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Olympia 2018: Chronologie der Münchner Bewerbung

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So lief die Münchner Olympia-Bewerbung

04.07.2011, 11:52 Uhr | dpa

Olympia 2018: Chronologie der Münchner Bewerbung. Das Logo der Münchner Bewerbung für Olympia 2018. (Foto: imago)

Das Logo der Münchner Bewerbung für Olympia 2018. (Foto: imago)

Die Bewerbung einer Stadt für Olympia ist ein langwieriger und mitunter zäher Prozess. Auch die Ambitionen Münchens für die Austragung der Winterspiele 2018 haben ihren Ursprung bereits im Jahre 2007. Nun steht die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für einen Austragungsort kurz bevor. T-Online.de präsentiert ihnen chronologisch die wichtigsten Stationen der deutschen Bewerbung auf dem Weg zur Entscheidung des IOC im südafrikanischen Durban am Mittwoch, den 06. Juli 2011.

24.07.2007: Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gibt eine Absichtserklärung für eine Münchner Kandidatur für Olympia 2018 ab. Den Ambitionen von Berlin und Hamburg für Sommerspiele 2016 oder 2020 wird eine Absage erteilt.

22.10.2007: Das DOSB-Präsidium verabschiedet eine Machbarkeitsstudie Münchens. Diese sieht Wettkämpfe in München, Garmisch-Partenkirchen und am Königssee vor.

08.12.2007: Einstimmig vortiert die DOSB-Mitgliederversammlung für eine Kandidatur Münchens.

18.03.2008: Annecy setzt sich in Frankreich als Bewerberstadt gegen die Mitkonkurrenten Nizza, Grenoble und Pelvoux durch.

23.04.2009: Südkorea geht nach zwei vergeblichen Anläufen für 2010 und 2014 zum dritten Mal mit Pyeongchang ins Rennen.

02.07.2009: Der Bundestag stimmt dem Antrag der Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu, die Münchner Bewerbung "als nationale Aufgabe" zu unterstützen.

09.07.2009: Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt wird als Vorsitzende des 23-köpfigen Kuratoriums das Gesicht der Münchner Kampagne. Oberammergau wird zum Schauplatz für Biathlon- und Skilanglauf gekürt.

07.10.2009: Acht Tage vor Fristende reicht München offiziell seine Bewerbung um die Winterspiele 2018 beim IOC ein.

08.10.2009: Die Bewerbergesellschaft muss sich finanziell von Stadt und Land unter die Arme greifen lassen. Ein Darlehen von einer Million Euro wurde in Anspruch genommen.

15.10.2009: Bewerbungsschluss beim IOC. München hat lediglich zwei Konkurrenten: Annecy und Pyeongchang. "Wir treten an, um zu gewinnen", sagt DOSB-Präsident Thomas Bach.

15.03.2010: Bewerbungschef Willi Bogner übergibt dem IOC das "kleine Bewerbungsbuch" mit allen Rahmendaten.

05.07.2010: Änderung des Sportstättenkonzeptes: Der Passionsspielort Oberammergau scheidet wegen Protesten der Bevölkerung aus. Biathlon und Langlauf sollen nun im staatlichen Gestüt Schwaiganger in Ohlstadt ausgetragen werden.

27.07.2010: Viele Bauern in Garmisch-Partenkirchen weigern sich, ihre benötigten Grundstücke zur Verfügung zu stellen.

13.09.2010: Der Dachverband der Naturschützer kehrt der Münchner Bewerbung den Rücken. Kleine Eingriffe in die Natur könnten größten Schaden anrichten, sagen sie.

21.10.2010: Beim ersten internationalen Schaulaufen der Bewerber in Acapulco vor der Vereinigung aller 205 Nationalen Olympischen Komitees macht das Münchner Team mit einer stimmungsvollen Vorstellung eine gute Figur.

08.11.2010: Winterspiele in München würden nach Schätzungen der Bewerber knapp drei Milliarden Euro kosten.

15.12.2010: Bundeskanzlerin Angela Merkel unterzeichnet die 47 staatlichen Garantien für die Bewerbung und sichert damit die finanzielle Beteiligung des Bundes zu.

23.12.2010: In einem Brandbrief an das IOC bekräftigen 59 Grundstücksbesitzer aus Garmisch-Partenkirchen, dass sie ihr Land nicht zur Verfügung stellen wollen.

11.01.2011: Die Münchner Bewerbungsgesellschaft übergibt das fast 400 Seiten starke "Bid Book", das offizielle Bewerbungsdokument an das IOC.

08.05.2011: Beim Bürgerentscheid in Garmisch-Partenkirchen sagt eine Mehrheit von 58,07 Prozent "Ja" zu Olympia 2018 am Fuße der Zugspitze. Witt & Co. können aufatmen.

10.05.2011: München hat den Olympia-Check der IOC-Prüfer bestanden. Fast gleichauf mit dem Favoriten Pyeongchang schneidet die bayerische Kandidatur im Evaluierungsbericht ab.

17.05.2011: Der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen gelingt es, durch "notarielle Beurkundung" auch das letzte Teilstück der Kandahar-Abfahrt für die Winterspiele zu sichern.

18.05.2011: Vor 89 IOC-Mitgliedern kann München ebenso wie Rivale Pyeongchang beim technischen Briefing in Lausanne überzeugen. "Mehr und mehr sind wir tatsächlich eine echte Alternative", resümiert Katarina Witt.

06.07.2011: Das IOC entscheidet auf seiner Vollversammlung im südafrikanischen Durban über den Austragungsort der 23. Olympischen Winterspiele.

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