC-Vize Bach und versprach 100 Stipendien für ausländische Trainer und Sportwissenschaftler an den Universitäten in Leipzig und Köln. Der finanzielle Umfang des sportlichen Entwicklungshilfeprogramms, bei dem internationale Top-Athleten kostenlos an deutschen Leistungszentren trainieren dürfen, belaufe sich auf 40 Millionen US-Dollar, so Bach weiter.

München wohl vor Pyeongchang und Annecy

Im Marathon-Dreikampf um die Ausrichtung des olympischen Winterspektakels 2018 haben die Münchner den gefühlten Rückstand zum südkoreanischen Favoriten Pyeongchang verringert. Der französische Außenseiter Annecy könnte allerdings im ersten Wahlgang genügend Stimmen sammeln und so den Asiaten gleich zur absoluten Mehrheit verhelfen. Bach: "Wir wollen nicht jetzt führen, sondern am Ende."

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